Der sportliche Adventskalender

Mit einer ungewöhnlichen Idee bietet Anja Grund-Mohs für alle Bürger der Gemeinde Ascheberg Wohlbefinden in der Adventszeit

ASCHEBERG. Morgen ist es soweit. Da öffnen wir das erste Törchen vom Adventskalender. Derer gibt es viele. Mit Schokolade, mit Bildern, mit Socken – die Auswahl ist groß. In der Gemeinde Ascheberg gibt es nun jedoch einen besonderen Adventskalender. Einen Sportlichen! Und da verbergen sich hinter den Törchen nicht etwa Schweißbänder, Sportsocken oder ähnliches. Nein, hinter jedem Türchen verbergen sich in der Tat sportliche Einheiten und der Personal Trainer kommt dazu persönlich vorbei. Anja Grund-Mohs Fitnesstrainerin beim Ascheberger Kraftclub, hatte die Idee zu diesem etwas anderen Adventskalender.

Der Grund? „Ganz einfach“, sagt sie, „gerade in Zeiten von Corona ist vielfach Homeoffice angesagt, jetzt kommt noch die kalte Jahreszeit hinzu und da ist das dann mit der Bewegung so eine Sache“. Überdies darf Rehasport nicht stattfinden, die Pforten der Fitness-Studios sind geschlossen. „Also gar nicht so einfach mit den adäquaten Übungen, vor allem dann, wenn es hier und da zwackt“, erklärt Grund-Mohs. Und seien wir mal ehrlich, Nacken- oder Schulterverspannungen sind bei den meisten an der Tagesordnung. Logisch, die immer gleiche Haltung vorm Rechner ist da nicht gerade förderlich.

Für Jedermann kostenlos

Aber wie gesagt, die sportlichen Aktivitäten sind da momentan aufgrund von Corona-Beschränkungen eingeschränkt. „Ins Fitness-Studio kann da niemand. Also warum nicht den Spieß umdrehen, wenn man schon nicht ins Fitness-Studio kann, warum soll das Fitness-Studio dann nicht zu einem kommen?“ verdeutlicht Anja Grund-Mohs. Die Idee funktioniert ganz einfach und sie ist für jedermann kostenlos. „Jeder kann sich ein Törchen aussuchen, dann ruft er ab dem 1. Dezember unter 0 25 93 – 95 88 646 an und nennt dort seine bevorzugte Zahl zwischen eins und 24“, erklärt die Ideengeberin.

Am Dienstag wird das erste Kläppchen vom Andventskalender.  Und da kommt nun ein besonderer Adventskalender ins Spiel. Ein sportlicher, der auch genauso daherkommt, wie Anja Grund-Mohs verspricht. Foto: Tina Nitsche

Hinter jedem Kläppchen verbirgt sich eine sportliche Überraschung, die u.a. Gutscheine beinhalten. Anja Grund-Mohs bringt diese Überraschung dann persönlich vorbei und wird dann überdies   vor der Haustür mit dem Teilnehmer eine persönliche Fitnesseinheit absolvieren. „Wenn da jetzt einer zum Beispiel Nackenverspannungen oder Hüftprobleme hat, dann zeige ich ihm die passenden Übungen, die er dann ganz einfach zu Hause durchführen kann.“ Ferner gibt es die fachlich kompetente Beratung dazu.

„Wir wollen einfach einen Adventskalender bieten, der für das Wohlbefinden der Ascheberger Bürger sorgt. Anrufen darf jeder, ob sportlicher Neuling oder die Sportskanone.

Anja Grund-Mohs liefert die Gewinne persönlich bis zum 23. Dezember in Ascheberg, Davensberg und Herbern aus, auf Wunsch dann mit individueller Fitnesseinheit unter Einhaltung der Corona-Regeln. Ein Adventskalender der anderen Art. Aber einer, der für Wohlbefinden und durch die muskelaufbauenden Übungen auch für ein gesundes Immunsystem sorgt. Tina Nitsche

 

Info:
Wer ein sportliches Kläppchen öffnen möchte, der ruft ab dem 1. Dezember unter der Telefonnummer 0 25 93 – 95 88 646 an.

Auf der Autobahn 1 gibt es eine Vollsperrung. Bei Ascheberg ist die Autobahn in Richtung Dortmund durch einen Unfall blockiert.

Ascheberg – Auf der A1 sind drei Lkw miteinander kollidiert. Die Autobahn ist derzeit in Fahrtrichtung Dortmund voll gesperrt. Die drei Fahrzeuge krachten auf dem rechten Fahrstreifen ineinander.

Warum die drei Sattelzüge ineinander fuhren, wird derzeit von der Polizei ermittelt. Die Fahrer wurden zum Teil schwer verletzt und mussten in  die umliegenden Krankenhäuser gebracht werden.

Die Fahrbahn wird wohl noch länger gesperrt werden. Die Polizei warnt, dass die Autobahn in Richtung Dortmund für die Zeit der Unfallaufnahme und die Räumung noch bis in die Nachmittagsstunden gesperrt sein wird.

Wir berichten weiter.

 

Ascheberg erstrahlt in vorweihnachtlichem Glanz

80 Stechfichten zieren nun den Ortskern

ASCHEBERG. Wenn in diesem Jahr so manches nicht stattgefunden hat, so ist eines doch gewiss: Weihnachten kommt bestimmt. Auch in dem so denkwürdigen Jahr 2020.

Und da hat es sich die Kaufmannschaft Pro Ascheberg nicht nehmen lassen, einer mittlerweile liebgewonnen Tradition zu frönen. Am Samstag bewaffneten sich 15 Pro Ascheberg Mitglieder mit Kabelbindern, Handschuhen und selbstverständlich mit Masken. Dann machten sich die Damen und Herren an die Arbeit. Immerhin waren da insgesamt 80 Tannenbäume, die im Ort platziert werden wollten. Mit von der Partie war da selbstverständlich auch der Ascheberger Löschzug, der die beleuchteten Weinachtssterne aufhing,

„Allerdings“, so räumte Manfred Hölscher, zweiter Vorsitzender der Kaufmannschaft Pro Ascheberg ein, „haben sich die Arbeitsabläufe in diesem Jahr ein wenig anders gestaltet.“ Corona bedingt, damit auch die Abstände gewährt und die Regelungen eingehalten werden konnten, haben die Mitglieder und auch die Blauröcke in kleinen Gruppen sowie teilweise zeitversetzt gearbeitet.  „Was sein muss, muss sein“, so Hölscher. Dennoch hat die Gemeinschaft dafür gesorgt, dass der Ascheberger Ortskern pünktlich zum 1. Advent in weihnachtlichem Glanz erstrahlt.

Alles ist irgendwie anders in diesem Jahr. Auch das traditionelle weihnachtliche Schmücken des Ortes der Kaufmannschaft Pro Ascheberg verlief anders. Foto: tina Ntische

Wenn sonst schon nichts stattfinden darf, so bescheren wenigstens die geschmückten Tannenbäume und die beleuchteten Weihnachtssterne den Spaziergängern vorweihnachtliche Stimmung im Ortskern. Und dafür gebührt der Kaufmannschaft und den Blauröcken dann auch ein großes Dankeschön. Der arbeitsreiche Tag endete dann nicht wie gewohnt mit einem gemütlichen Ausklang im Jagdschlösschen. „Das geht in diesem Jahr aufgrund der Corona Regeln leider nicht“, so Alfons Grove. Dafür sorgte Ehefrau Gunhild dann dafür, dass die Arbeiter auf der Sandstraße mit einem Getränk verwöhnt wurden. Bleibt abschließend nur noch eines zu sagen: Wenn dieses Jahr auch alles anders ist,  die Vorweihnachtszeit in Ascheberg lässt sich so auf jeden Fall besinnlich genießen. Tina Nitsche

Himmlische Momente DAHeim

Neues Projekt in besonderen Zeiten

Ja, wer hätte es gedacht, dass das Jahr 2020 so anders wird? Das unser Leben an manchen Stellen quasi stillzustehen schien und das wir nicht mal eben alles so machen konnten, wie wir das eigentlich gewohnt waren. Aber ein kleines Virus hat nun mal dafür gesorgt, dass sich unser Leben und unser Alltag geändert hat.

Ob das alles nur schlecht war? Nein. So schwer die ganze Situation auch ist, sie hat doch durchaus auch etwas Gutes. Wir Menschen haben ganz neue Dinge für uns (wieder-) entdeckt. Den Garten, das Kochen, das Wandern, das Radfahren, die Natur…. Und seien wir doch mal ehrlich: Gerade die Natur hat uns in dieser ganzen Zeit so etwas von belohnt….

Ich für meinen Teil konnte ganz viel entdecken. Denn ich war sehr oft mit dem Rad in den drei Ortsteilen unserer Gemeinde unterwegs. Mit von der Partie war auch immer die Kamera oder das Handy. Fotografieren ist nun mal meine Leidenschaft. Viele Bilder sind dabei entstanden und in diesem Jahr bei mir im Whats App Status gelandet. Dort haben sie, so zumindest die Resonanz, viele von Euch erfreut.

Natürlich sollt Ihr auch einen kleinen Vorgeschmack bekommen. Hier anhand des Motivs für Februar.

Vor allem die Himmelsbilder haben dabei nicht nur auf mich eine Faszination ausgeübt. Und so ist die Idee entstanden einen neuen Schritt zu wagen: Einen eigenen Kalender aufzulegen. (übrigens auch, weil viele von Euch immer wieder gesagt haben: „Mensch mach doch aus all den Fotos mal einen Kalender) Beim Durchsehen der vielen unterschiedlichen Motive kristallisierte sich ein Titel dafür dann quasi ganz von alleine heraus. „Himmlische Momente DAHeim“. Einfach, weil die Himmel an manchen Tagen in unserer Gemeinde (Heimat) so krass schön und ungewöhnlich waren.

Dann kam die eigentliche Arbeit, die Auswahl der 13 Motive (wer die Wahl hat, hat die Qual 😊), das Bearbeiten und Setzen, millimetergenaue Anpassungen inclusive. Aber das ist vollbracht.

Nun sind die Kalender, die übrigens im DIN-A4 Format und einzeln eingeschweißt sind, auf dem Weg zu mir. Eine Limited Edition sozusagen. Denn es gibt nur eine begrenzte Stückzahl mit den schönsten himmlischsten Momenten, die in diesem besonderen Jahr „DAH“ zu sehen waren. Ich bin echt gespannt. Und abschließend kann ich für mich nur eines sagen: So zaubert jede ungewöhnliche Situation auch immer wieder Neues hervor….

Bliebe nun noch eines zu klären: Wo könnt Ihr ihn bekommen, den Kalender „Himmlische Momente DAHeim“? Ganz einfach:  Diese sind zum Preis von 14,50 Euro beim Raumausstatter Stöppler zu den Geschäftszeiten: dienstags und freitags von 15 Uhr bis 18 Uhr sowie mittwochs und samstags von 10 Uhr bis 13 Uhr erhältlich. (Da sage ich an dieser Stelle übrigens noch mal ganz lieben Dank an Steffi Stöppler, die mir hier eine Plattform bietet). Zudem ist der Kalender nun auch im Schnäppchenmarkt Ascheberg zu den Geschäftszeiten Montag – Freitag 9:00 – 18:30 Uhr und Samstag 9 – 16 Uhr erhältlich. Ferner könnt Ihr sie auch montags bis freitags von 18 Uhr bis 19 Uhr bei mir an der Dorfheide 1 in Ascheberg bekommen. Gerne könnt Ihr sonst auch eine E-Mail an himmlischemomente@web.de schreiben und vorreservieren.  Eure Tina Nitsche

Und hier noch einmal der Titel. (Oben ist er in der Darstellung angeschnitten, das liegt aber am Blogformat).

Kolpingsfamilie Ascheberg sagt Wanderung ab

Kolpinggedenktag findet Stand jetzt statt

ASCHEBERG. Das mit den Absagen kennen wir in diesem Jahr ja schon. Auch heute gibt es davon wieder eine. So fällt die am 14. November (Samstag) geplante Wanderung der Kolpingsfamilie Ascheberg Corona bedingt aus.

Der Kolpinggedenktag findet, so zumindest Stand jetzt, am 6. Dezember in abgeänderter Form statt. Um 10 Uhr gibt es einen Gottesdienst. Die Kolpinggedenkfeier ist um 16 Uhr in der Kirche mit einem kurzen Programm, das aus Ehrungen und Neuaufnahmen besteht. Dann schaut auch der Nikolaus vorbei, der Tüten für die Kinder im Gepäck hat. Wer daran teilnehmen möchte und Nikolaustüten haben möchte muss sich bei Martin Weiß unter Telefonnummer (0 25 93) 966 53 anmelden.  Tina Nitsche

Es bleibt ruhig an der Lüdinghauser Straße

Der geplante Hofverkauf mit der Veranstaltung „Ascheberg trifft sich“ ist gecancelt

ASCHEBERG. Ab Montag wird es ruhiger. Die neuen Corona-Regeln greifen. Was das bedeutet? In diesem Falle eine erneute Absage. Ihr erinnert Euch? Genau, da war ja noch etwas: Der geplante Hofverkauf an der Lüdinghauser Straße vom 5. bis zum 8. November. Zudem sollte am 6. November die Veranstaltung „Ascheberg trifft sich“ – in diesem Falle anders (wir berichteten) steigen. Doch nun haben Steffi Schulze-Wenning und Lutz Walter (auch im Namen für Ascheberg Marketing) alles abgesagt. „Da müssen wir uns an die Regeln halten“, sagen beide, auch wenn sich alle vielleicht etwas anderes gewünscht hätten.

„Der Standby-Modus ist somit aufgehoben“, seufzt Steffi Schulze-Wenning. Stattdessen bleibt es leer auf dem Hof an der Lüdinghauser Straße 17, wo eigentlich in der kommenden Woche Bewegung im Spiel gewesen wäre. Auch Lutz Walter hat die notwendigen Telefonate getätigt und den Künstlern Domenico de Angel und Andrea TiAmo abgesagt. Will heißen: Aller Vorfreude zum Trotz, auch in dieser Hinsicht bleibt es nun ruhig. Wie es weitergeht? Niemand weiß es so genau. Also heißt es nun für alle erst einmal abwarten. Sollte dann Neues geplant werden dürfen, dann erfahrt Ihr das natürlich hier. Tina Nitsche

Kinderbuchautorin Jutta Richter präsentiert den dritten Teil von Frau Wolle

 

HERBERN. In ihrem neuen Buch „Frau Wolle und die Welt hinter der Welt“ hat die Herberner Kinderbuchautorin Jutta Richter die von ihr erdachte Frau Wolle in ihr letztes von drei Abenteuern geschickt.
Das Warten hat damit endlich ein Ende. Jutta Richter hat den dritten und letzten Teil von Frau Wolle zu Papier gebracht. Und eins sei schon mal versprochen: Zum Schluss es wird alles gut. Die Geschichte von Frau Wolle zieht den Leser vom ersten Moment in ihren Bann. Eine ähnliche  Zauber- und Abenteuergeschichte, die Jung und Alt in ihren Bann zog, ist Harry Potter. Jutta Richter hat dieses Phänomen ebenfalls geschafft.

Die Autorin zeigt, wie phantasievoll die Welt hinter der Welt aussieht. Für alle Kinder, die zu Hause bleiben müssen, weil die Welt vor den Fenstern gefährlich geworden ist, für Schneekugelbesitzer und Katzenstreichlerinnen, beschreibt Richter liebevoll ihre Zielgruppe.

„Es ist meine Aufgabe als Autorin Parallelen zum derzeitigen Weltgeschehen mit ins Buch aufzunehmen“, betont Richter und verweist auf den Stomp, den besten König aller Zeiten für die großartigste Murkelei. Wer dahinter stecken könnte, dass müssen die Leser selbst raus finden. Eins sei gesagt, das letzte Abenteuer von Merle und Moritz rettet die Welt hinter der Welt.

Die druckfrischen Exemplare sind ab sofort in den Buchhandlungen erhältlich. Die Illustration hat wie in den ersten beiden Teilen auch hier Günter Mattei aus München übernommen. Frau Wolle und die Welt hinter der Welt ist für Jutta Richter mehr als nur eine Geschichte. „Es könnte mein Meisterwerk werden. Die Rezensionen sprechen dieselbe Sprache.“

Ob in Deutschland, Amerika oder Italien – wenn „La Richter“, wie sie in Italien genannt wird, auftaucht und aus ihren Büchern vorliest, kleben alle Zuhörer an ihren Lippen. Da man keine großen Lesungen in Corona-Zeiten geben kann hat sich Jutta Richter aber etwas anderes einfallen lassen.

Sie nutzt die sozialen Medien um ihre Leser zu erreichen. „Was mich besonders freut ist, dass die Kinder wieder anfangen zu lesen. Was gibt es denn Schöneres.“ Im übrigen gibt es zum Buch das Lied „Tutto andrá bene“ was soviel heißt wie: „Zum Schluss wird alles gut“. In Zeiten wie diesen sind solche Worte wichtiger denn je. Isabel Schütte

Lichtblicke in besonderen Zeiten

Isabel Schütte hat das Herberner Dorflicht erneut aufgelegt

HERBERN. Ja, die Zeiten sind momentan alles andere als normal. Meldungen überschlagen sich, die Corona-Zahlen steigen. Was wir Menschen brauchen? Ganz sicherlich einen Lichtblick am Ende des Tunnels. Und da kommt unsere Isabel ins Spiel. Denn sie weiß: „Lichtblicke kann es gerade in dieser Zeit gar nicht genug geben.“ Doch sie belässt es hier nicht einfach bei ein paar Worten. Nein, denen lässt sie Taten folgen. Wie? Mit einer Idee, die sie vor drei Jahren erstmals präsentierte und nun erneut aufgelegt hat: „Die Herberner Dorflichter.“

Was diese so besonders macht? Sie vermitteln Heimatgefühl. Ob die Frau mit Jück, das Schloss Westerwinkel, Schloss Ittlingen, das Heimathaus, die evangelische Kirche oder der letzte Wolf – Isabel hat eben diese Herbener Sehenswürdigkeiten kreativ aufgearbeitet und zu einem großen Ganzen zusammengesetzt. Das Resultat: Ein echter Hingucker in unterschiedlichen Ausführungen und edlem Design.  Denn die Herberner Sehenswürdigkeiten finden sich in einem Kreis zusammengefügt wieder. Mitten in besagtem Kreis wird es dann hell. Weil darin ist ein Teelicht platziert ist, das gerade jetzt auch zur dunkleren Jahreszeit für Gemütlichkeit sorgt. Doch dabei hat es die 46-Jährige nicht belassen. Von wegen ein Teelicht inmitten eines „silbernen Kreises“. Nein mit Naturmaterialien wie Beeren, Blättern, Gräsern oder Blüten hat sie dem Herberner Dorflicht noch das I-Tüpfelchen in Form einer ganz besonderen Note verpasst.

Und so zaubert dann jedes einzelne ihrer Werke einen kleinen Lichtblick in die Wohnungen derer, die sich ein solches Dorflicht zulegen. Diese sind übrigens zum Preis von 13 Euro an der Südstraße 12 in Herbern, nachmittags jeweils von 16 bis 18 Uhr erhältlich. Und noch eines: In Kürze erfolgt sogar eine Winteredition. „Da erhalten die Dorflichter dann einen besonderen Anstrich in den Farben weiß und braun-metallic lackiert“, erklärt Isabel Schütte.  Tina Nitsche

Vom Ernten und Säen

Oliver Uschmann über einen Dorfsommer in Corona-Zeiten

Glitzerwasser liegt auf den Buchsbaumblättern. Auf dem Pflaster bilden sich täglich neue Pfützen. Der Himmel wechselt zwischen kristallklarer Sonne und kurzen Regenstürzen. Petrus bringt genau das Wetter, das man Anfang Oktober erwarten darf und lenkt damit auf unverantwortliche Weise von der Klimakrise ab. Wie kann er es wagen?

Im Supermarkt liegen die Dominosteine. Ein Bagger hat gemächlich, aber gnadenlos die ehemalige Fundgrube weggeknabbert.

Wir schreiben den Herbst im ersten Jahr von Corona, den achten Monat der Epoche des „neuen Normal“. Als das letzte Mal so ein Wetter herrschte, war es Februar. Man sah noch die untere Hälfte der Gesichter aller Dorfbewohner, die Nachrichten waren multithematisch und einen Sprühspender zur Handdesinfektion gab es nur an der Theke von Benedikt Angelkort. Zwar kannte man bereits die schlechte Kunde von diesem seltsamen Virus aus China, doch der Karneval fand statt und die Leipziger Buchmesse versicherte noch eine Woche vor Startbeginn, dass sie ganz sicher stattfände. Dann kamen der erste Lockdown, die große Pause, die Klopapier-Not, der flugzeugfreie Himmel und die Stille auf der A1, deren Rauschen nicht mehr länger das halbe Dorf erfüllte.

 

Die Natur gedeithte prächtig und auch die Apelernte konnte sich sehen lassen. Fotos: Sylvia Witt
Gute Ernte

Seither leben wir alle anders, doch eines blieb unverändert, was ich an diesem Dorf so liebe: Man ist füreinander da. So etwa, als ich Ende August dringend Äpfel brauchte. Was war geschehen? Die Natur hatte sich in diesem von Regen und Sonne in perfektem Teamwork gesegneten Sommer nicht davon abhalten lassen, schamlos zu gedeihen, als hätten hoch bezahlte Philosophen nicht spätestens anlässlich der Pandemie davor gewarnt, sich weiter dem Dogma des Wachstums zu unterwerfen. Bei uns im Garten auf der Hombrede brachte der Apfelbaum nach einem Jahr Pause solide Ernte, dank eines herzhaften Erhaltungsschnitts im vorherigen Herbst. Dennoch reichte es nicht für die 50 Kilogramm, die Bernadin Schenk in seiner Mosterei an der Merschstraße als Mindestmenge pro Kunde ansetzt. Was macht man da in diesem wunderbaren Dorf?

Man telefoniert. Kein Facebook, kein Twitter und kein LinkedIn sind nötig, um die richtige Hilfe zu finden – in Herbern bilden die Menschen das soziale Netzwerk. In meinem Fall frage ich gerne Benedikt Angelkort, der im Keller seines Ladens vor den Bildschirmen sitzt wie einst Captain Picard auf der Brücke des Raumschiffs Enterprise. Oder Birgit Sendermann in der Fundgrube, die schon lange aus dem weggeknabberten Haus neben die Apotheke gezogen ist. Der Laden macht dort seinem Namen im doppelten Sinne Ehre. Zum einen, weil sich darin tatsächlich immer ein Spontankauf findet. Zum anderen, weil Birgit wirklich alles besorgen oder vermitteln kann. Ich würde mich nicht wundern, wenn sich über sie auch der heilige Gral auffinden ließe, oder zumindest ein paar kasachische Söldner, falls man im Bekanntenkreis mal ein paar Argumente untermauern muss. Dieses Mal verschaffte sie mir den Kontakt zu einem sehr netten Paar, dessen Apfelbäume zu zahlreich sind, um den Ertrag selber zu konsumieren. Ich durfte in Gartenhose und Sommerhut bei Ihnen pflücken, bis ich meine fünfzig Kilo zusammen hatte.

Die Batterie ist leer

Einige Wochen später. Die zweite Welle rückt an. Im Radio purzeln ständig die gleichen Verben durch den Auto-Lautsprecher. Jemand „warnt“ oder „zeigt sich besorgt“. Zügel werden „angezogen“ und Maßnahmen mal „verschärft“ und mal „gelockert“. Die Nachrichten sind monothematisch und Sprühspender zur Handdesinfektion gibt es längst überall. Bei Angelkort hängt er nicht mehr dezent an der Theke, sondern steht mitten im Raum, genau dort, wo wir in unschuldigen Zeiten unsere Bereitschaft zur Glasfaser per Unterschrift bekräftigen sollten. Gefühlt wählen wir Deutschen in ein paar Wochen den US-Präsidenten und Markus Söder ist Landesvater, Bundeskanzler und deutscher Kaiser. Neue Worte sind in das Vokabular der Deutschen eingezogen. Hässliche Worte, spaltende Worte, wie „Corona-Leugner“, „Schlafschaf“ oder „Covidiot“, in Gebrauch auf jeweils einer der beiden Seiten, die es anscheinend nur noch gibt in einem mentalen Bürgerkrieg, der das Dorf allerdings verschont hat. Zwischen Vogelrute und Westerwinkel, Südstraße und Papenbrede, habe ich diese Worte noch nicht gehört. Sie tropfen eher aus dem besagten Autoradio und machen mich furchtbar müde.

Die Batterie ist leer. Meine seelische, aber offenbar auch die des Wagens, denn beim Drehen des Schlüssels bleibt das Radio still. Kein Trump. Kein Drosten. Kein Söder. In einer Großstadt wäre nun Verzweiflung angesagt. Im Dorf radelt man zu Andreas Pflaum hinter der Tankstelle und hört: „Ich bin in zehn Minuten bei dir.“ Mehr noch: Man weiß, dass dies bedeutet, auf dem Rückweg ordentlich in die Pedale zu treten, denn schon nach sieben Minuten steht der Meister vor der Tür, überbrückt den Wagen und verschafft ihm über Nacht ein neues Kraftzentrum.

Böse Saat

Das Auto meinte zu mir, neue Batterie hin oder her, diese Kurzfahrten ins Dorf müssten nicht sein. Ich spreche viel mit Maschinen. Mit Pflanzen noch mehr, sicher, aber auch mit dem Wagen, dem Laptop, sogar der Spülmaschine. Es hilft. So bin ich also mit dem Rad ins Dorf runter für meine tägliche Runde. Immer Post, fast immer Fundgrube, manchmal Hönekop. Im Sommer stand die ganze Zeit unser neuer Roman Lost Levels auf dem Strandstuhl in der Schaufensterdekoration bei Benedikt, was meine Frau Sylvia Witt und mich besonders freute, da dieses neue Hartmut-Buch das erste ist, das auf unserem eigenen Verlag Edition Hombrede erscheint, den wir wie unsere Webseite nach der geliebten Straße benannt haben, die auf der ganzen Welt nur ein einziges Mal existiert.

Jetzt stehen Grablichter im Schaufenster und Besinnungsbücher, denn bald schreitet man an Allerheiligen über den Friedhof. Es steht zu hoffen, dass dort nicht passiert, was ich im Dorf heute hören muss. Ich sage nicht, von wem, aber ich halte es für glaubhaft. Das Denunzieren hat begonnen, diese böse Saat des Virus. Menschen schwärzen andere an. Die Gastronomie und den Einzelhandel, wenn in deren Räumen mal ein Kunde die Maske falsch trägt. Ich gebe zu, mich regt es auch auf, dass viele denken, Sars-Cov2 trete den Weg in den Körper über die Poren der Haut am Kinn an, aber niemals käme ich auf die Idee, einen kleinen, derzeit ohnehin kämpfenden Unternehmer zu denunzieren, weil einer seiner Kunden sich falsch verhält. Was soll der Unternehmer tun, im trubeligen Tagesbetrieb? Einen Sicherheitsmann einstellen für ein zusätzliches Gehalt in Zeiten der Krise, der nichts anderes macht, als Kunden niederzuringen, die sich nicht an die Gesetze halten? Und falls ja, wo sollen all diese Wachleute herkommen? Vielleicht sind die kasachischen Söldner ja doch noch zu besorgen.

Ich selbst bin vorsichtig bis zur Neurose, seit Monaten. Ich nehme die Gefahr sehr ernst. Zeugen werden wissen: Ich gehörte schon vor Corona zu denen, die bei jedem Besuch Benedikts Desinfektionsgerät leerpumpten. Meinen ersten Auftritt seit Monaten, in der Kaminwelt Neuer zu Lüdinghausen, habe ich auf der Bühne mit Maske gespielt! Aber dass die Krise sogar hier im Dorf wieder den „autoritären Charakter“ hervorbringt, wie Erich Fromm das einst nannte, das enttäuscht mich dann doch. Wenn der Virus sogar das soziale Netzwerk der Wirklichkeit in ein asoziales verwandelt, haben wir alle verloren, nicht nur gesundheitlich.

Ohne Maske läuft in diesem Jahr nichts. Foto: Sylvia Witt
Ein Schlückchen am Fenster

Die Morgendämmerung zieht auf über dem Acker hinter dem Haus. Dieses Jahr wächst wieder Raps, eine Augenweide. Weich tanzen die Stängel im Wind. Das Gelb der Blüten verbreitet Hoffnung. Der Kater hat mich schon um fünf geweckt. Es sei so viel zu tun, unter anderem endlich mal den Beitrag für Daheim – Die Dorfkolumne schreiben. Auf der Fensterbank steht ein Karton mit Apfelsaft, wie ein quadratisches Fässchen samt Zapfhahn. Ich ziehe mir einen und trinke. Er schmeckt besser denn je zuvor, denn er verbindet unsere Äpfel und die von lieben anderen Menschen. So soll es sein. Anders wäre der Wurm drin. Oliver Uschmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine-Welt-Gruppe lädt zum ganz besonderen Gottesdienst

Neue Marmeladenglas-Aktion startet

Am Sonntag, 25. Oktober, lädt die Eine-Welt-Gruppe Ascheberg um 10 Uhr zu einem besonders gestalteten Gottesdienst der Weltmission ein.  Das diesjährige Thema in der Pfarrkirche St. Lambertus lautet dann: „Selig, die Frieden stiften und Solidarität leben.“

Missio stellt dabei Westafrika in den Blickpunkt,. Denn diese Region zählt zu den ärmsten der Erde. Die Menschen dort leiden besonders unter Krieg und islamistischen Terror. Das Coronavirus überfordert die Gesundheitssysteme und verschärft zusätzlich die Konflikte.

Die Eine-Welt-Gruppe Ascheberg startet eine neue Marmeladenglas-Aktion. Foto: Eine Welt Gruppe Ascheberg

Nach dem Gottesdienst startet die Eine-Welt-Gruppe Ascheberg dann überdies eine neue Marmeladenglas-Aktion. „Jeder Cent zählt “ heißt es dann. Was es bedeutet? Ganz einfach in den Marmeladengläsern wird Kleingeld gesammelt.

Was für den einzelnen ein bisschen Kupfergeld ist, bedeutet in der Summe echte Hilfe für das Projekt „Unterstützende Hilfe für Menschen in Not “ in Lima/Peru.

Leere Gläser können aus der Kirche mitgenommen werden und mit Münzen gefüllt am Misereor Sonntag 2021, bei den Kontaktpersonen der Eine-Welt-Gruppe (Mechthild Rüschenschmidt / Maria Aßmuth) oder im Pfarrbüro abgegeben werden.