Jetzt wird es heimisch

Herbern meets Sylt

Das Wetter ist  auch am vierten Tag unseres Sommerurlaubes sehr syltig  (Sturm, Regen und zwischendurch Sonne) und in Corona Zeiten ist vieles auf der Insel geschlossen oder findet nicht statt. Schwimmen ist heute bei Windstärke 8 verboten und die Laune kurz vorm Nullpunkt. 

Die Ausstellung „Alltagsmenschen“ lockt die Besucher. Foto: Isabel Schütte

Und wenn man denkt es geht nichts mehr, kommen die Herberner daher. Peter und Birgit Kaufmann machen gerade Urlaub auf der Insel. Bei den Alltagsmenschen (eine Ausstellung von Christel Lechner) in Wenningstedt habe ich die beiden getroffen. 

Peter und Birgit sind auch „sychtig“ wie sie sagen.  Ebenso sind die beiden immer gut drauf, was jetzt gut ankam. Zum sechsten mal machen sie Urlaub auf Sylt. Neben einem Pläuschchen mit dem Herberner Duo gab es auch einen  Wein am Meer. Die Stimmung wurde auf jeden Fall immer besser und  der Dorffunk wurde zudem auf den aktuellen Stand gebracht.

Wir vom Land  halten zusammen, das steht mal fest — da kann auch Corona nichts dran ändern. Gleich steht noch eine Shopping Tour auf dem Programm. Der Nachwuchs will ja schließlich auch bei Laune gehalten werden.  Irgendwie kriegen wir den Tag schon rum, denn morgen früh ist die Nacht schon um 4 Uhr zu Ende, wir machen eine Fototour mit Sylt Fotograf Ralf Meyer.  Isabel Schütte 

Wetterchaos auf der Insel

Chillig durch die Sturmflut

Tag 3 auf Sylt. Es ist schon verrückt,  letzte Woche haben wir  zu Hause um die Wette geschwitzt und  jetzt…… Da sind wir schon am Meer und jetzt gibt’s von oben auch Wasser.  Die Sylter sagen,  spätestens wenn das Teewasser den Siedepunkt erreicht, pustet der Wind nämlich eine Himmelsecke frei. Darauf haben wir heute gewartet, aber nur kurzfristig, denn das wurd mal nix. Erst war es das schönste Wetter, dann tauchten zwei Wolken auf, ganz schnell wurden daraus vier und noch schneller 20 Wolken. Und zack war es mit dem Sommerfeeling vorbei. So schnell kann es gehen!

Ich chill  natürlich wie immer „meine Base“ (um es im modernen Slang auszudrücken), ganz so wie es meine Kinder mir aufgetragen haben.  Die ihrerseits  sind  ebenfalls tiefenentspannt. Woran es liegt? Das WLAN funktioniert  einwandfrei!  Grundvoraussetzung für einen stressfreien Urlaub aus jugendlicher Sicht somit erfüllt.  Morgen soll es mit Windstärke 8 auch nicht viel besser werden.  Optimale Bedingungen für einen Urlaub auf zehn Quadratmetern Wohnfläche.  Isabel Schütte

 

Eine Ode an den Grill

Wenn ein neuer Grill ankommt

Hab ich letztens vom Wettstreiten um den größten Pool des Dorfes was erzählt? Es wird noch besser… der Grill eines Mannes. Bei uns kam die Tage ein neuer an. Grill natürlich. Mann bleibt. Es hieß bei uns ja bis vor zwei Jahren: „Nix schmeckt besser als Fleisch auf einem Kohle Grill. Nix geht über Kohle. Niemals grille ich mal mit Gas.“ Aha. Jetzt: hat jeder neben seinem riesigen Pool einen riesigen Gasgrill. Größer, heißer, leckerer.

Zum Leidwesen des Mannes wurde das Teil in mehreren Einzelteilen geliefert, aber mir war es eine Freude meinen Mann beim Aufbauen anzufeuern, damit er bald selber anfeuern kann. Bei sowas Wichtigem wie ein Grill ist er da auch plötzlich sehr motiviert und gewissenhaft und arbeitet bis zum Ende durch. Bei Möbeln macht er schon mal eine stundenlange Pause. Komisch.

Eine Ode am Grill. Foto Anne Mertens

Am letzten Wochenende war noch spontan Kommunion bei uns in Capelle und so konnte der Grill beim Nachbarschaft-Danke-Würstchen endlich eingeweiht werden. Ich schwöre, ich habe einen Tusch gehört, als mein Mann die Abdeckung langsam hochzog und das beste Stück (der Grill) zum Vorschein kam. Und ein Raunen hörte ich ebenfalls und sah offene (hungrige und staunende) Mäuler bei den Männern die drum rumstanden. Herrlicher Anblick.

Dann wurde gefachsimpelt und bestaunt und tatsächlich wurde auch irgendwann mal gegrillt 😂. Zur Freude aller Frauen die sich beim Sekt über die Grill-Verrückte Männerschar amüsierten. Würde ich Fleisch essen, ich hätte sicher laut „Schmeckt das geil, das Teil“ gerufen. So blieb es beim: „Schatz, mein Toastbrot schmeckt ja mega wahnsinnig super gut vom Gasgrill.“

Und bei euch im Dorf: wie groß ist euer Grill? Und kommt es auch auf die Größe an? Oder auf die Technik? Und schmeckt man (n) wirklich einen Unterschied? Und hab ich als Nicht Fleischfresser jetzt wirklich eine ganzen Text nur über den Grill geschrieben?

In diesem Sinne: Grill raus, Fleisch rein. Anne Kaffeekanne Mertens

 

Der Syltfisch ist im Zwangsurlaub

Das Wetter auf Sylt: Unberechenbar

Tag 2 auf Deutschlands schönster Insel.  Der Tag gestaltete sich schon nach dem Aufstehen als sehr kompliziert. Der „RUN“ auf zwei Zahnpasta Tuben beim Nachwuchs ließ schon früh große Freude aufkommen.  Der Blick gen Himmel auch – dicke Regenwolken und kleine Windböen gab es heute gratis zum Frühstück dazu. Aber was stört es mich — wir sind auf Sylt und das Wetter ist hier so sprunghaft wie ein Chamäleon die Farbe wechselt.

Vieles auf der Insel ist mir im Laufe der Jahre ans Herz gewachsen, der Syltfisch ist einer davon.  Eine Version des Grätenstars steht sonst oft am Strand von Westerland. In diesem Sommer finden auch hier keine Events oder Veranstaltungen statt und der Syltfisch ist im Zwangsurlaub. Anke Kettler, Geschäftsführerin und Ideengeber des Fisches hat die Krise genutzt und wieder vieles in ihrer Ideenschmiede umgesetzt.

Auf ein Pläuschchen mit Anke Kettler.

Einiges hat sie mir erzählt aber es ist alles noch Top Secret und noch in der Umsetzungsphase. Im nächsten Jahr will sie ihre Kunden mit ihren Inspirationen begeistern. Eigentlich wollte Anke keine Masken mit dem Syltfisch Symbol produzieren, denn der Fisch steht für was Schönes und Gutes. Die Nachfrage war aber da und so entschied sie sich um. Mit fachlicher Unterstützung des Sylter WunderWerk wurden die ökologisch und nachhaltigen Masken  aus 100 Prozent Lyocell produziert. Meine Familie und ich haben sie getestet und waren uns einig, dass es wirklich ein sehr guter Tragekomfort ist. Und: Schwitzen Fehlanzeige!  Denn der Stoff ist ganz leicht. Die Zeiten ändern sich und auch wenn Masken tragen  immer noch ein befremdlich Gefühl ist,  dieses Syltfisch Produkt mutiert da schon zum echten Hit.

Wie ich schon erwähnte, das Sylt-Wetter ist mit keiner App zu bestimmen. Am Nachmittag kam die Sonne raus und ermöglichte noch eine Wassereinheit in der 19 Grad warmen Nordsee. Hier heißt es Augen zu und durch. Schnell rein ins Wasser und eine Minute im kalten Meer aushalten . Ich sag es euch, dann ist es nicht mehr schlimm.

Zurück im Wohnwagen wollte mein Mann übrigens den neuen Fernseher anschließen, damit wir auch im Urlaub den Tatort gucken können. Aber daraus wird vorerst mal wieder nichts, das Netzteil liegt zu Hause. Meine Schwester muss uns mal wieder retten und uns das besagte Teil zuschicken.  Aber es gibt bei weitem größere Probleme, dem sind wir uns hier alle bewusst. In diesem Sinne, euch noch einen schönen Abend. Isabel Schütte 

 

 

 

Endlich geschafft – der Urlaub auf Sylt kann beginnen

Sommer, Sonne und Meer

Gestern wurde noch bis um Mitternacht alles verstaut und  ordentlich im Wohnwagen verpackt. Aufgrund der Hitze hatten wir uns das Beste bis zum Schluss aufgehoben. Nachts um zwei Uhr sind wir mit unserm Gespann losgefahren.   Die Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometer immer fest im Blick.

Eigentlich alles ganz locker und easy, na ja bis auf… – wie sollte es anders sein, denn bei uns passiert ja immer irgendwas –  unsere Schutzabdeckung von einer der drei Dachluken auf unserem Wohnwagen. Die hat sich  auf der Fahrt im Autozug Richtung Sylt verabschiedet.  Einfach so!

Doch kleine Katastrophen bringen mich erstmal nicht aus der Ruhe, denn schließlich ist das Wetter ein Traum. Angekommen am Campingplatz in Wenningstedt mussten wir noch zwei Stunden warten, um einzuchecken. Dieser Teil  des Urlaubes und der des Auf— und Abbauens, dass sind immer die nervigsten Dinge beim Camping.

Doch jetzt steht alles und wir können uns wieder den wichtigen Dingen des Lebens widmen. Ein Blick über die Dünen und ein Sprung ins Meer entschädigt für alles. Sylt, wir sind da. Auf einen schönen Urlaub auch in Corona Zeiten. Isabel Schütte

Der besondere Tausch: Kunstwerk gegen Mini-Torte

Straßenfest mal ganz anders

HERBERN. Feste können in Zeiten wie diesen nicht gefeiert werden, wie sie fallen. Das betrifft viele Veranstaltungen, aber auch zum Beispiel Straßenfeste.

Nun ja, manchmal erfordern ungewöhnliche Zeiten dann eben auch besondere Maßnahmen. Die Bewohner der Geiststraße und Rulle haben solche ergriffen. Das traditionelle Straßenfest kann aufgrund bestehender Vorschriften nicht wie sonst üblich gefeiert werden. Soweit so gut. Will heißen die Bewohner können sich nicht treffen. Also musste eine Idee her.

Gesagt, getan! Die Lösung: „Wenn wir nicht zum Straßenfest können, wie wäre es, wenn das Straßenfest zu uns kommt?“ Genau auf diesem Plan bauen die Bewohner auf. Wie? Mit einer XXL-Portion Kreativität.

„Wir hatten ja bereits die Ballonaktion“, erklärt Simone Menkhaus. Auf diese folgt nun eine kreative Bastelaktion. Deshalb haben die Anwohner kleine Zettel erhalten. Und diese dürfen nach Herzenslust verziert werden. Mit schönen Sprüchen, mit selbstgemalten Motiven, mit Wünschen, mit Mini-Collagen…. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Einzige Vorgabe: Nichts darf über den Rand des Zettels gehen und jeder Zettel sollte mit dem Namen des Künstlers versehen sein.

Morgen, also am Sonntag, 28. Juni, sammeln Simone Menkhaus und ihre Nichte Julia Närdemann die kleinen Kunstwerke dann ab 14.30 Uhr ein. Wer nicht zu Hause ist, hat die Möglichkeit, sein kleines Kunstwerk vorher bei Simone Menkhaus abzugeben oder in den Menkhauschen Briefkasten zu werfen.
Die Abgabe der kleinen Zettel, ist übrigens mit einer Besonderheit verknüpft. Denn die angehende Konditorin Julia Närdemann „versüßt“ bzw. belohnt jedes Werk mit einer Mini-Torte. „Da heißt es dann also, wir tauschen Zettel gegen Leckerei“, erklärt Simone Menkhaus.

Nun stellen sich viele von Euch sicherlich die Frage: Was passiert mit den ganzen kleinen Kunstwerken? Das wollen wir an dieser Stelle natürlich nicht verschweigen: Viele kleine Kunstwerke werden zu einem großen Kunstwerk formiert. Mehr wird noch nicht verraten, denn wie heißt es doch immer so schön: Das Beste kommt zum Schluss! Also, Fortsetzung folgt…. Tina Nitsche

Und wieder eine Absage

Ascheberger Basarteam hat jetzt Basare für Herbst abgesagt

ASCHEBERG. Natürlich wissen wir, das derzeit alles anders ist. Und ebenso ist uns bekannt, dass vieles, was sonst selbstverständlich ist für uns, in Zeiten wie diesen nicht möglich ist. Ach ja, mit Absagen sämtlicher Art, haben wir mittlerweile auch gelernt umzugehen. Wenngleich das nicht immer schön ist.

Leider, haben wir heute mal wieder eine solche Absage für Euch.

Das Ascheberger Basarteam hat nun bekanntgegeben, das sämtliche Herbstbasare in diesem Jahr ausfallen. Das betrifft den Kinderbasar am 5. September, die Damenkleiderbörse am 26. September sowie auch den Spielzeugbasar am 14. November. Tina Nitsche

Weitere Infos und Hinweise findet Ihr auch auf der Internetseite des Basarteams unter www.basare-ascheberg.de

Foto: Tina Nitsche

 

 

Mit passendem Vorgeschmack in die großen Ferien

Countdown zum Hofverkauf läuft –  Speisekarte verspricht Abwechslung

ASCHEBERG. Der Countdown läuft. Nur noch wenige Stunden, dann geht es los an der Lüdinghauser Straße 17 in Ascheberg. Denn dann steigt der angekündigte Hofverkauf bei Schaustellerin Steffi Schulze-Wenning. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, denn ein solches Vorhaben lässt sich schließlich nicht mal eben so realisieren. Die Tischgarnituren lagern bereits auf dem Hof, einige Mitarbeiter sind mit den Gabelstaplern unterwegs, andere krempeln die Ärmel hoch, um mit den notwenigen Aufbauarbeiten zu beginnen.

Für Schaustellerin Steffi Schulze-Wenning der ganz normale Arbeitsalltag. Endlich! Denn bisher hat ihr dieser natürlich gefehlt. Ihre Branche ist diejenige, die mit am härtesten vom Corona-Ausmaß betroffen ist. Kirmes, Großveranstaltungen, all das fällt flach.

Untätig rum sitzen ist hingegen weniger ihr Ding. Deshalb hat sie den Hofverkauf (DAHeim die Dorfkolumne berichtete) initiiert. Eine Gelegenheit gemütlich beisammen zu sitzen – natürlich unter den vorgeschriebenen Abstandsregelungen – und wenigstens für einen Moment ein wenig Normalität spüren. „Versüßt“ wird der Aufenthalt mit Backfisch, Fischspezialitäten, „aber auch mit Gerichten vom Grill, wie Bratwurst und Co, sowie Kartoffelspezialitäten, Pommes und Salaten“, ergänzt die Aschebergerin. Dieses Angebot hat sie kurzerhand erweitert und setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit heimischen Anbietern. „Auf diese Weise können wir alle profitieren und unsere Speisekarte wird dadurch noch ein Stückchen attraktiver“, sagt sie. Die Gäste, die ab morgen, Donnerstag, 25. Juni, den Weg an die Lüdinghauser Straße finden, haben somit eine große kulinarische Auswahl, die von Scampi, über Meeresfrüchte, Backfisch und Fischbrötchen bis hin zu Bratwurst, Nackensteaks und weiteren Gerichten reicht.

Und schauen wir auf die Wetterkarte, so ist auch Petrus dieser Veranstaltung wohl gesonnen. Sonne pur verspricht der Wetterdienst zum Auftakt, aber auch an den darauffolgenden Tagen, an denen der Hofverkauf läuft. Somit dürfte einem etwas anderem Wochenende nichts mehr im Wege stehen. Oder, um es anders auszudrücken: Die großen Ferien starten in kulinarischer Hinsicht mit dem passenden Vorgeschmack. Tina Nitsche

Info:

Der Hofverkauf findet vom 25. Juni (Donnerstag) bis 28. Juni (Sonntag) jeweils von 12 Uhr bis 20 Uhr an der Lüdinghauser Straße 17 in 59387 Ascheberg statt.

Foto: Tina Nitsche

Insel mit Suchtfaktor

„Sylt wir kommen!“

Ha, bald ist sie weg unsere Isabel! Wohin? Na, wohin wohl?! Ab auf ihre Insel. Wie jedes Jahr!

Sylt macht eben süchtig! Und gebangt wurde innerhalb der fünfköpfigen Familie ja auch bereits genug. Dieses Corona-Virus drohte schließlich schon die Urlaubspläne platzen zu lassen. Zumindest zeitweilig. Logisch, dass man(n) vor allem, den Corona-Ticker genauestens im Visier hatte. Während frau sich  schon mit möglichen anderen Zielen befasste. Sicher ist schließlich sicher! Und jetzt mal ehrlich: wer gibt schon freiwillig der Enge der Wohnwagendusche den Vorzug, und dann noch mit der gesamten Familie? Aber zeitweise hat es so ausgesehen, das campen nur mit dem nötigen Abstand versteht sich, und ganz ohne Duschgemeinschaftsräume etc. auskommen müsse. Die einzige Option neben der Wohnwagendusche wäre allenfalls die Outdoor-Solardusche gewesen. Nur wer will das schon? Frau auf jeden Fall nicht.

Aber der werte Gatte unserer Isabel blieb standhaft. Wartete treu und brav jede Corona-Lockerung ab und endlich: Er wurde belohnt! Campen auf Sylt ist – wenngleich mit besagten Abstandsregeln – aber ohne Duschprobleme möglich. „Juchhu“!

Und jetzt? Jetzt hat unsere Isabel alle Hände voll zu tun. Wohnwagen putzen, Kisten packen, Einkaufen – kurzum, das volle Programm Urlaubsvorbereitungen. Am Wochenende geht’s los:

„Sylt wir kommen“. Und mit dem Urlaub füllt sich dann – kleine „Androhung“ an dieser Stelle – auch die Kolumne „Sylt meine Insel“.

Na, da sind wir doch mal gespannt. Mal sehen wie es sich dann mit dem Insel-Suchtfaktor verhält…. Vielleicht werden wir ja alle infiziert. Tina Nitsche

Foto: Isabel Schütte

Der jüngste Schiri beim SVH

Romeo hat die Corona-Krise für sich genutzt

HERBERN. Schiedsrichter sind ein rares Gut. Der 14-Jährige Romeo vom SV Herbern hat die Corona-Krise für sich genutzt um in der nächsten Fußball-Saison zum blau-gelben SVH-Trikot auch ein gelbes überstreifen zu können. Das macht nicht nur den 14-jährigen stolz, sondern auch Schiedsrichterobmann Florian Suthues sowie den ersten Vorsitzenden Jürgen Steffen. Mit seinen vierzehn Jahren ist Romeo der derzeit jüngste Schiedsrichter beim SVH aber auch im Kreis Münster.

Fußball ist Romeos Leidenschaft. In der C1 ist der 14-jährige als Torwart gesetzt. Nun kommt für ihn das Ehrenamt des Schiedsrichters dazu. Eigentlich darf man dieses Amt erst ab 15 Jahren bekleiden, aber Romeo hat im September Geburtstag. „Vorher wird voraussichtlich kein Spielbetrieb stattfinden, deshalb wird das passen“, sagte der erste Vorsitzende. Während seine Kumpels an der Playstation hingen,  hat Romeo sich in der Corona-Zeit um den theoretischen Teil der Schiedsrichter Ausbildung gekümmert.

Bevor der Schiedsrichternachwuchs das erste Mal ein Spiel in Eigenverantwortung pfeifen darf, muss Romeo das Regelwerk aus dem Eff-eff beherrschen. Aber nicht nur im Kopf heißt es fit zu sein, auch körperlich. Schließlich sind Schiedsrichter genauso wie die Spieler immer am Spielgeschehen beteiligt. „Das war alles kein Problem. Hab ich alles gut geschafft“, so der 14-jährige. In Münster hat er jetzt erfolgreich seine Schiedsrichter-Prüfung abgelegt.

Der SVH teilt dabei das Problem der anderen Fußballvereine, den Referees sind Mangelware. Der Vorsitzende weiß das und lobt das Engagement der Männer und Jugendlichen, die vor allem an den Wochenenden auf den Plätzen stehen und nicht immer davor gefeit sind, der „Buh-Mann“ des Spieles zu sein. Ganz gleich, ob von Spieler- oder Zuschauerseite. Der SVH will Romeo in seiner neuen Funktion unterstützen. „Wenn die Spiele weiter weg sind fahren wir ihn auch hin. Das ist überhaupt kein Problem“, versprechen Jürgen Steffen und Florian Suthues.

Falls es weitere Interessenten für das Amt des Schiedsrichters gibt, können sich diese über die Homepage (www.svh-herbern.de) des Vereins melden. Isabel Schütte

Foto: Isbel Schütte