Schaffen wir das?

Mike Hage stößt Hilfsprojekt für Flutopfer in Ahrweiler an

ASCHEBERG.  Die Flutkatastrophe hat Spuren hinterlasen. Deutliche Spuren. Alleine sind diese nicht zu bewältigen. Aber vielleicht wenn eine ganze Gemeinde unterstützt?

Mike Hage ist ein Mann, der gerne anpackt und hilft. Doch manchmal kann ein Mann eben nicht alles alleine stemmen. Deshalb ist der Fahrschulchef in diesem Fall auf Hilfe angewiesen. Um Menschen zu helfen, die mit den Folgen der  Flutkatastrophe kämpfen.

Er war vor Ort und weiß, dass den Menschen in den Hochwassergeschädigten Gebieten nachhaltig unter die Arme gegriffen werden muss.  Sein Hilfseinsatz dort beschäftigt ihn nach wie vor.  Die Bilder lassen ihn nicht los. „Es ist unvorstellbar. So muss es wohl ausgesehen haben, als Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut worden ist“, sagt Hage.

Kehrmaschinen werden benötigt

Er selbst war in Altenahr, und auch wenn er jetzt wieder zurück ist, so möchte er weiterhelfen. Und zwar mit Dingen, die dort wirklich am nötigsten gebraucht werden. „Aktuell sind das Kehrmaschinen. Die werden ganz dringend gebraucht“, weiß er, von Menschen die dort noch immer aktiv helfen. Einer, der von Tag eins an dabei ist, ist Markus Wipperfürth. Über dessen Kanal ist Mike Hage immer auf dem Laufenden und weiß somit was dringend benötigt wird.

Die Menschen im Ahrtal kämpfen vor allem mit enormen Staubwolken, die in der Luft hängen. „Deshalb wäre eine fahrbare Schwämmmaschine ebenfalls sinnvoll“, so Hage. Er hat sich bereits informiert und auch schon gebrauchte Kehrmaschinen angeschaut.

Allerdings kostet eine gute gebrauchte Kehrmaschine rund 20 000 Euro. „Das kann ich nicht alleine finanzieren, deshalb hatte ich die Idee, ob wir als Gemeinde Ascheberg da nicht gemeinsam aktiv werden können“, erzählt er. Im Hochwassergebiet ist jetzt angefangen worden mit der Straßenreinigung. „Wir reden hier von einer rund 40 Quadratkilometer großen Fläche, die zunächst gereinigt werden muss, um überhaupt erst einmal Grund reinzubekommen.“

Mike Hage denkt sogar weiter. „Man könnte die Kehrmaschine mit den Logos der Unternehmen die spenden, bekleben. Auf diese Weise würde man sogar noch Werbung machen können.“ Auch was die Fahrer anbelangt, die eine solche Maschine steuern könnten, hat er schon Ideen. „Wir hier von der Academy Fahrschule Mike Hage könnten auch Fahrer stellen, es können aber auch Rentner, die helfen möchten, eine solche Maschine steuern.“ Von seinem Einsatz in Altenahr will er gar nicht groß reden. „Da war Hilfe nötig, und da habe ich gerne unterstützt“, winkt er ab. Zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird, das ist für ihn selbstverständlich. Und das neben Familie und Beruf.

Bürgerstiftung mit im Boot

Am Freitagmorgen ist er deshalb auch zur Bank gegangen, um ein Spendenkonto einzurichten. Mit im Boot ist die Bürgerstiftung Ascheberg. Unter dem Stichwort „Flutopfer Ahrweiler“ können Ascheberger Unternehmen, Privatleute oder Vereine auf eines der  nachfolgenden Konten der Bürgerstiftungspenden: Sparkasse Westmünsterland IBAN: DE26 4015 4530 0037 6447 05 und Volksbank Ascheberg-Herbern IBAN DE73 4006 9601 0011 0040 00. „Vielleicht bekommen wir auf diese Weise dann das Geld für eine Kehrmaschine zusammen, die dort unten so dringend gebraucht wird.“ Alleine wie gesagt kann Mike Hage dieses Projekt nicht stemmen. Aber gemeinsam mit vielen weiteren Unterstützern wäre es durchaus realisierbar. „Damit würden wir den Menschen in dem Hochwassergebeutelten Gebiet einen großen Dienst erweisen.“

Bleibt jetzt nur noch eine Farge offen: Schaffen wir das?  Tina Nitsche

Info:

Hier noch einmal die Kontodaten der Bürgerstiftung:

Sparkasse Westmünsterland IBAN: DE26 4015 4530 0037 6447 05 Volksbank Ascheberg-Herbern IBAN DE73 4006 9601 0011 0040 00

Bitte das Stichwort „Flutopfer Ahrweiler“ unbedingt angeben.

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