„Watt mutt dat mutt“

Man ist so jung, wie man sich fühlt

„Watt mutt dat mutt“, das ist das Motto von meiner Oma Gertrud. Mit 91 Jahren ist das Leben vielleicht manchmal etwas anders und beschwerlicher als in jungen Jahren, aber für meine Oma Gertrud ist das kein Problem.

Sie ist 1928 in der Zeit der Weimarer Republik geboren und hat als Kind den zweiten Weltkrieg hautnah miterlebt. Als Geschäftsfrau zog sie in der kleinen Familienbäckerei und dem integrierten Lebensmittelmarkt an der Merschstraße neben meinem schon verstorbenem Opa Hubert bis in den 1980er Jahren die Fäden im Hintergrund. Drei Kinder hat sie groß gezogen und hat aktuell neun Enkel und acht Urenkel.Oma Gertrud weiß mehr als jemals bei Facebook abgespeichert wird und wenn es um den Herberner Dorffunk geht, laufen bei ihr des Öfteren die Telefondrähte heiß. Sie kennt das Dorfleben in und auswendig. Sie hasst und liebt es – aber ohne dem ist die Welt auch nur halb so schön.

Seit drei Wochen ist meine Oma im Seniorenheim untergebracht. Die ersten Tage waren besonders, denn aufgrund der Corona-Hygienemaßnahmen musste sie in Quarantäne, was die Situation nicht leichter machte. Viele Tränen sind in dieser Zeit geflossen, Besuche waren verboten und das neue Zimmer noch nicht wirklich ein zu Hause.

Mittlerweile hat sich Oma Gertrud an die neue Situation gewöhnt. Die Quarantäne ist aufgehoben und alte Bekannte, die ebenfalls im Seniorenheim zu Hause sind, erleichtern ihr den neuen Lebensabschnitt. Einen guten Draht hat sie übrings zu Pfleger Dirk, denn dieser gibt ihr ab und zu auch mal ein Schnäpschen.

Wie Oma Gertrud das Altenheim aufmischt und was sie so zu sagen hat, das erfahrt ihr in hier unter : „Oma Gertruds Welt“. Isabel Schütte

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