Jeder Tag ist anders: Arbeit mit Menschen fasziniert

Über den Bundesfreiwilligendienst zum Traumberuf

ASCHEBERG. Angefangen hat alles mit einer kleinen Anzeige. „Da wurde beim Sozialwerk St. Georg jemand für den Bundesfreiwilligendienst in der Reittherapie Ascheberg gesucht“, erzählt Berfin Köruk. Für die 23-jährige war das der Auftakt zu viel viel mehr.

Sie hatte damals gerade erfolgreich ihr Fachabi im Bereich Gesundheit und Soziales absolviert. „Allerdings wusste ich da noch nicht so genau, wohin es beruflich für mich gehen soll.“ Dann entdeckte sie die Anzeige und bewarb sich. „Es war passend, denn ich reite schon lange.“ Sie startete als Bufti auf dem Bauernhof St. Georg in Ascheberg und sagt heute: „Dieses Jahr hat mir so viel gebracht, vor allem aber hat es mir bei der beruflichen Entscheidungsfindung geholfen.“

Berfin Körkuk hat erfolgreich ihre Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin auf dem Bauernhof St. Georg absolviert. Foto: Tina Nitsche

Nach dem freiwilligen Jahr blieb sie auf dem Bauernhof St. Georg. Sie trat dort ihre dreijährige Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin an, die sie nun erfolgreich bestanden hat. „Gott sei Dank“, sagt sie und atmet lächelnd auf. Denn die letzten Meter bis zu Prüfung waren alles andere als ein Spaziergang. Corona hat es ihr, den Mitschülern aber auch dem zweiten Auszubildenden auf dem Bauernhof St. Georg, Andreas Krasenbrink, nicht gerade leicht gemacht.

Kein Spaziergang

„Vor allem in den Prüfungsvorbereitungen waren wir auf uns allein gestellt“, erzählt Berfin Köruk. „Da bedurfte es ganz viel Disziplin und Selbstständigkeit, denn die Anleitung in der Schule fehlte“, fährt sie fort. Doch die Mühen haben sich ausgezahlt. Berfin und Andreas bestanden ihre Prüfungen. Ihre Praxisanleiterinnen Mareike Krumminga und Katharina Kottmeyer sowie Monika Urkötter (Fachbereichsleitung) waren stolz. „Da ist dann irgendwie eine Last von den Schultern gefallen“, gibt die 23-jährige, die übrigens in Lüdinghausen wohnt, zu. Denn Anspannung war da. „Vor allem beim Colloquium, der mündlichen Prüfung“, verrät die junge Frau. Da wurde ihr sofort mitgeteilt, dass sie bestanden hatte, „und genau da fiel dann die ganze Anspannung ab.“

Geschäftsführer Andreas Friedrich, Praxisanleiterin Mareike Krumminga (v.l‘) sowie Katharina Kottmeyer (2.v.r.) und Regionalleiter Johannes Wilhelm Feller(r.) gratulierten Berfin Körük (3.v.l.) und Andreas Krasenbrink (3.v.r.) zu deren erfolgreich bestandenen Ausbildung. Foto: Sozialwerk St. Georg

Während Andreas nun in einer anderen Einrichtung Berufserfahrung sammelt, geht es für Berfin auf dem Bauernhof St. Georg weiter. „Ich darf nun eine Krankheitsvertretung übernehmen“.  Darüber freut sie sich sehr. „Denn ich habe das Glück in einer tollen Umgebung mit einem super Team zu arbeiten“, sagt sie. Sie will nun erst einmal Erfahrungen sammeln, und dabei ist ihr eines bewusst: „Ich habe eine große Verantwortung und da gilt es jetzt sattelfest zu werden.“

Traumberuf gefunden

Berfin liebt ihren Beruf schon jetzt, Wochenend- oder Schichtarbeit stören sie nicht im Geringsten. „Mein Beruf ist so abwechslungsreich, jeder Tag ist anders, und vor allem haben wir auch kreative Freiheiten und genau das macht diese Arbeit so spannend.“  Für Berfin Köruk ist das erst der Anfang. Sie weiß schon jetzt, das Stillstand in ihrem Beruf ein Fremdwort bleibt. Vielmehr bietet er ihr die Möglichkeit sich ständig weiter zu entwickeln. „Ich kann auf meine Ausbildung aufbauen, es gibt viele Fortbildungsmöglichkeiten. Und ich habe einen Beruf, der gefragt ist, denn Fachkräfte werden gerade auf diesem Sektor immer benötigt.“

Sie freut sich nun auf ihre abwechslungsreiche Tätigkeit in Ascheberg und wagt schon eine handfeste Aussage: „Ich habe meinen Traumberuf gefunden.“ Einen, der den Auftakt mit einem Bundesfreiwilligenjahr genommen hat. Tina Nitsche

 

Info:

Junge Menschen, die es ausbildungstechnisch auch in Richtung eines sozialen Berufes zieht, dürfen sich für Infos oder Bewerbungen gerne an den zuständigen Regionalleiter des Sozialwerk St. Georg, Johannes Wilhelm Feller, Email: j.feller@sozialwerk-st-georg.de wenden.

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