Warten auf das Christkind

Alle Jahre wieder: Traditioneller Krippenaufbau in der St. Lambertus Kirche

ASCHEBERG. Am Montag gehörte die St. Lambertus Kirche quasi den „12 Aposteln“. So nämlich werden die 12 Seniorenmessdiener liebevoll genannt. Und die erfüllten eine traditionelle Mission: Den Krippenaufbau! Alle Jahre wieder mutiert die muntere Gruppe zum kreativen Handwerkertrupp. So auch am Montag. Da summte die Bohrmaschine, es wurden Holzteile passgenau zusammengefügt, „und Tannen aufgestellt“, ergänzte Küsterin Roswitha Krebs, die ebenso wie Pater Paul, die „12 Apostel‘“ unterstützte. Schließlich gab es jede Menge zu tun, und es waren viele kleine Schritte nötig, bis dann am Ende des Tages die Krippe stand.

Schritte, die ehrenamtlich ausgeführt worden sind. „Und das ist nicht selbstverständlich“, so Roswitha Krebs. Und ihr Dank gilt da nicht nur den fleißigen Helfern in der Kirche, sondern auch der Familien Schulze-Pellengahr. Die hat nämlich die zwei sechseinhalb Meter großen Tannen gespendet, wie auch die fünf Tannen hinter der Krippe. „Mehr noch, die Schulze-Pellengahrs haben die Tannen eigenhändig geschlagen und auch noch zur Kirche transportiert“, verriet die Küsterin. Will heißen, sonntags noch im Wald, haben die Bäume dann montags ihren neuen Platz in der St. Lambertus-Kirche eingenommen.

Logisch also, dass da morgens zunächst einmal das Aufbauen der Tannen für einen Teil des Helfertrupps anstand. Während die einen diese Arbeit übernahmen, bereiteten die anderen dann schon mal das Musik-Podest für die Krippe vor. Für die Helfer gab es jede Menge zu tun. Nach dem Aufbau wurde das Moos liebevoll dekoriert, und die Krippenfiguren aufgestellt. Nur eines war in diesem Jahr anders als sonst. Die ganzen Arbeiten fanden unter den notwenigen Corona Bedingungen statt. Und da hieß es dann auch: Verzicht auf die gemeinsame Stärkung in Form einer warmen Mahlzeit. „Normalerweise erhalten die Männer immer eine warme Mahlzeit und wir setzen uns zusammen, aber das mussten wir in diesem Jahr ausfallen lassen“, so Roswitha Krebs.

Die unverzichtbare Kraft

Was allerdings gleich blieb war eines: Die Liebe mit der die Männer ihrer Arbeit nachgingen, die gute Laune und die Tatsache, dass ein Mann bei dieser Aktion ebenfalls nicht fehlte. Wer das ist? Andreas Schröer. „Andreas hat damals schon als Schuljunge beim Krippenaufbau geholfen, dafür hat er dann sogar immer einen Tag schulfrei bekommen“, verriet Roswitha Krebs. Seit über 20 Jahren ist der junge Mann eine unverzichtbare Kraft im Helferkreis „Krippenaufbau“ und ist aus dem eingespielten Team auch nicht mehr wegzudenken. Denn, „Andreas weiß wo jede Schraube liegt, überdies sitzt bei ihm jeder Handgriff“.

Ohne die ehrenamtliche Hilfe der Seniorenmessdiener, die auch liebevoll die 12 Apostel genannt werden, wäre das Projekt Krippenaufbau gar nicht möglich. Foto: Tina Nitsche

Am Ende des Tages waren alle froh und dankbar, dass wieder einmal alles bestens geklappt hat. Lediglich auf eines müssen die Kirchenbesucher noch warten. Auf das Christkind. „Denn das Jesuskind wird immer erst Heiligabend in die Krippe gelegt“, so Roswitha Krebs. Die unermüdlichen Helfer hingegen haben ihr Handwerkzeug wieder eingepackt, in der Gewissheit, dass sie am Montag nicht nur zur Ehre Gottes, sondern auch zur Freude der Menschen im Einsatz waren. Tina Nitsche

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