Der jüngste Schiri beim SVH

Romeo hat die Corona-Krise für sich genutzt

HERBERN. Schiedsrichter sind ein rares Gut. Der 14-Jährige Romeo vom SV Herbern hat die Corona-Krise für sich genutzt um in der nächsten Fußball-Saison zum blau-gelben SVH-Trikot auch ein gelbes überstreifen zu können. Das macht nicht nur den 14-jährigen stolz, sondern auch Schiedsrichterobmann Florian Suthues sowie den ersten Vorsitzenden Jürgen Steffen. Mit seinen vierzehn Jahren ist Romeo der derzeit jüngste Schiedsrichter beim SVH aber auch im Kreis Münster.

Fußball ist Romeos Leidenschaft. In der C1 ist der 14-jährige als Torwart gesetzt. Nun kommt für ihn das Ehrenamt des Schiedsrichters dazu. Eigentlich darf man dieses Amt erst ab 15 Jahren bekleiden, aber Romeo hat im September Geburtstag. „Vorher wird voraussichtlich kein Spielbetrieb stattfinden, deshalb wird das passen“, sagte der erste Vorsitzende. Während seine Kumpels an der Playstation hingen,  hat Romeo sich in der Corona-Zeit um den theoretischen Teil der Schiedsrichter Ausbildung gekümmert.

Bevor der Schiedsrichternachwuchs das erste Mal ein Spiel in Eigenverantwortung pfeifen darf, muss Romeo das Regelwerk aus dem Eff-eff beherrschen. Aber nicht nur im Kopf heißt es fit zu sein, auch körperlich. Schließlich sind Schiedsrichter genauso wie die Spieler immer am Spielgeschehen beteiligt. „Das war alles kein Problem. Hab ich alles gut geschafft“, so der 14-jährige. In Münster hat er jetzt erfolgreich seine Schiedsrichter-Prüfung abgelegt.

Der SVH teilt dabei das Problem der anderen Fußballvereine, den Referees sind Mangelware. Der Vorsitzende weiß das und lobt das Engagement der Männer und Jugendlichen, die vor allem an den Wochenenden auf den Plätzen stehen und nicht immer davor gefeit sind, der „Buh-Mann“ des Spieles zu sein. Ganz gleich, ob von Spieler- oder Zuschauerseite. Der SVH will Romeo in seiner neuen Funktion unterstützen. „Wenn die Spiele weiter weg sind fahren wir ihn auch hin. Das ist überhaupt kein Problem“, versprechen Jürgen Steffen und Florian Suthues.

Falls es weitere Interessenten für das Amt des Schiedsrichters gibt, können sich diese über die Homepage (www.svh-herbern.de) des Vereins melden. Isabel Schütte

Foto: Isbel Schütte

Leseratten kommen wieder auf ihre Kosten

Die öffentliche Pfarrbücherei St. Lambertus Ascheberg öffnet wieder

ASCHEBERG. Endlich ist es wieder soweit: Ab Morgen (21. Juni,) öffnet sie wieder, die öffentliche Bücherei KöB St. Lambertus Ascheberg. Und das wird vor allem all die großen und kleinen Leseratten freuen. Denn was kann es Schöneres geben, als mal für einen kurzen oder längeren Moment in andere Welten abzutauchen?

Wer sich nun fragt zu welcher Zeit es losgeht, dem sei gesagt: Ab 10 Uhr. Die Pfarrbücherei hat dann nach langer (Corona-) Pause wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Das allerdings, mit den nötigen Schutzmaßnahmen.

Darauf müsst Ihr Euch beim Besuch einstellen:

  • Es gibt ein Einbahnstraßensystem (Die Bücherei wird über die Tür zum Pfarrheim vom Pfarrgarten aus betreten und wie gewohnt über die Ausgangstür (Kirchplatz) verlassen
  • Maximal 1-2 Personen pro Haushalt dürfen sich gleichzeitig in der Bücherei aufhalten.
  • Insgesamt dürfen maximal 3 Personen gleichzeitig im Raum sein.
  • Die Kontaktdaten der Leser werden erfasst (Uhrzeit, Name, Adresse, Telefonnummer)
  • Es gelten die Abstandsregeln von 1,5 bis 2 Metern
  • Für die Rückgabe der Medien muss der bereitgestellte Korb genutzt werden, da diese Medien 72 Stunden gelagert werden müssen, bevor sie wieder in den Verleih gehen dürfen.

Es gibt einiges zu beachten. Regeln, die vorgegeben sind. Und da bittet das Büchereiteam um Verständnis. Viel schöner ist jedoch vielmehr: Das es endlich wieder losgeht! Tina Nitsche

Gottesdienst im Freien

HERBERN. In diesem Jahr ist alles anders. Viele Veranstaltungen fallen flach oder finden in veränderter Form statt. Das betrifft auch die Prozession nach Westerwinkel am kommenden Sonntag. Diese findet nicht in gewohnter Weise statt, wie die Katholische Kirchengemeinde St. Lambertus mitteilt.

Dennoch wird die Heilige Messe am Sonntag, 21. Juni, besonders. Denn sie zumindest wird wie sonst auch zur Prozession im Schlossinnenhof von Westerwinkel gefeiert.

Da hier die Abstandsregeln eingehalten werden müssen, werden Besucher gebeten, sich rechtzeitig im Schlossinnenhof einzufinden. Auf Bannerabordnungen der kirchlichen Vereine sowie Verbände muss allerdings verzichtet werden. Bannerträger dürfen aber in Uniform am Gottesdienst teilnehmen. Wie gesagt: Die Prozession an sich jedoch fällt aus. Tina Nitsche

Herberner Kartoffelfest fällt aus

Herberner Adventskalender wird trotzdem aufgelegt

HERBERN. Events und Großveranstaltungen werden aufgrund der Corona-Krise noch bis mindestens Ende Oktober nicht stattfinden. Auch das Herberner Kartoffelfest, das für den 24.Oktober geplant war, wurde jetzt von der Kaufmannschaft Herbern Parat e. V. abgesagt. Dem ersten Vorsitzenden der Kaufmannschaft Herbern Parat, Thomas Ritz, haben wir dazu drei Fragen gestellt.

DAHeim: „Herr Ritz, nach dem Frühlingsfest fällt auch das Kartoffelfest ins Wasser. Wie ist die Stimmung bei der Kaufmannschaft?“
Thomas Ritz: „Das, nach dem Frühlingsfest 2020, nun auch der traditionelle Kartoffelsamstag 2020 nicht stattfinden kann, ist natürlich für die Kaufmannschaft ein herber Schlag. Hierbei denken wir aber auch an die vielen Besucher aus der Gemeinde Ascheberg, den vielen Gästen aus dem Umland und den vielen Heimkehrern die in den Jahren zuvor extra zum Kartoffelfest weite Anreisen auf sich nehmen um am Kartoffelsamstag viele Freunde und Bekannte wieder zu sehen und einen schönen Tag in der Heimat verbringen zu wollen.
Leider lässt es die aktuelle Situation um COVID-19 und die Vorgaben der Bundesregierung nicht zu, solche Veranstaltungen durchzuführen.
Die Entscheidung der Bundesregierung, die Regelungen zur Durchführung von Großveranstaltungen von 31. August 2020 bis zum 31. Oktober 2020 zu verlängern hat uns gestern vor der Vorstandstandsitzung von Herber-Parat e.V. erreicht.  Im Grunde gab es keinen Handlungsspielraum und die Entscheidung zur Absage des Kartoffelsamstag 2020 war auf dieser Grundlage nicht anders zu treffen.  Nun reiht sich der Kartoffelsamstag 2020 in die Vielzahl von Veranstaltungen ein, die in diesem Jahr nicht stattfinden können. Hinsichtlich der Gefährdungslage und der Verantwortung die wir als Veranstalter gegenüber den Besuchern solcher Veranstaltungen tragen, ist diese Entscheidung alternativlos.

Der Wegfall solcher Veranstaltungen ist naturgemäß dem lokalen Einzelhandel, der Gastronomie, und den sonstigen Dienstleistungsunternehmen vor Ort nicht  zuträglich, gerade in den schon aktuell sehr schwierigen Zeiten. Die Mitglieder von Herbern-Parat e.V. und auch Pro Ascheberg setzen weiterhin viel Vertrauen in die Bürger der Gemeinde Ascheberg zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft.
Wir hoffen nun, dass wir im kommenden Jahr 2021 solche Feste wieder gemeinsam durchführen und genießen können, wenn auch noch nicht klar ist, in welcher Form und welche begleitenden Maßnahmen dazu notwendig sein werden. Für uns steht aber ganz klar die Gesundheit jedes einzelnen Besuchers und Teilnehmers im Vordergrund. Das wird in den Planungen kommender Veranstaltungen ein übergreifender Punkt sein, dem wir noch mehr Gewicht geben werden, neben den schon aktuellen sicherheitsrelevanten Maßnahmen.“

DAHeim: „Wie weit waren die Vorbereitungen für das Fest schon fortgeschritten?“
Thomas Ritz: „Nach der Absage des Frühjahrmarktes 2020, in dem schon sehr viel organisatorischer Aufwand geflossen war, haben wir abwartend auf die weitere Entwicklung geschaut und grobe Rahmenplanungen vorgenommen. Tiefergreifende Detailplanungen wurden aber noch nicht durchgeführt. Wie sich nun zeigt (leider) auch zurecht.  In der gestrigen Vorstandssitzung wollten wir die weitere Planung zum Kartoffelsamstag 2020 besprechen.  Ein kurzer Punkt auf der Agenda.  Wir richten aber den Blick nach vorne.“

DAHeim: „Wird es in diesem Jahr wieder einen Adventskalender in Kooperation mit dem SV Herbern geben?“
Thomas Ritz: „In der Vorstandsitzung am gestrigen Abend wurde einstimmig beschlossen, den Adventskalender auch im Jahr 2020 wieder aufzulegen. Es werden nun Abstimmungsgespräche mit den Verantwortlichen des SV Herbern folgen.  Der traditionelle Verkaufsstart der Adventskalender kann leider aus den bekannten Gründen nicht auf dem Kartoffelsamstag 2020 erfolgen. Geplant ist, den Verkauf der Adventskalender über die, in den letzten Jahren üblichen und bewährten Wege (Einzelhandel / Gastronomie), durchzuführen.  Herbern-Parat und SV Herbern werden rechtzeitig über den Beginn des Verkaufs und über die jeweiligen Verkaufsstellen informieren.

Ich hoffe, über den aktuellen Stand zum Kartoffelsamstag 2020 und Adventskalender 2020 ausreichend informiert zu haben.  Diese Entscheidungen sind alle im Rahmen der Vorstandsitzung Herbern-Parat e.V. am 17.06.2020 gefasst worden, also noch sehr frisch.   Uns ist auch bewusst, dass für Planungen von Teilnehmern diesen Veranstaltungen frühere, verbindliche Planungen / Aussagen geholfen hätten, eigene Planungen voranzutreiben. Leider zeigt sich auch dieses Mal, dass wir nicht immer selbst die Hände am Ruder haben, gerade in dieser Zeit.“

Interview und Foto: Isabel Schütte

Früh übt sich ….

Schnuppertraining beim TuS Ascheberg

ASCHEBERG. Dieses runde Ding, das ins Eckige befördert werden soll, das fasziniert immer wieder. Die Rede ist natürlich vom Fußball!  Und da kann der Grundstein gar nicht früh genug gelegt werden, wenn irgendwann mal ein echter Meister auf dem Rasen stehen will.

Am Samstag, 20.06.2020, bietet sich beim TuS Ascheberg die beste Möglichkeit dazu. Denn dann findet auf dem Kunstrasenplatz an der Nordkirchener Straße ein Schnuppertraining für die Jahrgänge 2013-2016 statt.

Um 11 Uhr sind die Jahrgänge 2015 und 2016 eingeladen Ab 12 Uhr dürfen die Jahrgänge 2014 und 2013 das runde Leder rollen lassen.

Fachmännische Anleitung ist garantiert. Denn die beiden Trainer Mario und Thomas bereiten spezielle Übungen für die kleinen Nachwuchstalente vor. Und dabei ist vor allem eines garantiert: Spaß am Fußball.
Außerdem arbeitet die Fußballabteilung nun eng mit der Turn- und Fitnessabteilung zusammen. Für die jüngsten Jahrgänge wird von den Fußballern deshalb „Turnen mit Ball“ angeboten.

Wer also „Fußballluft“ schnuppern möchte, der ist herzlich zum Schnuppertraining eingeladen. Die einzige Voraussetzung, die mitgebracht werden sollte sind Sportschuhe, Sportkleidung und etwas zum Trinken. Tina Nitsche

Info:
Die aktuellen Corona-Sicherheitsvorgaben hat der TuS Ascheberg bereits umgesetzt. Bitte an den Nasen/Mundschutz denken und die Vorgaben vor Ort beachten.
Weitere Infos git es  unter www.tusascheberg.de

„Ab inne Fluten“

Wie sehr frau sich doch freuen kann wenn die Schule nach fast 3 Monaten wieder los geht… diesmal hab aber nicht nur ich mich gefreut ( wie meistens nach den Ferien ), sondern auch die Kinder. Selbst die hatten die Schute(n) voll von zuhause. Und ich von Lehrer-Spielchen.
Und sie vom Annörgeln lassen der doofen Mama 👩‍🏫. Ehrlich gesagt hab Ich in der Zeit schon mein Studium angezweifelt. Ich studiere „als Oma“ „Anne Uni“ Lehramt, mit fast 40. Das macht auch wirklich Spaß mit den jungen Leuten und mal wieder was für sein Hirn zu tun.
Aber die Praxisphase jetzt, die war schon hart. „Mit den eigenen Kindern ist das was anderes.“ , wurde mir öfter gesagt. Hoffen wir mal 😛 Wir werden es beim ersten Praktikum sehen. Meine drei Kids haben sich jetzt zumindest für zwei Wochen auf ihre Freunde gefreut & die großen Pausen ( Ich wusste doch das ich was vergessen hab beim Homeschoolen🙃).

Allerdings: nach jetzt drei Tagen jammern schon wieder alle: nämlich über‘s frühe Aufstehen. Ja, das war wirklich angenehm. Die immerhin 3,5 Stunden Ruhe morgens sind für mich aber auch fast wie Wellnessurlaub im Spa. Meine Falten weichen wieder. Die Farbe in meinem Haar kehrt zurück.

Aber das war auch alles jammern auf hohem Niveau- denn auch ich wohne, wie die meisten im DAHeim-Gebiet, schön ländlich mit Garten und allem PipaPo. Ein Kinderparadies halt: schöner Garten kommt später wieder, wie auch das geilere Auto – jetzt muss es mehr praktisch sein: Also Rasen steht voll mit Trampolin, Pool, Schaukel und Gedönse. Höher, Tiefer, Mehr- wer hat das größere Teil! Wie die Zeiten sich ändern: heute heißt es nicht mehr: mein Haus, mein Auto, mein Boot, sondern: zeig mir die Größe deines Pools und ich sag dir wer du bist 😇
In dem Sinne: ab inne Fluten sagt
Die Anne Kaffeekanne

Ferien Ahoi!

Moin, moin…. Urlaubsfeeling beim Hofverkauf!

Eines steht fest: Diese Zeiten sind alles andere als gewöhnlich! Vieles ist durch dieses kleine Virus zum Erliegen gekommen. Was fehlt? Ganz einfach: Die Leichtigkeit des Seins! Einfach mit Freunden treffen, Essen gehen, ungezwungen sein…. Das war einmal! Aber Schritt für Schritt kehren wir ja allmählich ein wenig zu dem Punkt zurück, an dem wir standen, bevor Corona ausbrach.

Und wie gut, wenn da dann einfach auch mal andere Wege beschritten werden. Schließlich muss es ja weitergehen. Steffi Schulze-Wenning plant genau das!

Wann? Ab 25. Juni. Dann heißt es ab 12 Uhr: Startschuss für den etwas anderen Hofverkauf! Und irgendwie kommt bei dem ein bisschen Urlaubsstimmung auf. Nicht nur deshalb, weil der Startschuss passend zum Beginn der Sommerferien fällt. „Moin, moin…“, um es mal in der Sprache der Küstenbewohner auszudrücken. Nein, auch wegen der Speisekarte. Denn die „wird natürlich von Fisch in allen Variationen dominiert“, verrät die Ascheberger Schaustellerin lachend.

Fisch ist schließlich ihr Metier. Schulze-Wennings Fischpfanne hierzulande auf jeden Fall legendär! Besonders zur Kirmessaison. Na ja, die ist in diesem Jahr gestrichen. Aber den Backfisch, ebenso wie andere Fischspezialitäten, den gibt es trotzdem. Und das in einer ganz besonderen Atmosphäre. Mit viel Raum für besondere Momente. Denn Platz hat die Aschebergerin auf ihrem Grundstück ausreichend zur Verfügung. „Da passen viele Tischgarnituren hin und dabei können wir ganz problemlos die vorgeschriebenen Abstandsregelungen einhalten“, unterstreicht Steffi Schulze-Wenning.

Ihre Idee will sie zunächst einmal an drei Tagen umsetzen. Vom 25. Juni bis zum 28. Juni von jeweils 12 Uhr bis 20 Uhr. Sollte die Idee von den Bürgern angenommen werden, dann ist eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen. „Wir würden uns auf jeden Fall freuen“, so die Aschebergerin.

Momentan sind sie und ihr Team mit viel Freude bei den Vorbereitungen. Ab 25. Juni heißt es dann einfach: Willkommen beim Hofverkauf! Ob zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto – ganz egal. Platz ist ausreichend vorhanden. Und eines ist garantiert: Mit dieser Idee geht es auf jeden Fall urlaubsmäßig in die Sommerferien. Oder sollten wir besser sagen Ferien Ahoi?! Tina Nitsche

 

Info:
Der Hofverkauf findet vom 25. Juni (Donnerstag) bis 28. Juni (Sonntag) jeweils von 12 Uhr bis 20 Uhr an der Lüdinghauser Straße 17 in 59387 Ascheberg statt.

Es ist soweit

Wir starten…

Ihr Lieben,

gut Ding will Weile haben…. vor allem dann, wenn man sich wie wir ein Projekt auf die Fahnen schreibt, das neben Beruf, Familie und Co, sowie noch dazu in so ganz anderen Zeiten, gestemmt werden will.

Ihr wisst schon von welchen Zeiten wir hier sprechen: Ja, dieses kleine Virus, das alles lahmgelegt hat.

Nur unserer Kreativität, der konnte das Corona-Virus nichts anhaben. Die Köpfe qualmten…. viele Ideen formierten sich zu einem Vorhaben: „Wir kreieren eine Homepage“. Eine, die Euch Lesevergnügen und Informationsgehalt bieten und Euch die Möglichkeit geben soll, uns Eure Geschichten zu erzählen. Das war der Plan. Die Umsetzung, sie war schon eine echte Herausforderung. Schließlich baut man eine solche Seite – noch dazu, wenn man konkrete Vorstellungen hat und gleichzeitig Neuland betritt – nicht mal eben so. Wie gut, dass wir da Kai Ringelkamp ganz unbürokratisch um Unterstützung bitten durften. „Danke Kai, für Deine Hilfe!“

Jeder der uns kennt, der weiß, dass unsere Leidenschaft dem Schreiben und der Fotografie gilt. Aber wir sind ja lernfähig, und so haben wir unser Knowhow jetzt eben etwas erweitert und eine Plattform geschaffen! Sie hat natürlich einen Namen. Und genau dieser Name ist es gewesen, der alles andere entstehen lassen hat.

Wir leben in einer Gemeinde. (Ascheberg-Herbern-Davensberg, um es in die richtige Reihenfolge von DAH zu bringen: Davensberg-Ascheberg-Herbern). Anfang März kam der Shutdown, und wir alle mussten zu Hause bleiben. Und schon war unser Name geboren: DAHeim – Die Dorfkolumne!

Nun haben wir viele Wochen an unserem Projekt gearbeitet. Vielleicht ist noch nicht alles hundertprozentig, aber zumindest ist jetzt alles soweit, dass wir an den Start gehen können. Mehr noch, dieses Projekt bietet uns die Möglichkeit, dass wir endlich wieder unserer Profession nachgehen dürfen…. denn dieses kleine Virus hat uns zwar Gott sei Dank nicht gesundheitlich erwischt… allerdings durften wir z.B. nicht mehr auf Zeitungstermine gehen, konnten nicht mehr unsere Geschichten schreiben…

Aber das ändert sich ja jetzt. Also, willkommen DAHeim und viel Spaß beim Lesen unserer Dorfkolumne wünschen Euch   Isabel und Tina

„Watt mutt dat mutt“

Man ist so jung, wie man sich fühlt

„Watt mutt dat mutt“, das ist das Motto von meiner Oma Gertrud. Mit 91 Jahren ist das Leben vielleicht manchmal etwas anders und beschwerlicher als in jungen Jahren, aber für meine Oma Gertrud ist das kein Problem.

Sie ist 1928 in der Zeit der Weimarer Republik geboren und hat als Kind den zweiten Weltkrieg hautnah miterlebt. Als Geschäftsfrau zog sie in der kleinen Familienbäckerei und dem integrierten Lebensmittelmarkt an der Merschstraße neben meinem schon verstorbenem Opa Hubert bis in den 1980er Jahren die Fäden im Hintergrund. Drei Kinder hat sie groß gezogen und hat aktuell neun Enkel und acht Urenkel.Oma Gertrud weiß mehr als jemals bei Facebook abgespeichert wird und wenn es um den Herberner Dorffunk geht, laufen bei ihr des Öfteren die Telefondrähte heiß. Sie kennt das Dorfleben in und auswendig. Sie hasst und liebt es – aber ohne dem ist die Welt auch nur halb so schön.

Seit drei Wochen ist meine Oma im Seniorenheim untergebracht. Die ersten Tage waren besonders, denn aufgrund der Corona-Hygienemaßnahmen musste sie in Quarantäne, was die Situation nicht leichter machte. Viele Tränen sind in dieser Zeit geflossen, Besuche waren verboten und das neue Zimmer noch nicht wirklich ein zu Hause.

Mittlerweile hat sich Oma Gertrud an die neue Situation gewöhnt. Die Quarantäne ist aufgehoben und alte Bekannte, die ebenfalls im Seniorenheim zu Hause sind, erleichtern ihr den neuen Lebensabschnitt. Einen guten Draht hat sie übrings zu Pfleger Dirk, denn dieser gibt ihr ab und zu auch mal ein Schnäpschen.

Wie Oma Gertrud das Altenheim aufmischt und was sie so zu sagen hat, das erfahrt ihr in hier unter : „Oma Gertruds Welt“. Isabel Schütte

HOLUNDERBLÜTENSIRUP

Nach einer Rezeptidee von  Christa Eickhoff aus Herbern

Da freuen wir uns, wenn hier auch Rezepte aus der Heimat eingereicht werden. Für den Holunderblütensirup nach dem Rezept von Christa Eickhoff nehmt Ihr einfach folgend

Zutaten:

– Holunderblüten (20 bis 40 Blütendolden)

– 1 bis 2 Kilo Zucker

– 1 bis 2 Liter Wasser oder Apfelsaft

Zubereitung:

Holunderblütendolden sammeln und für etwa 30 Minuten auf einem Tuch ausbreiten. Danach die Holunderblütendolden in einem Gefäß stapeln und andrücken. Mit Wasser auffüllen, sodass alle Blüten bedeckt sind. Diese Mischung 24 Stunden an einem warmen Ort ziehen lassen. Saft danach durch ein Tuch filtern und die Flüssigkeit in gleichem Verhältnis mit Zucker mischen (1 Liter Flüssigkeit – 1 Kilo Zucker). Das Ganze kurz aufkochen und pro Liter den Saft einer Zitrone hinzufügen. Den so gewonnenen Sirup in kleine sterile Flaschen füllen, gut verschließen und nach dem Abkühlen genießen. Im Kühlschrank aufbewahrt, ist der Sirup auch in bereits geöffneten Flaschen mehrere Monate haltbar.

Eine Variante ist die Holler-Limo, bei der die Blüten nicht mit Wasser, sondern mit Apfelsaft übergossen werden. Dazu das Wasser zu gleichen Teilen durch den Saft ersetzen. Die Mischung zwei Stunden kühl stellen. Mit Mineralwasser und Zitrone auffüllen.

Holundersirup eignet sich außerdem als Beigabe für das Mischgetränk„Hugo“. Dazu wird etwas Sirup mit Sekt aufgegossen und mit Eiswürfeln und frischen Minzblättern vermischt.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Zubereiten.  Isabel Schütte