Ungewöhnliche Schätze für die Schatzkammer

Roswitha Krebs und ihre ungewöhnlichen Drahtskulpturen

ASCHEBERG. Mal himmelhochjauchzend, mal nachdenklich, mal ganz gechillt sitzen sie da auf ihren hölzernen Untergründen. Und eines eint diese besonderen Figuren alle: Sie sind aus Draht gefertigt. Von Hand.

Jedes einzelne von ihnen ist ein Unikat und fasziniert den Betrachter nicht nur durch Ausdruckstärke, sondern vor allem auch durch irgendwie menschliche Züge. Roswitha Krebs hat diese ungewöhnlichen Drahtskulpturen erschaffen. Und das Herzblut, das sie in ihre Arbeit investiert hat, spiegelt sich in jeder einzelnen Figur wider. „Ich finde es faszinierend was man aus einer Rolle Draht alles machen kann“, lässt sie ihre Blicke über ihre Werke schweifen. Diese zeugen von enormer Fingerfertigkeit und bestechen vor allen durch die Liebe zum Detail. So wie die Figur, die ein goldenes Herz in den Händen hält, oder die, die sich an Blumen erfreut.

Mal eben so sind sie nicht entstanden. „Je kleiner eine Figur ist, desto aufwendiger hat sich die Arbeit gestaltet“, gibt Roswitha Krebs zu. Minimum vier Stunden hat sie an einer Figur gesessen. Doch damit alleine war es nicht getan. Sie hat ihren Figuren entsprechend ihrer Haltung auch immer einen ganz individuellen Platz zugewiesen. Eine ausdrucksstarke Kombination ist auf diese Weise entstanden. Denn bei den Plätzen hat die Aschebergerin auf Holz gesetzt. „Hier, weist sie auf den kleinen Gechillten, der es sich auf einem Eichenklotz bequem gemacht hat. Andere bringen ihre Vorzüge auf Baumscheiben zum Ausdruck.

Umzug seht an

Noch stehen sie bei Roswitha Krebs im Wintergarten, doch am dritten Advent ziehen die ungewöhnlichen Zeitgenossen aus. Denn Roswitha Krebs trennt sich von ihnen. Für den guten Zweck. „Ich bin im Arbeitskreis Schatzkammer der St. Lambertus Kirche“, erzählt sie. Damit das Spendenbarometer ein wenig weiter nach oben schnellt, hat sie sich etwas überlegt. „Ich werde die Figuren zu Gunsten der Schatzkammer veräußern.“ Das tut sie am 13. Dezember in der Zeit von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr hinten im Turm, „da wo auch die Schatzkammer steht“.

Ausdrucksstark und einzigartig so lässt sich diese ungewöhnliche Drahtkunst von Roswitha Krebs wohl am besten beschreiben. Alle Skulpturen zeichnet eines aus: Sie alle sind handgefertigt und jedes einzelne ist ein Unikat. Foto: Tina Nitsche

Eine Einzelaktion, natürlich unter Einhaltung der Corona Maßnahmen. Aber eine, die zum einen für die gute Sache ist, zum anderen aber auch ein ganz individuelles Geschenk ist. Denn wiegesagt, bei den Skulpturen handelt es sich um Unikate, die es so nirgends zu kaufen gibt. Ab 80 Euro sind die besonderen Zeitgenossen, die übrigens nur in limitierter Auflage daherkommen, erhältlich. „Nach oben sind keine Grenzen gesetzt“, so Krebs. Ihr größter Wunsch ist es, das durch diese Aktion ein wenig Geld für die Schatzkammer zusammenkommt. „Und vielleicht gibt es da ja noch den ein oder anderen Künstler in der Gemeinde, der sich mit einer ähnlichen Aktion für unsere Schatzkammer stark machen würde“, hofft sie, das sich ihre Idee da noch ausbauen lässt. Tina Nitsche

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