Schaffen wir das?

Mike Hage stößt Hilfsprojekt für Flutopfer in Ahrweiler an

ASCHEBERG.  Die Flutkatastrophe hat Spuren hinterlasen. Deutliche Spuren. Alleine sind diese nicht zu bewältigen. Aber vielleicht wenn eine ganze Gemeinde unterstützt?

Mike Hage ist ein Mann, der gerne anpackt und hilft. Doch manchmal kann ein Mann eben nicht alles alleine stemmen. Deshalb ist der Fahrschulchef in diesem Fall auf Hilfe angewiesen. Um Menschen zu helfen, die mit den Folgen der  Flutkatastrophe kämpfen.

Er war vor Ort und weiß, dass den Menschen in den Hochwassergeschädigten Gebieten nachhaltig unter die Arme gegriffen werden muss.  Sein Hilfseinsatz dort beschäftigt ihn nach wie vor.  Die Bilder lassen ihn nicht los. „Es ist unvorstellbar. So muss es wohl ausgesehen haben, als Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut worden ist“, sagt Hage.

Kehrmaschinen werden benötigt

Er selbst war in Altenahr, und auch wenn er jetzt wieder zurück ist, so möchte er weiterhelfen. Und zwar mit Dingen, die dort wirklich am nötigsten gebraucht werden. „Aktuell sind das Kehrmaschinen. Die werden ganz dringend gebraucht“, weiß er, von Menschen die dort noch immer aktiv helfen. Einer, der von Tag eins an dabei ist, ist Markus Wipperfürth. Über dessen Kanal ist Mike Hage immer auf dem Laufenden und weiß somit was dringend benötigt wird.

Die Menschen im Ahrtal kämpfen vor allem mit enormen Staubwolken, die in der Luft hängen. „Deshalb wäre eine fahrbare Schwämmmaschine ebenfalls sinnvoll“, so Hage. Er hat sich bereits informiert und auch schon gebrauchte Kehrmaschinen angeschaut.

Allerdings kostet eine gute gebrauchte Kehrmaschine rund 20 000 Euro. „Das kann ich nicht alleine finanzieren, deshalb hatte ich die Idee, ob wir als Gemeinde Ascheberg da nicht gemeinsam aktiv werden können“, erzählt er. Im Hochwassergebiet ist jetzt angefangen worden mit der Straßenreinigung. „Wir reden hier von einer rund 40 Quadratkilometer großen Fläche, die zunächst gereinigt werden muss, um überhaupt erst einmal Grund reinzubekommen.“

Mike Hage denkt sogar weiter. „Man könnte die Kehrmaschine mit den Logos der Unternehmen die spenden, bekleben. Auf diese Weise würde man sogar noch Werbung machen können.“ Auch was die Fahrer anbelangt, die eine solche Maschine steuern könnten, hat er schon Ideen. „Wir hier von der Academy Fahrschule Mike Hage könnten auch Fahrer stellen, es können aber auch Rentner, die helfen möchten, eine solche Maschine steuern.“ Von seinem Einsatz in Altenahr will er gar nicht groß reden. „Da war Hilfe nötig, und da habe ich gerne unterstützt“, winkt er ab. Zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird, das ist für ihn selbstverständlich. Und das neben Familie und Beruf.

Bürgerstiftung mit im Boot

Am Freitagmorgen ist er deshalb auch zur Bank gegangen, um ein Spendenkonto einzurichten. Mit im Boot ist die Bürgerstiftung Ascheberg. Unter dem Stichwort „Flutopfer Ahrweiler“ können Ascheberger Unternehmen, Privatleute oder Vereine auf eines der  nachfolgenden Konten der Bürgerstiftungspenden: Sparkasse Westmünsterland IBAN: DE26 4015 4530 0037 6447 05 und Volksbank Ascheberg-Herbern IBAN DE73 4006 9601 0011 0040 00. „Vielleicht bekommen wir auf diese Weise dann das Geld für eine Kehrmaschine zusammen, die dort unten so dringend gebraucht wird.“ Alleine wie gesagt kann Mike Hage dieses Projekt nicht stemmen. Aber gemeinsam mit vielen weiteren Unterstützern wäre es durchaus realisierbar. „Damit würden wir den Menschen in dem Hochwassergebeutelten Gebiet einen großen Dienst erweisen.“

Bleibt jetzt nur noch eine Farge offen: Schaffen wir das?  Tina Nitsche

Info:

Hier noch einmal die Kontodaten der Bürgerstiftung:

Sparkasse Westmünsterland IBAN: DE26 4015 4530 0037 6447 05 Volksbank Ascheberg-Herbern IBAN DE73 4006 9601 0011 0040 00

Bitte das Stichwort „Flutopfer Ahrweiler“ unbedingt angeben.

Naschen ohne „Nebenwirkung“

Gabi Heinekes Empfehlungen für den gesunden Weihnachtsgenuss

ASCHEBERG. Was wäre Weihnachten ohne selbstgebackene Plätzchen? In der Tat, da würde dann wirklich etwas fehlen. Und gerade zu diesem Weihnachtsfest war in der heimischen Weihnachtsbäckerei oft viel los. Da nimmt sich auch eine Expertin nicht aus. „Klar, gebacken habe ich auch schon“, sagt Gabi Heineke, Ernährungsberaterin, lächelnd und weist auf einen Teller mit selbstgebackenen Kreationen.

Doch sie hat bei ihrer Backaktion auch den gesundheitlichen Aspekt im Auge behalten. Denn gesunde Ernährung ist für sie eine der Grundlagen, die für das Wohlbefinden der Menschen verantwortlich ist. „Und so ganz nebenbei kann man dabei auch dafür sorgen, dass die Waage nach den Feiertagen nicht mit großen Sprüngen nach oben schnellt“, verrät die Aschebergerin. Ja, denn das ist natürlich eine der unliebsamen Nebenwirkungen, die vor allem das Naschwerk mit sich bringt. „Da lässt sich jedoch prima Gegensteuern“, beruhigt die Fachfrau und verrät wie.

Was Zucker bewirkt

„So kann man beispielsweise Zucker durch Honig ersetzten“, macht sie deutlich. Warum? Ganz einfach. Weil die Energiedichte des Honigs, dem des Zuckers gleicht. „Aber bei Honig handelt es sich um ein Naturprodukt, das im Körper gut verwertet wird und überdies noch das Immunsystem stärkt.“ Eine Tatsache, die gerade in dieser besonderen Zeit sehr wichtig ist. „Denn im Zeitalter von Corona geht nichts über die Gesundheit“, betont Gabi Heineke und fügt an: „Die erste Zutat ist da neben Bewegung und Sport, die richtige Ernährung.“ Und da sei Zucker dann nicht die richtige Wahl. „Denn Zucker ist künstlich hergestellt, deshalb kann er vor allem bei übermäßigem Verzehr auch zu Entzündungen im Körper führen, wenn er nicht richtig umgewandelt wird.“ Bei der Umwandlung ist dann die Bewegung wichtig. Auf diese Weise werde ihm genügend Sauerstoff zugeführt und dadurch können die Nährstoffe über die Blutbahn dann problemlos überall hin transportiert werden.

So lässt sich Hüftgold vermeiden

Gabi Heineke hat natürlich auch die gesunde Variante in der Weihnachtsbäckerei ausprobiert. Beispielsweise mit Wallnuss-Haferplätzchen. „Die Grundzutaten sind ja beim Keksteig im Grunde genommen immer gleich“, sagt sie und benennt diese auch: Eier, Getreide, Fett und Süßungsmittel.  „Aber man kann Zucker durch Honig und Weißmehl beispielsweise durch Dinkelmehl ersetzen, oder durch Haferflocken, Mandel- oder Nussmehl.“ Der positive Effekt: „Auf diese Weise führen wir dem Körper auch noch ausreichend Ballaststoffe zu.“ Diese halten länger satt und der Blutzuckerspiegel bleibt konstant. „Das ist wichtig, denn ein ständiges Auf und Ab des Blutzuckerspiegels ist nicht nur ungesund, sondern durch ständiges Hoch- und Runterfahren des Blutzuckerspiegels kann der Körper auch nicht an die Fettreserven“. Die Folge: Ungeliebte Kilos auf den Hüften und eine Waage, deren Zeiger sprunghaft nach oben schnellt.

Und dabei spielt dann auch das Wie beim Naschen eine Rolle. Da rät die Fachfrau, Kekse beispielsweise als Dessert zu genießen. „Denn das Zwischendurchessen bringt den Blutzuckerspiegel zum Anstieg.“ Das wiederum verhindert, wie schon gesagt, dass der Körper an die Fettreserven geht. „Stattdessen bilden sich negative Transmitter, die sich ablagern und zur Gewichtszunahme, Diabetes und Co. führen“, erklärt Heineke.

Also, gewusst wie, lautet somit das Geheimnis. Dann klappt es auch mit dem Halten des Gewichts, trotz Weihnachtsplätzchen und Co. Wer jetzt vielleicht schnell noch einmal die Keksvorräte zum Fest auffüllen möchte, der kann das gerne tun. Ein Rezept findet Ihr nachstehend. Wir wünschen schon jetzt viel Spaß in der (gesunden) Weihnachtsbäckerei! Tina Nitsche

 

Eine besondere Gemeinschaftsaktion

Sternsinger werden ausgesendet auf Wunsch mit neuem Gewand

ASCHEBERG. Die Nachrichten ändern sich täglich, so dass auf viele anstehenden Termine ein besonderes Auge geworfen werden muss. Das gilt auch für die Sternsinger. Die werden am 2. Januar 2021 ausgesendet, wie die Pfarrgemeinde St. Lambertus heute mitgeteilt hat. Kontaktlos. Damit folgen die Organisatoren der Pfarrgemeinde der Empfehlung des Kindermissionswerk und des Bistum Münster.

Die Sternsingergruppen sind eingeladen, sich mit Kindern und Erwachsenen aus maximal zwei Haushalten zusammenzufinden und dann am 2. Januar 2021, gerne verkleidet, durch die Straßen zu ziehen.

Die Aschebergerinnen Hildegard Fenski und Regine Schöning, die Herbernerinnen Monika Kümer und Elisabeth Hänel sowie die Davensbergerinnen Ute Henrotte und Magdalene Keute. Ohne Unterlass haben ihre Nähmaschinen in den letzten Wochen gerattert.  Denn die Damen haben eine Mission. „Aus diesen schönen Stoffen ein Sternsingerkostüm zu nähen“, weist Hanna Schlinge auf eine Auswahl hochwertiger Stoffe. Wer die Idee dazu hatte? Stefanie Stöppler. (Raumgestalter Stöppler)Sie war es auch, die den Damen der Ascheberger Tafel, die Stoffe und die Bordüren gesponsert hat. „Die Spitzen hat dann Karl Bockholt gespendet“, ergänzt Steffi Stöppler.

Ein „Licht“ in Form einer tollen Idee

Aus all diesen Zutaten hat das Tafel-Näh-Sextett wunderschöne Sternsingerkostüme geschneidert, die nun in den Verkauf gehen. Ein Verkauf zu Gunsten der Tafel. Und da ist Hanna Schlinge, die die Organisation für die Nähaktion übernommen hat, mehr als dankbar. „Auch für die Ascheberger Tafel sind Corona bedingt viele Aktionen weggefallen.  Also fehlen hier Einnahmen, mit deren Hilfe wir sonst die Bestände an Lebensmitteln aufgefüllt hat“, erzählt Schlinge. Doch nun, mit der Idee von Steffi Stöppler, „hat sich da für uns quasi ein echtes Licht aufgetan“, so Schlinge weiter. Denn die Sternsingerkostüme werden für 9 Euro das Stück veräußert. Und das Geld kommt dann komplett der Ascheberger Tafel zu Gute.

„Quasi eine Win-Win-Situation“, bringt es Steffi Stöppler auf den Punkt. Denn die Aktion bringt einerseits der Ascheberger Tafel, anderseits aber auch der Kirche etwas. Denn am 2. Januar sendet die Kirchengemeinde St. Lambertus wieder die Sternsinger aus. Einige Kostüme gibt es da natürlich im Fundus. „Aber, ich weiß von meiner Schwiegermutter, die mich übrigens auch auf die Idee gebracht hat, dass dank ihrer Nähaktion, die sie in Rinkerode und Drensteinfurt durchgeführt hat, die Sternsingerzahlen quasi explodiert sind. Da hat dann sogar die Kirchengemeinde Kostüme gekauft“, verrät Steffi Stöppler.

Die ersten Sternsingerkostüme sind fertig! Insgesamt sechs Frauen der Ascheberger Tafel haben die Nähmschinen rattern lassen und die Idee von Steffi Stöppler (3.v.l.) umgesetzt. Nun Werden die Kostüme beim Raumgestalter Stöppler zu Gunsten der Ascheberger Tafel veräußert. Foto: Tina Nitsche

Die ersten Kostüme haben Regine Schöning, Monika Kümer und Hanna Schlinge zum Raumgestalter Stöppler gebracht. Hier können die Kostüme nun zum Stückpreis von 9 Euro erworben werden.

In der Weihnachtswoche sowie nach Weihnachten sind  die Stöpplers am 21./29. Dezember (Dienstag, 15-18 Uhr) und 22./30. Dezember (Mittwoch, 10-13 Uhr) erreichbar, so dass Abholungen problemlos möglich sind.

Ferner können die Kostüme auch telefonisch unter (0 25 93) 988 98 vorbestellt werden. Bei der Tafel gehen unterdessen die Näharbeiten weiter. Mit viel Spaß und noch mehr Herzblut für die gute Sache. Tina Nitsche

Warten auf das Christkind

Alle Jahre wieder: Traditioneller Krippenaufbau in der St. Lambertus Kirche

ASCHEBERG. Am Montag gehörte die St. Lambertus Kirche quasi den „12 Aposteln“. So nämlich werden die 12 Seniorenmessdiener liebevoll genannt. Und die erfüllten eine traditionelle Mission: Den Krippenaufbau! Alle Jahre wieder mutiert die muntere Gruppe zum kreativen Handwerkertrupp. So auch am Montag. Da summte die Bohrmaschine, es wurden Holzteile passgenau zusammengefügt, „und Tannen aufgestellt“, ergänzte Küsterin Roswitha Krebs, die ebenso wie Pater Paul, die „12 Apostel‘“ unterstützte. Schließlich gab es jede Menge zu tun, und es waren viele kleine Schritte nötig, bis dann am Ende des Tages die Krippe stand.

Schritte, die ehrenamtlich ausgeführt worden sind. „Und das ist nicht selbstverständlich“, so Roswitha Krebs. Und ihr Dank gilt da nicht nur den fleißigen Helfern in der Kirche, sondern auch der Familien Schulze-Pellengahr. Die hat nämlich die zwei sechseinhalb Meter großen Tannen gespendet, wie auch die fünf Tannen hinter der Krippe. „Mehr noch, die Schulze-Pellengahrs haben die Tannen eigenhändig geschlagen und auch noch zur Kirche transportiert“, verriet die Küsterin. Will heißen, sonntags noch im Wald, haben die Bäume dann montags ihren neuen Platz in der St. Lambertus-Kirche eingenommen.

Logisch also, dass da morgens zunächst einmal das Aufbauen der Tannen für einen Teil des Helfertrupps anstand. Während die einen diese Arbeit übernahmen, bereiteten die anderen dann schon mal das Musik-Podest für die Krippe vor. Für die Helfer gab es jede Menge zu tun. Nach dem Aufbau wurde das Moos liebevoll dekoriert, und die Krippenfiguren aufgestellt. Nur eines war in diesem Jahr anders als sonst. Die ganzen Arbeiten fanden unter den notwenigen Corona Bedingungen statt. Und da hieß es dann auch: Verzicht auf die gemeinsame Stärkung in Form einer warmen Mahlzeit. „Normalerweise erhalten die Männer immer eine warme Mahlzeit und wir setzen uns zusammen, aber das mussten wir in diesem Jahr ausfallen lassen“, so Roswitha Krebs.

Die unverzichtbare Kraft

Was allerdings gleich blieb war eines: Die Liebe mit der die Männer ihrer Arbeit nachgingen, die gute Laune und die Tatsache, dass ein Mann bei dieser Aktion ebenfalls nicht fehlte. Wer das ist? Andreas Schröer. „Andreas hat damals schon als Schuljunge beim Krippenaufbau geholfen, dafür hat er dann sogar immer einen Tag schulfrei bekommen“, verriet Roswitha Krebs. Seit über 20 Jahren ist der junge Mann eine unverzichtbare Kraft im Helferkreis „Krippenaufbau“ und ist aus dem eingespielten Team auch nicht mehr wegzudenken. Denn, „Andreas weiß wo jede Schraube liegt, überdies sitzt bei ihm jeder Handgriff“.

Ohne die ehrenamtliche Hilfe der Seniorenmessdiener, die auch liebevoll die 12 Apostel genannt werden, wäre das Projekt Krippenaufbau gar nicht möglich. Foto: Tina Nitsche

Am Ende des Tages waren alle froh und dankbar, dass wieder einmal alles bestens geklappt hat. Lediglich auf eines müssen die Kirchenbesucher noch warten. Auf das Christkind. „Denn das Jesuskind wird immer erst Heiligabend in die Krippe gelegt“, so Roswitha Krebs. Die unermüdlichen Helfer hingegen haben ihr Handwerkzeug wieder eingepackt, in der Gewissheit, dass sie am Montag nicht nur zur Ehre Gottes, sondern auch zur Freude der Menschen im Einsatz waren. Tina Nitsche

Ungewöhnliche Schätze für die Schatzkammer

Roswitha Krebs und ihre ungewöhnlichen Drahtskulpturen

ASCHEBERG. Mal himmelhochjauchzend, mal nachdenklich, mal ganz gechillt sitzen sie da auf ihren hölzernen Untergründen. Und eines eint diese besonderen Figuren alle: Sie sind aus Draht gefertigt. Von Hand.

Jedes einzelne von ihnen ist ein Unikat und fasziniert den Betrachter nicht nur durch Ausdruckstärke, sondern vor allem auch durch irgendwie menschliche Züge. Roswitha Krebs hat diese ungewöhnlichen Drahtskulpturen erschaffen. Und das Herzblut, das sie in ihre Arbeit investiert hat, spiegelt sich in jeder einzelnen Figur wider. „Ich finde es faszinierend was man aus einer Rolle Draht alles machen kann“, lässt sie ihre Blicke über ihre Werke schweifen. Diese zeugen von enormer Fingerfertigkeit und bestechen vor allen durch die Liebe zum Detail. So wie die Figur, die ein goldenes Herz in den Händen hält, oder die, die sich an Blumen erfreut.

Mal eben so sind sie nicht entstanden. „Je kleiner eine Figur ist, desto aufwendiger hat sich die Arbeit gestaltet“, gibt Roswitha Krebs zu. Minimum vier Stunden hat sie an einer Figur gesessen. Doch damit alleine war es nicht getan. Sie hat ihren Figuren entsprechend ihrer Haltung auch immer einen ganz individuellen Platz zugewiesen. Eine ausdrucksstarke Kombination ist auf diese Weise entstanden. Denn bei den Plätzen hat die Aschebergerin auf Holz gesetzt. „Hier, weist sie auf den kleinen Gechillten, der es sich auf einem Eichenklotz bequem gemacht hat. Andere bringen ihre Vorzüge auf Baumscheiben zum Ausdruck.

Umzug seht an

Noch stehen sie bei Roswitha Krebs im Wintergarten, doch am dritten Advent ziehen die ungewöhnlichen Zeitgenossen aus. Denn Roswitha Krebs trennt sich von ihnen. Für den guten Zweck. „Ich bin im Arbeitskreis Schatzkammer der St. Lambertus Kirche“, erzählt sie. Damit das Spendenbarometer ein wenig weiter nach oben schnellt, hat sie sich etwas überlegt. „Ich werde die Figuren zu Gunsten der Schatzkammer veräußern.“ Das tut sie am 13. Dezember in der Zeit von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr hinten im Turm, „da wo auch die Schatzkammer steht“.

Ausdrucksstark und einzigartig so lässt sich diese ungewöhnliche Drahtkunst von Roswitha Krebs wohl am besten beschreiben. Alle Skulpturen zeichnet eines aus: Sie alle sind handgefertigt und jedes einzelne ist ein Unikat. Foto: Tina Nitsche

Eine Einzelaktion, natürlich unter Einhaltung der Corona Maßnahmen. Aber eine, die zum einen für die gute Sache ist, zum anderen aber auch ein ganz individuelles Geschenk ist. Denn wiegesagt, bei den Skulpturen handelt es sich um Unikate, die es so nirgends zu kaufen gibt. Ab 80 Euro sind die besonderen Zeitgenossen, die übrigens nur in limitierter Auflage daherkommen, erhältlich. „Nach oben sind keine Grenzen gesetzt“, so Krebs. Ihr größter Wunsch ist es, das durch diese Aktion ein wenig Geld für die Schatzkammer zusammenkommt. „Und vielleicht gibt es da ja noch den ein oder anderen Künstler in der Gemeinde, der sich mit einer ähnlichen Aktion für unsere Schatzkammer stark machen würde“, hofft sie, das sich ihre Idee da noch ausbauen lässt. Tina Nitsche

Der sportliche Adventskalender

Mit einer ungewöhnlichen Idee bietet Anja Grund-Mohs für alle Bürger der Gemeinde Ascheberg Wohlbefinden in der Adventszeit

ASCHEBERG. Morgen ist es soweit. Da öffnen wir das erste Törchen vom Adventskalender. Derer gibt es viele. Mit Schokolade, mit Bildern, mit Socken – die Auswahl ist groß. In der Gemeinde Ascheberg gibt es nun jedoch einen besonderen Adventskalender. Einen Sportlichen! Und da verbergen sich hinter den Törchen nicht etwa Schweißbänder, Sportsocken oder ähnliches. Nein, hinter jedem Türchen verbergen sich in der Tat sportliche Einheiten und der Personal Trainer kommt dazu persönlich vorbei. Anja Grund-Mohs Fitnesstrainerin beim Ascheberger Kraftclub, hatte die Idee zu diesem etwas anderen Adventskalender.

Der Grund? „Ganz einfach“, sagt sie, „gerade in Zeiten von Corona ist vielfach Homeoffice angesagt, jetzt kommt noch die kalte Jahreszeit hinzu und da ist das dann mit der Bewegung so eine Sache“. Überdies darf Rehasport nicht stattfinden, die Pforten der Fitness-Studios sind geschlossen. „Also gar nicht so einfach mit den adäquaten Übungen, vor allem dann, wenn es hier und da zwackt“, erklärt Grund-Mohs. Und seien wir mal ehrlich, Nacken- oder Schulterverspannungen sind bei den meisten an der Tagesordnung. Logisch, die immer gleiche Haltung vorm Rechner ist da nicht gerade förderlich.

Für Jedermann kostenlos

Aber wie gesagt, die sportlichen Aktivitäten sind da momentan aufgrund von Corona-Beschränkungen eingeschränkt. „Ins Fitness-Studio kann da niemand. Also warum nicht den Spieß umdrehen, wenn man schon nicht ins Fitness-Studio kann, warum soll das Fitness-Studio dann nicht zu einem kommen?“ verdeutlicht Anja Grund-Mohs. Die Idee funktioniert ganz einfach und sie ist für jedermann kostenlos. „Jeder kann sich ein Törchen aussuchen, dann ruft er ab dem 1. Dezember unter 0 25 93 – 95 88 646 an und nennt dort seine bevorzugte Zahl zwischen eins und 24“, erklärt die Ideengeberin.

Am Dienstag wird das erste Kläppchen vom Andventskalender.  Und da kommt nun ein besonderer Adventskalender ins Spiel. Ein sportlicher, der auch genauso daherkommt, wie Anja Grund-Mohs verspricht. Foto: Tina Nitsche

Hinter jedem Kläppchen verbirgt sich eine sportliche Überraschung, die u.a. Gutscheine beinhalten. Anja Grund-Mohs bringt diese Überraschung dann persönlich vorbei und wird dann überdies   vor der Haustür mit dem Teilnehmer eine persönliche Fitnesseinheit absolvieren. „Wenn da jetzt einer zum Beispiel Nackenverspannungen oder Hüftprobleme hat, dann zeige ich ihm die passenden Übungen, die er dann ganz einfach zu Hause durchführen kann.“ Ferner gibt es die fachlich kompetente Beratung dazu.

„Wir wollen einfach einen Adventskalender bieten, der für das Wohlbefinden der Ascheberger Bürger sorgt. Anrufen darf jeder, ob sportlicher Neuling oder die Sportskanone.

Anja Grund-Mohs liefert die Gewinne persönlich bis zum 23. Dezember in Ascheberg, Davensberg und Herbern aus, auf Wunsch dann mit individueller Fitnesseinheit unter Einhaltung der Corona-Regeln. Ein Adventskalender der anderen Art. Aber einer, der für Wohlbefinden und durch die muskelaufbauenden Übungen auch für ein gesundes Immunsystem sorgt. Tina Nitsche

 

Info:
Wer ein sportliches Kläppchen öffnen möchte, der ruft ab dem 1. Dezember unter der Telefonnummer 0 25 93 – 95 88 646 an.

Ascheberg erstrahlt in vorweihnachtlichem Glanz

80 Stechfichten zieren nun den Ortskern

ASCHEBERG. Wenn in diesem Jahr so manches nicht stattgefunden hat, so ist eines doch gewiss: Weihnachten kommt bestimmt. Auch in dem so denkwürdigen Jahr 2020.

Und da hat es sich die Kaufmannschaft Pro Ascheberg nicht nehmen lassen, einer mittlerweile liebgewonnen Tradition zu frönen. Am Samstag bewaffneten sich 15 Pro Ascheberg Mitglieder mit Kabelbindern, Handschuhen und selbstverständlich mit Masken. Dann machten sich die Damen und Herren an die Arbeit. Immerhin waren da insgesamt 80 Tannenbäume, die im Ort platziert werden wollten. Mit von der Partie war da selbstverständlich auch der Ascheberger Löschzug, der die beleuchteten Weinachtssterne aufhing,

„Allerdings“, so räumte Manfred Hölscher, zweiter Vorsitzender der Kaufmannschaft Pro Ascheberg ein, „haben sich die Arbeitsabläufe in diesem Jahr ein wenig anders gestaltet.“ Corona bedingt, damit auch die Abstände gewährt und die Regelungen eingehalten werden konnten, haben die Mitglieder und auch die Blauröcke in kleinen Gruppen sowie teilweise zeitversetzt gearbeitet.  „Was sein muss, muss sein“, so Hölscher. Dennoch hat die Gemeinschaft dafür gesorgt, dass der Ascheberger Ortskern pünktlich zum 1. Advent in weihnachtlichem Glanz erstrahlt.

Alles ist irgendwie anders in diesem Jahr. Auch das traditionelle weihnachtliche Schmücken des Ortes der Kaufmannschaft Pro Ascheberg verlief anders. Foto: tina Ntische

Wenn sonst schon nichts stattfinden darf, so bescheren wenigstens die geschmückten Tannenbäume und die beleuchteten Weihnachtssterne den Spaziergängern vorweihnachtliche Stimmung im Ortskern. Und dafür gebührt der Kaufmannschaft und den Blauröcken dann auch ein großes Dankeschön. Der arbeitsreiche Tag endete dann nicht wie gewohnt mit einem gemütlichen Ausklang im Jagdschlösschen. „Das geht in diesem Jahr aufgrund der Corona Regeln leider nicht“, so Alfons Grove. Dafür sorgte Ehefrau Gunhild dann dafür, dass die Arbeiter auf der Sandstraße mit einem Getränk verwöhnt wurden. Bleibt abschließend nur noch eines zu sagen: Wenn dieses Jahr auch alles anders ist,  die Vorweihnachtszeit in Ascheberg lässt sich so auf jeden Fall besinnlich genießen. Tina Nitsche

Himmlische Momente DAHeim

Neues Projekt in besonderen Zeiten

Ja, wer hätte es gedacht, dass das Jahr 2020 so anders wird? Das unser Leben an manchen Stellen quasi stillzustehen schien und das wir nicht mal eben alles so machen konnten, wie wir das eigentlich gewohnt waren. Aber ein kleines Virus hat nun mal dafür gesorgt, dass sich unser Leben und unser Alltag geändert hat.

Ob das alles nur schlecht war? Nein. So schwer die ganze Situation auch ist, sie hat doch durchaus auch etwas Gutes. Wir Menschen haben ganz neue Dinge für uns (wieder-) entdeckt. Den Garten, das Kochen, das Wandern, das Radfahren, die Natur…. Und seien wir doch mal ehrlich: Gerade die Natur hat uns in dieser ganzen Zeit so etwas von belohnt….

Ich für meinen Teil konnte ganz viel entdecken. Denn ich war sehr oft mit dem Rad in den drei Ortsteilen unserer Gemeinde unterwegs. Mit von der Partie war auch immer die Kamera oder das Handy. Fotografieren ist nun mal meine Leidenschaft. Viele Bilder sind dabei entstanden und in diesem Jahr bei mir im Whats App Status gelandet. Dort haben sie, so zumindest die Resonanz, viele von Euch erfreut.

Natürlich sollt Ihr auch einen kleinen Vorgeschmack bekommen. Hier anhand des Motivs für Februar.

Vor allem die Himmelsbilder haben dabei nicht nur auf mich eine Faszination ausgeübt. Und so ist die Idee entstanden einen neuen Schritt zu wagen: Einen eigenen Kalender aufzulegen. (übrigens auch, weil viele von Euch immer wieder gesagt haben: „Mensch mach doch aus all den Fotos mal einen Kalender) Beim Durchsehen der vielen unterschiedlichen Motive kristallisierte sich ein Titel dafür dann quasi ganz von alleine heraus. „Himmlische Momente DAHeim“. Einfach, weil die Himmel an manchen Tagen in unserer Gemeinde (Heimat) so krass schön und ungewöhnlich waren.

Dann kam die eigentliche Arbeit, die Auswahl der 13 Motive (wer die Wahl hat, hat die Qual 😊), das Bearbeiten und Setzen, millimetergenaue Anpassungen inclusive. Aber das ist vollbracht.

Nun sind die Kalender, die übrigens im DIN-A4 Format und einzeln eingeschweißt sind, auf dem Weg zu mir. Eine Limited Edition sozusagen. Denn es gibt nur eine begrenzte Stückzahl mit den schönsten himmlischsten Momenten, die in diesem besonderen Jahr „DAH“ zu sehen waren. Ich bin echt gespannt. Und abschließend kann ich für mich nur eines sagen: So zaubert jede ungewöhnliche Situation auch immer wieder Neues hervor….

Bliebe nun noch eines zu klären: Wo könnt Ihr ihn bekommen, den Kalender „Himmlische Momente DAHeim“? Ganz einfach:  Diese sind zum Preis von 14,50 Euro beim Raumausstatter Stöppler zu den Geschäftszeiten: dienstags und freitags von 15 Uhr bis 18 Uhr sowie mittwochs und samstags von 10 Uhr bis 13 Uhr erhältlich. (Da sage ich an dieser Stelle übrigens noch mal ganz lieben Dank an Steffi Stöppler, die mir hier eine Plattform bietet). Zudem ist der Kalender nun auch im Schnäppchenmarkt Ascheberg zu den Geschäftszeiten Montag – Freitag 9:00 – 18:30 Uhr und Samstag 9 – 16 Uhr erhältlich. Ferner könnt Ihr sie auch montags bis freitags von 18 Uhr bis 19 Uhr bei mir an der Dorfheide 1 in Ascheberg bekommen. Gerne könnt Ihr sonst auch eine E-Mail an himmlischemomente@web.de schreiben und vorreservieren.  Eure Tina Nitsche

Und hier noch einmal der Titel. (Oben ist er in der Darstellung angeschnitten, das liegt aber am Blogformat).

Es bleibt ruhig an der Lüdinghauser Straße

Der geplante Hofverkauf mit der Veranstaltung „Ascheberg trifft sich“ ist gecancelt

ASCHEBERG. Ab Montag wird es ruhiger. Die neuen Corona-Regeln greifen. Was das bedeutet? In diesem Falle eine erneute Absage. Ihr erinnert Euch? Genau, da war ja noch etwas: Der geplante Hofverkauf an der Lüdinghauser Straße vom 5. bis zum 8. November. Zudem sollte am 6. November die Veranstaltung „Ascheberg trifft sich“ – in diesem Falle anders (wir berichteten) steigen. Doch nun haben Steffi Schulze-Wenning und Lutz Walter (auch im Namen für Ascheberg Marketing) alles abgesagt. „Da müssen wir uns an die Regeln halten“, sagen beide, auch wenn sich alle vielleicht etwas anderes gewünscht hätten.

„Der Standby-Modus ist somit aufgehoben“, seufzt Steffi Schulze-Wenning. Stattdessen bleibt es leer auf dem Hof an der Lüdinghauser Straße 17, wo eigentlich in der kommenden Woche Bewegung im Spiel gewesen wäre. Auch Lutz Walter hat die notwendigen Telefonate getätigt und den Künstlern Domenico de Angel und Andrea TiAmo abgesagt. Will heißen: Aller Vorfreude zum Trotz, auch in dieser Hinsicht bleibt es nun ruhig. Wie es weitergeht? Niemand weiß es so genau. Also heißt es nun für alle erst einmal abwarten. Sollte dann Neues geplant werden dürfen, dann erfahrt Ihr das natürlich hier. Tina Nitsche

Lichtblicke in besonderen Zeiten

Isabel Schütte hat das Herberner Dorflicht erneut aufgelegt

HERBERN. Ja, die Zeiten sind momentan alles andere als normal. Meldungen überschlagen sich, die Corona-Zahlen steigen. Was wir Menschen brauchen? Ganz sicherlich einen Lichtblick am Ende des Tunnels. Und da kommt unsere Isabel ins Spiel. Denn sie weiß: „Lichtblicke kann es gerade in dieser Zeit gar nicht genug geben.“ Doch sie belässt es hier nicht einfach bei ein paar Worten. Nein, denen lässt sie Taten folgen. Wie? Mit einer Idee, die sie vor drei Jahren erstmals präsentierte und nun erneut aufgelegt hat: „Die Herberner Dorflichter.“

Was diese so besonders macht? Sie vermitteln Heimatgefühl. Ob die Frau mit Jück, das Schloss Westerwinkel, Schloss Ittlingen, das Heimathaus, die evangelische Kirche oder der letzte Wolf – Isabel hat eben diese Herbener Sehenswürdigkeiten kreativ aufgearbeitet und zu einem großen Ganzen zusammengesetzt. Das Resultat: Ein echter Hingucker in unterschiedlichen Ausführungen und edlem Design.  Denn die Herberner Sehenswürdigkeiten finden sich in einem Kreis zusammengefügt wieder. Mitten in besagtem Kreis wird es dann hell. Weil darin ist ein Teelicht platziert ist, das gerade jetzt auch zur dunkleren Jahreszeit für Gemütlichkeit sorgt. Doch dabei hat es die 46-Jährige nicht belassen. Von wegen ein Teelicht inmitten eines „silbernen Kreises“. Nein mit Naturmaterialien wie Beeren, Blättern, Gräsern oder Blüten hat sie dem Herberner Dorflicht noch das I-Tüpfelchen in Form einer ganz besonderen Note verpasst.

Und so zaubert dann jedes einzelne ihrer Werke einen kleinen Lichtblick in die Wohnungen derer, die sich ein solches Dorflicht zulegen. Diese sind übrigens zum Preis von 13 Euro an der Südstraße 12 in Herbern, nachmittags jeweils von 16 bis 18 Uhr erhältlich. Und noch eines: In Kürze erfolgt sogar eine Winteredition. „Da erhalten die Dorflichter dann einen besonderen Anstrich in den Farben weiß und braun-metallic lackiert“, erklärt Isabel Schütte.  Tina Nitsche