KFD sagt Bücherherbst ab

ASCHEBERG. Es tut uns ja leid, dass wir hier schon wieder mit einer Absage aufwarten. Aber das ist der derzeitigen Situation geschuldet. Um es kurz zu machen: Auch der für den 28. Oktober anberaumte KFD-Bücherherbst ist nun gecancelt. Das hat KFD-Teamsprecherin Birgit Bolte mitgeteilt.

Nicht etwa, weil jetzt hier Corona-Fälle aufgetreten wären, sondern als reine Vorsichtsmaßnahme und Reaktion auf die derzeit steigenden Zahlen. Einen Ausweichtermin gibt es nicht, somit dürfen wir uns dann auf das kommende Jahr freuen. Aber wie heißt es doch so schön? Ja genau: Vorfreude ist die schönste Freude! Tina Nitsche

Standby-Modus ist angesagt

Die ersten beiden Termine der geplanten Veranstaltungsreihe „Hofverkauf mit Ascheberg trifft sich“ sind definitiv abgesagt

„Wir stehen auf Standby!“ In einem Satz beschreibt Steffi Schulze-Wenning die derzeitige Situation. „Hätte ich eine Kristallkugel, würde ich da sehr gerne reinschauen, denn was heute wichtig ist, ist Morgen unter Umständen Geschichte“, fährt sie fort und kann deshalb nur für den Moment sprechen. Und da hat sie nun die Reißleine gezogen für den geplanten Hofverkauf, in den freitags dann jeweils die Veranstaltung „Ascheberg trifft sich“ integriert werden sollte.

Der Hoffnungsschimmer

Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt. Denn bis jetzt steht noch ein Termin: Vom 5. November bis 8. November steigt der Hofverkauf. Will heißen, dass sich Ascheberg dann am 6. November in der Zeit von 18 Uhr bis 22 Uhr trifft. Anders, nicht am Katharinenplatz, sondern an der Lüdinghauser Straße 17. Und mit dem nötigen Abstand. Musikalisch untermalt von Domenico de Angel und Andrea TiAmo.

Domenico de Angel und Andrea TiAmo sorgen am 6. November musikalisch für den richtigen Schwung bei der Veranstaltung „Ascheberg trifft sich anders“. Foto: Tina Nitsche

„Die anderen beiden Termine, also der Hofverkauf vom 22. bis 25. Oktober und der am 20. Oktober bis 1. November, die finden nicht statt“, macht Steffi Schulze-Wenning deutlich. Warum? Auch diese Frage lässt sie nicht unbeantwortet.

„Einer meiner Angestellten hatte Kontakt zu einer auf Covid 19 positiv getesteten Person“, sagt sie. Daraufhin hat sich die Aschebergerin umgehend mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung gesetzt.

„15 Minuten direkter Kontakt reichen aus, um sich anzustecken und das zieht dann unweigerlich die Quarantäne nach sich“, hat sie gelernt. „Ich konnte jetzt nicht sagen, ob der Kontakt 10 oder 12 Minuten gedauert hat, und wie genau der Abstand war.“ Sie hat deshalb die Konsequenz daraus gezogen. „Wir als Veranstalter haben schließlich eine Verantwortung und ich hatte ein ungutes Gefühl, deshalb haben wir uns dazu entschlossen die ersten beiden Veranstaltungen abzusagen.“

Für sie hat da die Gesundheit ganz klar Vorrang. Auch wenn es wirtschaftlich für sie sicherlich keine leichte Situation ist. „Wir waren startklar, und das in jeder Hinsicht. Ebenso wie Lutz Walter und Ascheberg Marketing als Veranstalter von Ascheberg trifft sich, sowie die musikalischen Gäste.“ Nun bleibt den Organisatoren nur eines. „Wir warten ab und bleiben im Standby-Modus.“  Tina Nitsche

Info:
Stand jetzt findet der Hofverkauf inklusive Ascheberg trifft sich für das dritte Veranstaltungsdatum (5- bis 8. November) statt. Dennoch betonen die Veranstalter, dass sie aufgrund der derzeitigen Corona-Situation da nur vom jetzigen Zeitpunkt ausgehen können. „Wir wissen nicht wie sich die Gesamtsituation weiterentwickelt, also werden wir auch da entsprechend reagieren“, so Walter und Schulze-Wenning abschließend.

 

Was die Zukunft wohl bringt?

KFD Ascheberg lädt zum Bücherherbst ins Pfarrheim

ASCHEBERG. Ob in Köln, Hamburg oder San Remo, die Fragen am Neujahrsmorgen sind die gleichen: Was bringt die Zukunft? OK, wir stehen hier nicht vor dem Neujahrsmorgen, aber gerade in dieser Zeit treibt auch uns zumindest die Frage um, nach dem was da wohl zukünftig kommt.

Aber zurück nach Köln, Hamburg und San Remo und damit back to the 50th. Denn hier nimmt die zweibändige Saga „Und die Welt war jung“ von Bestsellerautorin Carmen Korn ihren Auftakt. Drei Familien, drei Städte, ein Jahrzehnt. Startpunkt ist dabei der 1. Januar 1950. Und die Ausgangsfrage an diesem Morgen ist wie gesagt: „Was bringt die Zukunft?“ Klingt auf jeden Fall spannend. Mehr wird an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Nur so viel: Dieses Werk hat Uta Hansen am Mittwoch, 28. Oktober, auf jeden Fall mit im Gepäck, wenn die KFD ab 20 Uhr im Pfarrheim St. Lambertus zum Bücherherbst lädt.

Natürlich dürfen Leseratten da auch auf weitere unterhaltsame Büchertipps gespannt sein. „Männer in Kamelhaarmänteln“ klingt da ebenfalls sehr vielversprechend. „Das ist das neue Werk von Elke Heidenreich“, erklärt Uta Hansen und verspricht: „Das ist auf jeden Fall auch mit von der Partie beim Bücherherbst.“ Die Fachfrau von Bücher Schwalbe will für diesen Abend einen bunten Mix zusammenstellen. Neben Utas Lieblingsbüchern sind auf jeden Fall auch Jugend- und Kinderbücher, Krimis oder Bücher aus dem politischen Genre im Gepäck.

Damit verspricht der KFD-Bücherherbst, der natürlich unter den notwendigen Corona-Maßnahmen stattfinden wird, unterhaltsam zu werden. „Zumindest Stand jetzt“, erklärt KFD-Teamsprecherin Birgit Bolte, das die für den 28. Oktober geplante Veranstaltung, wie vieles andere in Zeiten wie diesen, mit dem Prädikat „unter Vorbehalt“ versehen ist. „Wir können in dieser Situation ja lediglich erst mal planen und müssen dann von jetzt auf gleich reagieren“, ergänzt Bolte.

Also, gehen wir vom jetzigen Zeitpunkt aus, wartet am 28. Oktober ab 20 Uhr ein buntes Lesevergnügen im Pfarrheim. Je nachdem wie sich die Corona-Situation entwickelt, müssen die Veranstalter jedoch flexibel bleiben, womit wir dann wieder bei der Ausgangsfrage wären: „Was die Zukunft wohl bringt?“ Tina Nitsche

Info:
Anmeldungen zum Bücherherbst sind aufgrund der aktuellen Situation erforderlich. Sie können telefonisch bei Maria Aßmuth unter 025 93 – 70 67  oder via Email unter info@kfd-ascheberg.de erfolgen.

Andere Zeiten – neue Wege

Corona hat bei Alexandra Speemann die kreative Seite zum Klingen gebracht

ASCHEBERG. Wie heißt es doch so schön? Ach ja: Es kommt immer darauf an, was du daraus machst. Gerade in Zeiten wie diesen, wo uns ein kleines Virus quasi kalt erwischt hat und nun immer mehr unser Leben bestimmt.

Doch diese Pandemie kann durchaus auch Positives bewirken, „uns neue Seiten offenbaren“, sagt Alexandra Speemann. Auch für sie hat sich vieles geändert in der Corona-Zeit. Aber sie hat sich davon nicht unterkriegen lassen. Im Gegenteil. Sie ist zur kreativen Höchstform aufgelaufen.

„Ich habe immer schon ein Faible für das Kreative gehabt“, erzählt sie. Oft hat sie da auch die Kreativ-Angebote der Kolpingfamilie genutzt. Außerdem hat sie schon immer mal gerne über den Tellerrand geschaut. „So haben ein paar Freundinnen und ich  mit großer Freude ab und zu Kurse der Floralen Manufaktur in Lüdinghausen besucht“. Und da hat sie ein Rüsthandwerk an die Hand bekommen, das sie nun hobbymäßig ausgebaut hat. Sie fertigt florale Kränze. Und das aus Naturmaterialien. „Als Hundebesizerin bin ich natürlich oft draußen unterwegs und in der Natur findet man Unmengen an Materialien.“

Kunst via Online Kurs

Sie hat sich auf neue Wege begeben. Hat auch die neue Form von Kursen absolviert, die seit dem Corona-Stillstand ganz neue Möglichkeiten eröffnen. „Statt Kurse mit Freunden zu besuchen, habe ich in diesem Fall das Angebot der Floralen Manufaktur genutzt, die Kurse online angeboten hat.“ Natürlich ist das anders, als live in einem Kurs zu sitzen. „Aber es hat durchaus auch Vorteile, man kann diese Kurse im eigenen Rhythmus absolvieren.“ Sich Zeit lassen, das ist auch etwas, was Alexandra Speemann in der Krise gelernt hat. Das allerdings „zieht auch viele Vorteile nach sich. Man geht Dinge viel entspannter an“.

Einfach mal den Blickwinkel ändern

Die Beschäftigung mit der floralen Kunst hat überdies ihren Blickwinkel geändert. „Man schaut jetzt anders, wenn man in der Natur unterwegs ist. Da sieht man so viele herrliche Materialien, da formen sich dann schon während des Spaziergangs immer neue Ideen im Kopf.“ Kastanien, Eicheln, Hopfen, ja selbst Disteln und Beeren faszinieren sie nun auf eine ganz andere Weise. „Ich kann aus all diesen Dingen etwas formen und das ist wunderschön“. Logisch, dass sie da auf dem ein oder anderen Spaziergang viele Dinge aufliest, die besonders jetzt zur Herbstzeit gerade auf dem Boden liegen.

„Man muss nicht immer alles kaufen“, sagt sie, wobei die Strohrömer, die als Grundgerüst für ihre großen Kränze gelten, dann schon angeschafft werden müssen. „Das Gute jedoch ist, man kann sie immer wiederverwenden, wenn beispielsweise mal ein Kranz nicht mehr schön aussieht. Manches ist dann einfach auf, viele andere Dinge kann man jedoch wieder benutzen und daraus Neues entstehen lassen.“ Bis das allerdings soweit ist, dauert es.

Bei Alexandra Speemann hat Corona die kreative Seite zum Klingen gebracht. Foto: Tina Nitsche

„Hier,“ weist die Aschebergerin auf einen wunderschönen Kranz aus Naturmaterialien im Wohnzimmer, „der ist sogar schon drei Jahre alt und immer noch schön.“ Gerade hat sie wieder ein Prachtexemplar fertig gestellt, das nun den heimischen Flur ziert. Verwendet hat sie bis auf den Stacheldraht – die Pflanze musste sie kaufen – nur Naturmaterialien, die sie im Garten und draußen in der Natur gefunden hat. „Da habe ich viele kleine Sträuße gefertigt, die ich dann in zu einem großen Kranz zusammengesteckt habe.“ Die Ideen gehen ihr nicht aus. „Und selbst wenn ich mal kreativen Input brauche, da bietet das Internet viele Möglichkeiten.“

Ihr Stil besticht durch Schlichtheit. Und gerade das lässt ihre Werke zum echten Hingucker werden. Selbst kleine Schalen peppt sie auf diese Weise auf. „Kränze lassen sich ja in allen Größen fertigen, und nicht immer benötigt man dafür einen Strohrömer.“ Die Corona-Zeit hat bei Alexandra Speemann die kreative Seite zum Klingen gebracht. Statt sich von schlechten Nachrichten runterziehen zu lassen, hat sie den Blickwinkel geändert. Oder anders ausgedrückt: Sie hat einfach das Beste aus der Situation gemacht. Denn genau darauf kommt es an. Tina Nitsche

 

 

Tobias Busch aus Herbern heute Abend bei Famemaker auf ProSieben zu sehen

 

Tobias Busch aus Herbern wird heute Abend (24.September) bei der neuen Musikshow „Famemaker“ auf Pro Sieben um 20.15 Uhr auf den Bühnenbrettern stehen.
Und so funktioniert Famemaker. Die Kandidaten performen live auf der Bühne, ihr Gesang ist allerdings unter einer schalldichten Glaskuppel nicht zu hören. Erst wenn einer der drei Juroren (Carolin Kebekus, Luke Mockridge und Tedros Teclebrhan) von der Performance überzeugt ist und einen Hebel betätigen, können diese  auch hören, was sich unter der Kuppel abspielt. Das neue Format ist  quasi wie „The Voice of Germany“, nur umgekehrt. Besonders interessant wird es, wenn der Kandidat überhaupt nicht singen kann, denn am Ende muss der „FameMaker“ mit seinem Kandidaten einen Auftritt inszenieren und einen Song produzieren. Wer die Show gewinnt, entscheiden am Ende der Finalshow die TV-Zuschauer per Voting. Wir wünschen Tobias Busch auf diesem Weg viel Glück für seinen Auftritt.  Isabel Schütte

Oma Gertrud und die Nachrichtenzentrale

Meine Oma Gertrud (92) hat sich nach einem halben Jahr im Seniorenheim eingelebt. Eigentlich ist sie  auch nicht im „Heim“. Sie ist, wie sie selbst immer betont, nur zur Kurzzeitpflege und kommt bald wieder zurück nach Hause. Wir bestätigen das so, tut ja keinem weh. Ich denke schon, dass es nicht einfach ist, sein altes unabhängiges Leben mit einem Platz im Pflegeheim einzutauschen.

Auf jeden Fall mischt sie nach alter Manier alles auf und bringt frischen Wind in die Senioren-WG. Einen männlichen Bewohner möchte sie am liebsten um stylen. „Der hat immer das gleiche an, das geht doch nicht“, weiß sie genauestens zu berichten. Doch der Herr ist unbeeindruckt. „Hauptsache es ist warm“, hat er ihr wohl mit auf den Weg gegeben. Pläuschchen halten ist mit den Masken etwas schwierig, aber das Telefon ist Oma Gertruds stetiger Begleiter. In ihrem Zimmer ist definitiv die Nachrichtenzentrale. Von hier aus geht alles was man wissen und auch nicht wissen will in den Dorf Funk über.

Ein besonderes Highlight ist auf jeden Fall immer der Besuch vom Hausarzt. Dieser bestätigt Oma Gertrud an den meisten Tagen, dass sie fit ist und es besser nicht geht. Also wenn dieser Satz gefallen ist, fühlt sie sich auch besonders gut.

Doch das ist noch lange nicht alles. Oma Gertrud hat seit über zehn Jahren einen Telefonfreund. Hans ist auch über 90 und lebt im Pflegeheim in Bergisch-Gladbach. Mindestens 5-mal täglich telefonieren die beiden zusammen. Was sie sich dann erzählen, ich glaub ihr wollt es gar nicht alles wissen. Da werden manchmal Witze erzählt, da stimmt der Spruch „Je öller desto döller“. Wenn man zufällig im Zimmer ist wird auch gerne der Hörer weitergereicht. Ich weiß nie, was ich Hans sagen soll. Wir beschränken uns meistens auf das Wetter.

Das wars erstmal. Und wenn dein Tag nicht so toll ist, macht es wie Oma Gertrud,… einfach mal eine Runde tanzen. Dann sieht die Welt schon wieder etwas bunter aus. In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Woche. Isabel Schütte

„Die Bürger mit einbeziehen“

Drei Fragen an Thomas Stohldreier

Am 13. September sind die hiesigen Kommunalwahlen. Dabei wird in der Gemeinde Ascheberg auch das Amt des Bürgermeisters neu besetzt. Mit Thomas Stohldreier und Monika Verspohl gehen für die Nachfolge von Dr. Bert Risthaus gleich zwei Kandidaten ins Rennen. Wir haben beiden Kandidaten unabhängig voneinander drei Fragen gestellt. Wie Thomas Stohldreier diese Fragen beantwortet, das lest Ihr hier:

 

DAHeim: „Wie können Sie sich eine Transparenz bei Verwaltungsabläufen für Bürger vorstellen?“

Thomas Stohldreier: „Ich glaube, es wird zukünftig immer wichtiger, dass wir über verschiedene Kanäle informieren. Da reicht die Zeitung alleine nicht aus. Wenn wir die Informationen über viele verschiedene Kanäle fließen lassen, dann können wir die Bevölkerung im Vorfeld mitnehmen. Damit erzielen wir die besten Ergebnisse, die dann auch von einem Großteil der Bürgerinnen und Bürger akzeptiert werden. Zudem können wir auf diese Weise dann auch immer mal wieder vorstellen, was wir vorhaben.

Weiterhin würde ich mich dafür einsetzen, die Sitzungen im Rathaus zu streamen. Denn auch da können wir die Bevölkerung mitnehmen und an unseren Planungen teilhalben lassen. Die Bürgerinnen und Bürger könnten dann die Sitzungen ganz bequem vom Sofa aus verfolgen und würden auf diese Weise ganz viel mitbekommen.“

 

DAHeim: „Wie möchten Sie zukünftig das Wohnen und Arbeiten in der Gemeinde gestalten?“

Thomas Stohldreier: „Beim Thema Wohnen steht für mich fest, dass wir in allen drei Ortsteilen Bauplätze und auch bezahlbaren Wohnraum schaffen müssen. Ebenso müssen wir uns um die Frage kümmern, wie wir erreichen können, dass ältere Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten ihr Haus gegen eine bezahlbare Wohnung zu tauschen, wenn sie sich verkleinern möchten. Das kann dann auch eine Riesenchance sein, um nicht nur auf die Erschließung neuer Baugebiete zu setzen. Vielmehr hätten wir da dann auch eine Nachnutzung im Blick.

Wichtig ist mir außerdem, dass es ein Wohngruppenangebot für pflegebedürftige Senioren in Davensberg gibt, damit auch sie in ihrer Heimat bleiben können. Wir müssen da auf diesem Sektor mehr tun, da unsere Gesellschaft älter wird.

Wenn es um das Stichwort Arbeit geht, haben wir glücklicherweise in der Gemeinde einen guten Branchemix. Der hat uns gut durch die Krise geführt und ich hoffe, dass das so bleibt. Deshalb ist es wichtig gute Rahmenbedingungen für Betriebe zu schaffen. Dazu zähle ich u.a. Erweiterungsmöglichkeiten, aber auch den Ausbau von Kooperationen wie sie derzeit bspw. mit der Profilschule bestehen. Ganz wichtig ist es ferner, eine Verlässlichkeit bei den Steuern zu haben.

Die Schaffung einer guten Infrastruktur ist ein weiterer Punkt. Da sind wir dabei, zum Beispiel bei der Profilschule. Zudem muss die Mobilität angepasst werden. Dazu planen wir im November eine Mobilitätsbefragung, um ein Mobilitätskonzept erstellen zu können, aber auch mehr Möglichkeiten für Bus- und Radverkehr zu schaffen. Das ist für alle Gesellschaftsschichten wichtig.

Weiterhin bin ich mir sicher, dass es künftig mehr Homeoffice-Arbeitsplätze geben wird, da können wir uns in der Gemeinde bereits über eine gute Struktur freuen. Denn hier liegt schon überall Glasfaser und wir müssen da vor allem schauen, dass wir auf dem neuesten Stand bleiben.

Als weiteren Punkt möchte ich noch auf die Einführung der E-Akte verweisen, um so Arbeit von zu Hause aus zu ermöglichen.“

 

DAHeim: „Welche Projekte könnten Sie sich zum Thema Umwelt-/Klimaschutz in der Gemeinde Ascheberg vorstellen?“

Thomas Stohldreier: „Da geht es um Mobilität aber auch um E-Bike- und Car-Sharing. Vielleicht kann dafür dann der Zweitwagen wegfallen. Dieser Sektor ist ein zartes Pflänzchen, damit müssen wir behutsam umgehen. Um die E-Mobilität weiter fördern zu können, benötigen wir vor allem eine andere Lade-Infrastruktur.

Eine wichtige Rolle spielen da weiterhin die Fahrrad-Poller, die für alle drei Ortskerne entwickelt werden. Es gibt schon einen Prototyp. Denn so können die Bürgerinnen und Bürger ihre Fahrräder sicher anketten, was auf der anderen Seite dann vielleicht auch viele animiert, den Weg in den Ortskern mit den Fahrrad zurückzulegen, wenn sie Besorgungen machen möchten.

Ein nachhaltiges DAH ist in meinen Augen die Keimzelle für gute Ideen. Damit die dann umgesetzt werden können, benötigen wir einen gewissen Haushaltsansatz.  Gute Rahmenbedingungen führen zu guten Ergebnissen. Ebenso wenn man Projekte gemeinsam anpackt. Will heißen, wenn wir die Menschen an Projekten beteiligen, anstatt sie von oben vorzugeben.

Wenn ich Bürgermeister werde, möchte ich ferner den papierlosen Rat vorschlagen und auch schauen in welchen Bereichen wir noch auf Papier verzichten können. Da gibt es sicherlich noch so einiges an Potential.“

Foto / Interview: Tina Nitsche

 

„Gespräche mit Bürgern sind unerlässlich“

Drei Fragen an Monika Verspohl

Am 13. September sind die hiesigen Kommunalwahlen. Dabei wird in der Gemeinde Ascheberg auch das Amt des Bürgermeisters neu besetzt.

Mit Thomas Stohldreier und Monika Verspohl gehen für die Nachfolge von Dr. Bert Risthaus gleich zwei Kandidaten ins Rennen. Wir haben beiden Kandidaten unabhängig voneinander drei Fragen gestellt. Wie Monika Verspohl diese Fragen beantwortet, das lest Ihr hier:

DAHeim: „Wie können Sie sich eine Transparenz bei Verwaltungsabläufen für  die Bürger vorstellen?“

Monika Verspohl: „Ich möchte möglichst alle Menschen in Ascheberg, Davensberg und Herbern erreichen. Dafür gibt es verschiedene Wege. Einfach und unkompliziert ist z. B. ein digitaler Newsletter, der Bürgerinnen und Bürger u. a. über aktuelle Vorgänge/Themen in der Verwaltung, Ratsbeschlüsse und Termine in den drei Orten informiert.

Darüber hinaus ist eine gute Pressearbeit nötig und eine Homepage der Gemeinde, die Prozesse und Planungen der Verwaltung transparent und übersichtlich darstellt. Und bei wichtigen Entscheidungen sind aus meiner Sicht Gespräche mit den betroffenen Bürgern und Bürgerinnen unerlässlich – sei es nun in einer kleinen Runde in Sprechstundenform oder bei einer größeren Versammlung.“

 

DAHeim : „Wie möchten Sie zukünftig das Wohnen und Arbeiten in der    Gemeinde gestalten?“

Monika Verspohl: „Zunächst einmal ist es wichtig, dass es für jede Lebenssituation und jeden Geldbeutel passenden Wohnraum gibt. Das lässt sich auf unterschiedlichen Wegen erreichen – neuer Wohnraum kann sowohl in Neubaugebieten als auch im Bestand durch Um- und Ausbau entstehen. Dafür möchte ich gerne eine kommunale Beratungsstelle schaffen, an die sich Bürgerinnen und Bürger beim Thema Wohnen wenden können, z. B. wenn ihr Einfamilienhaus zu groß geworden ist und sie es gerne zu einem Zweifamilienhaus umbauen würden.

Beim Aspekt Arbeit ist es von essenzieller Bedeutung, die ortsansässigen Unternehmen zu unterstützen und ihnen gerade jetzt in der Krise zu helfen. Außerdem muss die Gemeinde ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleiben.“

 

DAHeim: „Welche Projekte könnten Sie sich zum Thema Umwelt-/Klimaschutz in der Gemeinde Ascheberg vorstellen?“

Monika Verspohl: „Ich denke, dass es eine Mischung aus kleinen, leicht umzusetzenden Maßnahmen und größeren, langfristig anlegten Projekten sein muss. Mehr Grünflächen für Artenvielfalt und eine grüne Verwaltung, die in Sachen Umweltschutz mit gutem Beispiel vorangeht, sind recht schnell zu realisieren.

Größere Ziele sind z. B. eine Stärkung des Fahrradverkehrs sowie des ÖPNV, um Autofahrten so gut es geht überflüssig zu machen, sowie der Ausbau von Photovoltaik-, Solar- und Windkraftanlagen zur Energiegewinnung.“

 

Foto/Interview: Tina Nitsche

Die Bürgermeisterkandidaten im Duell beim JRK in Herbern

Jugendliche laden ein

HERBERN. Im Rahmen der Kommunalwahl am 13. September steht auch die Bürgermeisterwahl an. Mit Monika Verspohl und Thomas Stohldreier sind zwei Kandidaten in der Gemeinde Ascheberg aufgestellt. Beide wollen in die Fußstapfen von Dr. Bert Risthaus treten. Am Donnerstag folgten die Anwärter der Einladung des Jugendrotkreuzes (JRK) am neuen Standort des DRK im Jochen Klepper Haus. Jugendrotkreuzleiter Peter Koch führte durch den Abend.

Die Jugendlichen hatten sich perfekt auf den Besuch vorbereitet. Fragen wie: Warum gibt es einen Seniorenrat aber Jugendliche werden nicht angehört? Welches Emoj mögen Sie am liebsten  und  was beide Kandidaten in der Gemeinde verändern wollen wenn sie das Amt des Bürgermeisters bekleiden brannte den Jugendrotkreuzlern ebenfalls auf den Nägeln.

Daumen hoch und ein Smiley für die Kandidaten

Während Thomas Stohldreier am liebsten den „Daumen hoch- Emoji“ betätigt verriet Monika Verspohl das ihr Favorit der lachende Smiley ist.  Beide Kandidaten wollen den Jugendlichen auch in Zukunft mehr Gehör geben und die Busverbindungen in die umliegenden Städte und Gemeinden soll verbessert werden.  „Wir müssen auch in Zukunft eine attraktive Gemeinde bleiben“, sagte Stohldreier.  Monika Verspohl verriet, dass ihr Nachhaltigkeit sehr wichtig ist aber sie auch hier noch viel lernen kann. „Ich versuche schon so gut es geht auf Plastik zu verzichten. Aber bei diesem Thema lernt man nie aus.“

Ein Unentschieden für Stohldreier und  Verspohl

Ein besser oder schlechter gab es an dem Abend nicht, beide Kandidaten präsentierten sich souverän und Bürgernah. Stohldreier wie Verspohl gingen auf die Fragen der Jugendlichen ein und gaben viel persönliches preis. Thomas Stohldreier hat zum Beispiel immer seinen Organspenderausweis dabei und Monika Verspohl hat schon dreizehn mal Blut gespendet. Beide lobten den Einsatz der Ehrenamtlichen und das politische Interesse der Jugendlichen.

Am Ende des Duells konnte sich jeder sein eigenes Urteil bilden und diejenigen die schon wählen dürfen sollten ihre Stimme in zwei Wochen abgeben.Isabel Schütte

Madonna wurde wieder aufgehübscht

Ewald Gausepohl hat bereits zum zweiten Mal der Madonnen-Statue im Garten des Malteserstiftes zu neuem Glanz verholfen. Foto: Schütte

HERBERN. Seit vergangener Woche erstrahlt die Madonnen-Figur im Garten des Malteserstiftes St. Benedikt wieder im neuen Glanz. Malermeister Ewald Gausepohl hatte sich dieses Projekts angenommen.

Vor dreißig Jahren habe ich die Madonna schon einmal auf Vordermann gebracht“, betont der Malermeister. Rund zwölf Stunden Arbeit hat das ganze Prozedere mit sich gebracht.

Die Steinfigur wurde erst einmal gewaschen und gesäubert. „Die kleinen und feinen Ecken sind hier immer ganz besonders zu beachten. Der Staub von dreißig Jahren ist nicht zu unterschätzen“, sagt Ewald Gausepohl mit Blick auf die Madonnen Figur. Ebenfalls musste die richtige Farbauswahl getroffen werden, denn die war kaum noch zu erkennen. Aber der Herberner ist von Grund auf Profi und die Farbpalette hatte er ebenfalls noch im Kopf abgespeichert. Martin Rodenstein, Geselle im Malerfachbetrieb unterstützte seinen Chef bei der Restaurierung.

Gausepohl ist froh, dass die Madonna mittlerweile geschützt in der eigens für sie hergestellten kleinen Grotte steht. Denn Taubenkot hatte damals die Statue arg in Mitleidenschaft gezogen. „Dass war dieses Mal wesentlich besser und damit auch einfacher.“

Die Heimleiterin des Malteserstiftes St. Benedikt, Nicole Fischer, lobt den ehrenamtlichen Einsatz von Ewald Gausepohl. Nachdem die Joseph und Jesus-Figuren im vergangenen Jahr eine Rundum-Restaurierung von Bildhauer Andreas Fabritius bekommen haben ist jetzt die kleine Ecke mit der Madonna auch wieder hübsch anzusehen. Isabel Schütte