Der sportliche Adventskalender

Mit einer ungewöhnlichen Idee bietet Anja Grund-Mohs für alle Bürger der Gemeinde Ascheberg Wohlbefinden in der Adventszeit

ASCHEBERG. Morgen ist es soweit. Da öffnen wir das erste Törchen vom Adventskalender. Derer gibt es viele. Mit Schokolade, mit Bildern, mit Socken – die Auswahl ist groß. In der Gemeinde Ascheberg gibt es nun jedoch einen besonderen Adventskalender. Einen Sportlichen! Und da verbergen sich hinter den Törchen nicht etwa Schweißbänder, Sportsocken oder ähnliches. Nein, hinter jedem Türchen verbergen sich in der Tat sportliche Einheiten und der Personal Trainer kommt dazu persönlich vorbei. Anja Grund-Mohs Fitnesstrainerin beim Ascheberger Kraftclub, hatte die Idee zu diesem etwas anderen Adventskalender.

Der Grund? „Ganz einfach“, sagt sie, „gerade in Zeiten von Corona ist vielfach Homeoffice angesagt, jetzt kommt noch die kalte Jahreszeit hinzu und da ist das dann mit der Bewegung so eine Sache“. Überdies darf Rehasport nicht stattfinden, die Pforten der Fitness-Studios sind geschlossen. „Also gar nicht so einfach mit den adäquaten Übungen, vor allem dann, wenn es hier und da zwackt“, erklärt Grund-Mohs. Und seien wir mal ehrlich, Nacken- oder Schulterverspannungen sind bei den meisten an der Tagesordnung. Logisch, die immer gleiche Haltung vorm Rechner ist da nicht gerade förderlich.

Für Jedermann kostenlos

Aber wie gesagt, die sportlichen Aktivitäten sind da momentan aufgrund von Corona-Beschränkungen eingeschränkt. „Ins Fitness-Studio kann da niemand. Also warum nicht den Spieß umdrehen, wenn man schon nicht ins Fitness-Studio kann, warum soll das Fitness-Studio dann nicht zu einem kommen?“ verdeutlicht Anja Grund-Mohs. Die Idee funktioniert ganz einfach und sie ist für jedermann kostenlos. „Jeder kann sich ein Törchen aussuchen, dann ruft er ab dem 1. Dezember unter 0 25 93 – 95 88 646 an und nennt dort seine bevorzugte Zahl zwischen eins und 24“, erklärt die Ideengeberin.

Am Dienstag wird das erste Kläppchen vom Andventskalender.  Und da kommt nun ein besonderer Adventskalender ins Spiel. Ein sportlicher, der auch genauso daherkommt, wie Anja Grund-Mohs verspricht. Foto: Tina Nitsche

Hinter jedem Kläppchen verbirgt sich eine sportliche Überraschung, die u.a. Gutscheine beinhalten. Anja Grund-Mohs bringt diese Überraschung dann persönlich vorbei und wird dann überdies   vor der Haustür mit dem Teilnehmer eine persönliche Fitnesseinheit absolvieren. „Wenn da jetzt einer zum Beispiel Nackenverspannungen oder Hüftprobleme hat, dann zeige ich ihm die passenden Übungen, die er dann ganz einfach zu Hause durchführen kann.“ Ferner gibt es die fachlich kompetente Beratung dazu.

„Wir wollen einfach einen Adventskalender bieten, der für das Wohlbefinden der Ascheberger Bürger sorgt. Anrufen darf jeder, ob sportlicher Neuling oder die Sportskanone.

Anja Grund-Mohs liefert die Gewinne persönlich bis zum 23. Dezember in Ascheberg, Davensberg und Herbern aus, auf Wunsch dann mit individueller Fitnesseinheit unter Einhaltung der Corona-Regeln. Ein Adventskalender der anderen Art. Aber einer, der für Wohlbefinden und durch die muskelaufbauenden Übungen auch für ein gesundes Immunsystem sorgt. Tina Nitsche

 

Info:
Wer ein sportliches Kläppchen öffnen möchte, der ruft ab dem 1. Dezember unter der Telefonnummer 0 25 93 – 95 88 646 an.

Ascheberg erstrahlt in vorweihnachtlichem Glanz

80 Stechfichten zieren nun den Ortskern

ASCHEBERG. Wenn in diesem Jahr so manches nicht stattgefunden hat, so ist eines doch gewiss: Weihnachten kommt bestimmt. Auch in dem so denkwürdigen Jahr 2020.

Und da hat es sich die Kaufmannschaft Pro Ascheberg nicht nehmen lassen, einer mittlerweile liebgewonnen Tradition zu frönen. Am Samstag bewaffneten sich 15 Pro Ascheberg Mitglieder mit Kabelbindern, Handschuhen und selbstverständlich mit Masken. Dann machten sich die Damen und Herren an die Arbeit. Immerhin waren da insgesamt 80 Tannenbäume, die im Ort platziert werden wollten. Mit von der Partie war da selbstverständlich auch der Ascheberger Löschzug, der die beleuchteten Weinachtssterne aufhing,

„Allerdings“, so räumte Manfred Hölscher, zweiter Vorsitzender der Kaufmannschaft Pro Ascheberg ein, „haben sich die Arbeitsabläufe in diesem Jahr ein wenig anders gestaltet.“ Corona bedingt, damit auch die Abstände gewährt und die Regelungen eingehalten werden konnten, haben die Mitglieder und auch die Blauröcke in kleinen Gruppen sowie teilweise zeitversetzt gearbeitet.  „Was sein muss, muss sein“, so Hölscher. Dennoch hat die Gemeinschaft dafür gesorgt, dass der Ascheberger Ortskern pünktlich zum 1. Advent in weihnachtlichem Glanz erstrahlt.

Alles ist irgendwie anders in diesem Jahr. Auch das traditionelle weihnachtliche Schmücken des Ortes der Kaufmannschaft Pro Ascheberg verlief anders. Foto: tina Ntische

Wenn sonst schon nichts stattfinden darf, so bescheren wenigstens die geschmückten Tannenbäume und die beleuchteten Weihnachtssterne den Spaziergängern vorweihnachtliche Stimmung im Ortskern. Und dafür gebührt der Kaufmannschaft und den Blauröcken dann auch ein großes Dankeschön. Der arbeitsreiche Tag endete dann nicht wie gewohnt mit einem gemütlichen Ausklang im Jagdschlösschen. „Das geht in diesem Jahr aufgrund der Corona Regeln leider nicht“, so Alfons Grove. Dafür sorgte Ehefrau Gunhild dann dafür, dass die Arbeiter auf der Sandstraße mit einem Getränk verwöhnt wurden. Bleibt abschließend nur noch eines zu sagen: Wenn dieses Jahr auch alles anders ist,  die Vorweihnachtszeit in Ascheberg lässt sich so auf jeden Fall besinnlich genießen. Tina Nitsche

Himmlische Momente DAHeim

Neues Projekt in besonderen Zeiten

Ja, wer hätte es gedacht, dass das Jahr 2020 so anders wird? Das unser Leben an manchen Stellen quasi stillzustehen schien und das wir nicht mal eben alles so machen konnten, wie wir das eigentlich gewohnt waren. Aber ein kleines Virus hat nun mal dafür gesorgt, dass sich unser Leben und unser Alltag geändert hat.

Ob das alles nur schlecht war? Nein. So schwer die ganze Situation auch ist, sie hat doch durchaus auch etwas Gutes. Wir Menschen haben ganz neue Dinge für uns (wieder-) entdeckt. Den Garten, das Kochen, das Wandern, das Radfahren, die Natur…. Und seien wir doch mal ehrlich: Gerade die Natur hat uns in dieser ganzen Zeit so etwas von belohnt….

Ich für meinen Teil konnte ganz viel entdecken. Denn ich war sehr oft mit dem Rad in den drei Ortsteilen unserer Gemeinde unterwegs. Mit von der Partie war auch immer die Kamera oder das Handy. Fotografieren ist nun mal meine Leidenschaft. Viele Bilder sind dabei entstanden und in diesem Jahr bei mir im Whats App Status gelandet. Dort haben sie, so zumindest die Resonanz, viele von Euch erfreut.

Natürlich sollt Ihr auch einen kleinen Vorgeschmack bekommen. Hier anhand des Motivs für Februar.

Vor allem die Himmelsbilder haben dabei nicht nur auf mich eine Faszination ausgeübt. Und so ist die Idee entstanden einen neuen Schritt zu wagen: Einen eigenen Kalender aufzulegen. (übrigens auch, weil viele von Euch immer wieder gesagt haben: „Mensch mach doch aus all den Fotos mal einen Kalender) Beim Durchsehen der vielen unterschiedlichen Motive kristallisierte sich ein Titel dafür dann quasi ganz von alleine heraus. „Himmlische Momente DAHeim“. Einfach, weil die Himmel an manchen Tagen in unserer Gemeinde (Heimat) so krass schön und ungewöhnlich waren.

Dann kam die eigentliche Arbeit, die Auswahl der 13 Motive (wer die Wahl hat, hat die Qual 😊), das Bearbeiten und Setzen, millimetergenaue Anpassungen inclusive. Aber das ist vollbracht.

Nun sind die Kalender, die übrigens im DIN-A4 Format und einzeln eingeschweißt sind, auf dem Weg zu mir. Eine Limited Edition sozusagen. Denn es gibt nur eine begrenzte Stückzahl mit den schönsten himmlischsten Momenten, die in diesem besonderen Jahr „DAH“ zu sehen waren. Ich bin echt gespannt. Und abschließend kann ich für mich nur eines sagen: So zaubert jede ungewöhnliche Situation auch immer wieder Neues hervor….

Bliebe nun noch eines zu klären: Wo könnt Ihr ihn bekommen, den Kalender „Himmlische Momente DAHeim“? Ganz einfach:  Diese sind zum Preis von 14,50 Euro beim Raumausstatter Stöppler zu den Geschäftszeiten: dienstags und freitags von 15 Uhr bis 18 Uhr sowie mittwochs und samstags von 10 Uhr bis 13 Uhr erhältlich. (Da sage ich an dieser Stelle übrigens noch mal ganz lieben Dank an Steffi Stöppler, die mir hier eine Plattform bietet). Zudem ist der Kalender nun auch im Schnäppchenmarkt Ascheberg zu den Geschäftszeiten Montag – Freitag 9:00 – 18:30 Uhr und Samstag 9 – 16 Uhr erhältlich. Ferner könnt Ihr sie auch montags bis freitags von 18 Uhr bis 19 Uhr bei mir an der Dorfheide 1 in Ascheberg bekommen. Gerne könnt Ihr sonst auch eine E-Mail an himmlischemomente@web.de schreiben und vorreservieren.  Eure Tina Nitsche

Und hier noch einmal der Titel. (Oben ist er in der Darstellung angeschnitten, das liegt aber am Blogformat).

Es bleibt ruhig an der Lüdinghauser Straße

Der geplante Hofverkauf mit der Veranstaltung „Ascheberg trifft sich“ ist gecancelt

ASCHEBERG. Ab Montag wird es ruhiger. Die neuen Corona-Regeln greifen. Was das bedeutet? In diesem Falle eine erneute Absage. Ihr erinnert Euch? Genau, da war ja noch etwas: Der geplante Hofverkauf an der Lüdinghauser Straße vom 5. bis zum 8. November. Zudem sollte am 6. November die Veranstaltung „Ascheberg trifft sich“ – in diesem Falle anders (wir berichteten) steigen. Doch nun haben Steffi Schulze-Wenning und Lutz Walter (auch im Namen für Ascheberg Marketing) alles abgesagt. „Da müssen wir uns an die Regeln halten“, sagen beide, auch wenn sich alle vielleicht etwas anderes gewünscht hätten.

„Der Standby-Modus ist somit aufgehoben“, seufzt Steffi Schulze-Wenning. Stattdessen bleibt es leer auf dem Hof an der Lüdinghauser Straße 17, wo eigentlich in der kommenden Woche Bewegung im Spiel gewesen wäre. Auch Lutz Walter hat die notwendigen Telefonate getätigt und den Künstlern Domenico de Angel und Andrea TiAmo abgesagt. Will heißen: Aller Vorfreude zum Trotz, auch in dieser Hinsicht bleibt es nun ruhig. Wie es weitergeht? Niemand weiß es so genau. Also heißt es nun für alle erst einmal abwarten. Sollte dann Neues geplant werden dürfen, dann erfahrt Ihr das natürlich hier. Tina Nitsche

Lichtblicke in besonderen Zeiten

Isabel Schütte hat das Herberner Dorflicht erneut aufgelegt

HERBERN. Ja, die Zeiten sind momentan alles andere als normal. Meldungen überschlagen sich, die Corona-Zahlen steigen. Was wir Menschen brauchen? Ganz sicherlich einen Lichtblick am Ende des Tunnels. Und da kommt unsere Isabel ins Spiel. Denn sie weiß: „Lichtblicke kann es gerade in dieser Zeit gar nicht genug geben.“ Doch sie belässt es hier nicht einfach bei ein paar Worten. Nein, denen lässt sie Taten folgen. Wie? Mit einer Idee, die sie vor drei Jahren erstmals präsentierte und nun erneut aufgelegt hat: „Die Herberner Dorflichter.“

Was diese so besonders macht? Sie vermitteln Heimatgefühl. Ob die Frau mit Jück, das Schloss Westerwinkel, Schloss Ittlingen, das Heimathaus, die evangelische Kirche oder der letzte Wolf – Isabel hat eben diese Herbener Sehenswürdigkeiten kreativ aufgearbeitet und zu einem großen Ganzen zusammengesetzt. Das Resultat: Ein echter Hingucker in unterschiedlichen Ausführungen und edlem Design.  Denn die Herberner Sehenswürdigkeiten finden sich in einem Kreis zusammengefügt wieder. Mitten in besagtem Kreis wird es dann hell. Weil darin ist ein Teelicht platziert ist, das gerade jetzt auch zur dunkleren Jahreszeit für Gemütlichkeit sorgt. Doch dabei hat es die 46-Jährige nicht belassen. Von wegen ein Teelicht inmitten eines „silbernen Kreises“. Nein mit Naturmaterialien wie Beeren, Blättern, Gräsern oder Blüten hat sie dem Herberner Dorflicht noch das I-Tüpfelchen in Form einer ganz besonderen Note verpasst.

Und so zaubert dann jedes einzelne ihrer Werke einen kleinen Lichtblick in die Wohnungen derer, die sich ein solches Dorflicht zulegen. Diese sind übrigens zum Preis von 13 Euro an der Südstraße 12 in Herbern, nachmittags jeweils von 16 bis 18 Uhr erhältlich. Und noch eines: In Kürze erfolgt sogar eine Winteredition. „Da erhalten die Dorflichter dann einen besonderen Anstrich in den Farben weiß und braun-metallic lackiert“, erklärt Isabel Schütte.  Tina Nitsche

KFD sagt Bücherherbst ab

ASCHEBERG. Es tut uns ja leid, dass wir hier schon wieder mit einer Absage aufwarten. Aber das ist der derzeitigen Situation geschuldet. Um es kurz zu machen: Auch der für den 28. Oktober anberaumte KFD-Bücherherbst ist nun gecancelt. Das hat KFD-Teamsprecherin Birgit Bolte mitgeteilt.

Nicht etwa, weil jetzt hier Corona-Fälle aufgetreten wären, sondern als reine Vorsichtsmaßnahme und Reaktion auf die derzeit steigenden Zahlen. Einen Ausweichtermin gibt es nicht, somit dürfen wir uns dann auf das kommende Jahr freuen. Aber wie heißt es doch so schön? Ja genau: Vorfreude ist die schönste Freude! Tina Nitsche

Standby-Modus ist angesagt

Die ersten beiden Termine der geplanten Veranstaltungsreihe „Hofverkauf mit Ascheberg trifft sich“ sind definitiv abgesagt

„Wir stehen auf Standby!“ In einem Satz beschreibt Steffi Schulze-Wenning die derzeitige Situation. „Hätte ich eine Kristallkugel, würde ich da sehr gerne reinschauen, denn was heute wichtig ist, ist Morgen unter Umständen Geschichte“, fährt sie fort und kann deshalb nur für den Moment sprechen. Und da hat sie nun die Reißleine gezogen für den geplanten Hofverkauf, in den freitags dann jeweils die Veranstaltung „Ascheberg trifft sich“ integriert werden sollte.

Der Hoffnungsschimmer

Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt. Denn bis jetzt steht noch ein Termin: Vom 5. November bis 8. November steigt der Hofverkauf. Will heißen, dass sich Ascheberg dann am 6. November in der Zeit von 18 Uhr bis 22 Uhr trifft. Anders, nicht am Katharinenplatz, sondern an der Lüdinghauser Straße 17. Und mit dem nötigen Abstand. Musikalisch untermalt von Domenico de Angel und Andrea TiAmo.

Domenico de Angel und Andrea TiAmo sorgen am 6. November musikalisch für den richtigen Schwung bei der Veranstaltung „Ascheberg trifft sich anders“. Foto: Tina Nitsche

„Die anderen beiden Termine, also der Hofverkauf vom 22. bis 25. Oktober und der am 20. Oktober bis 1. November, die finden nicht statt“, macht Steffi Schulze-Wenning deutlich. Warum? Auch diese Frage lässt sie nicht unbeantwortet.

„Einer meiner Angestellten hatte Kontakt zu einer auf Covid 19 positiv getesteten Person“, sagt sie. Daraufhin hat sich die Aschebergerin umgehend mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung gesetzt.

„15 Minuten direkter Kontakt reichen aus, um sich anzustecken und das zieht dann unweigerlich die Quarantäne nach sich“, hat sie gelernt. „Ich konnte jetzt nicht sagen, ob der Kontakt 10 oder 12 Minuten gedauert hat, und wie genau der Abstand war.“ Sie hat deshalb die Konsequenz daraus gezogen. „Wir als Veranstalter haben schließlich eine Verantwortung und ich hatte ein ungutes Gefühl, deshalb haben wir uns dazu entschlossen die ersten beiden Veranstaltungen abzusagen.“

Für sie hat da die Gesundheit ganz klar Vorrang. Auch wenn es wirtschaftlich für sie sicherlich keine leichte Situation ist. „Wir waren startklar, und das in jeder Hinsicht. Ebenso wie Lutz Walter und Ascheberg Marketing als Veranstalter von Ascheberg trifft sich, sowie die musikalischen Gäste.“ Nun bleibt den Organisatoren nur eines. „Wir warten ab und bleiben im Standby-Modus.“  Tina Nitsche

Info:
Stand jetzt findet der Hofverkauf inklusive Ascheberg trifft sich für das dritte Veranstaltungsdatum (5- bis 8. November) statt. Dennoch betonen die Veranstalter, dass sie aufgrund der derzeitigen Corona-Situation da nur vom jetzigen Zeitpunkt ausgehen können. „Wir wissen nicht wie sich die Gesamtsituation weiterentwickelt, also werden wir auch da entsprechend reagieren“, so Walter und Schulze-Wenning abschließend.

 

Was die Zukunft wohl bringt?

KFD Ascheberg lädt zum Bücherherbst ins Pfarrheim

ASCHEBERG. Ob in Köln, Hamburg oder San Remo, die Fragen am Neujahrsmorgen sind die gleichen: Was bringt die Zukunft? OK, wir stehen hier nicht vor dem Neujahrsmorgen, aber gerade in dieser Zeit treibt auch uns zumindest die Frage um, nach dem was da wohl zukünftig kommt.

Aber zurück nach Köln, Hamburg und San Remo und damit back to the 50th. Denn hier nimmt die zweibändige Saga „Und die Welt war jung“ von Bestsellerautorin Carmen Korn ihren Auftakt. Drei Familien, drei Städte, ein Jahrzehnt. Startpunkt ist dabei der 1. Januar 1950. Und die Ausgangsfrage an diesem Morgen ist wie gesagt: „Was bringt die Zukunft?“ Klingt auf jeden Fall spannend. Mehr wird an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Nur so viel: Dieses Werk hat Uta Hansen am Mittwoch, 28. Oktober, auf jeden Fall mit im Gepäck, wenn die KFD ab 20 Uhr im Pfarrheim St. Lambertus zum Bücherherbst lädt.

Natürlich dürfen Leseratten da auch auf weitere unterhaltsame Büchertipps gespannt sein. „Männer in Kamelhaarmänteln“ klingt da ebenfalls sehr vielversprechend. „Das ist das neue Werk von Elke Heidenreich“, erklärt Uta Hansen und verspricht: „Das ist auf jeden Fall auch mit von der Partie beim Bücherherbst.“ Die Fachfrau von Bücher Schwalbe will für diesen Abend einen bunten Mix zusammenstellen. Neben Utas Lieblingsbüchern sind auf jeden Fall auch Jugend- und Kinderbücher, Krimis oder Bücher aus dem politischen Genre im Gepäck.

Damit verspricht der KFD-Bücherherbst, der natürlich unter den notwendigen Corona-Maßnahmen stattfinden wird, unterhaltsam zu werden. „Zumindest Stand jetzt“, erklärt KFD-Teamsprecherin Birgit Bolte, das die für den 28. Oktober geplante Veranstaltung, wie vieles andere in Zeiten wie diesen, mit dem Prädikat „unter Vorbehalt“ versehen ist. „Wir können in dieser Situation ja lediglich erst mal planen und müssen dann von jetzt auf gleich reagieren“, ergänzt Bolte.

Also, gehen wir vom jetzigen Zeitpunkt aus, wartet am 28. Oktober ab 20 Uhr ein buntes Lesevergnügen im Pfarrheim. Je nachdem wie sich die Corona-Situation entwickelt, müssen die Veranstalter jedoch flexibel bleiben, womit wir dann wieder bei der Ausgangsfrage wären: „Was die Zukunft wohl bringt?“ Tina Nitsche

Info:
Anmeldungen zum Bücherherbst sind aufgrund der aktuellen Situation erforderlich. Sie können telefonisch bei Maria Aßmuth unter 025 93 – 70 67  oder via Email unter info@kfd-ascheberg.de erfolgen.

Andere Zeiten – neue Wege

Corona hat bei Alexandra Speemann die kreative Seite zum Klingen gebracht

ASCHEBERG. Wie heißt es doch so schön? Ach ja: Es kommt immer darauf an, was du daraus machst. Gerade in Zeiten wie diesen, wo uns ein kleines Virus quasi kalt erwischt hat und nun immer mehr unser Leben bestimmt.

Doch diese Pandemie kann durchaus auch Positives bewirken, „uns neue Seiten offenbaren“, sagt Alexandra Speemann. Auch für sie hat sich vieles geändert in der Corona-Zeit. Aber sie hat sich davon nicht unterkriegen lassen. Im Gegenteil. Sie ist zur kreativen Höchstform aufgelaufen.

„Ich habe immer schon ein Faible für das Kreative gehabt“, erzählt sie. Oft hat sie da auch die Kreativ-Angebote der Kolpingfamilie genutzt. Außerdem hat sie schon immer mal gerne über den Tellerrand geschaut. „So haben ein paar Freundinnen und ich  mit großer Freude ab und zu Kurse der Floralen Manufaktur in Lüdinghausen besucht“. Und da hat sie ein Rüsthandwerk an die Hand bekommen, das sie nun hobbymäßig ausgebaut hat. Sie fertigt florale Kränze. Und das aus Naturmaterialien. „Als Hundebesizerin bin ich natürlich oft draußen unterwegs und in der Natur findet man Unmengen an Materialien.“

Kunst via Online Kurs

Sie hat sich auf neue Wege begeben. Hat auch die neue Form von Kursen absolviert, die seit dem Corona-Stillstand ganz neue Möglichkeiten eröffnen. „Statt Kurse mit Freunden zu besuchen, habe ich in diesem Fall das Angebot der Floralen Manufaktur genutzt, die Kurse online angeboten hat.“ Natürlich ist das anders, als live in einem Kurs zu sitzen. „Aber es hat durchaus auch Vorteile, man kann diese Kurse im eigenen Rhythmus absolvieren.“ Sich Zeit lassen, das ist auch etwas, was Alexandra Speemann in der Krise gelernt hat. Das allerdings „zieht auch viele Vorteile nach sich. Man geht Dinge viel entspannter an“.

Einfach mal den Blickwinkel ändern

Die Beschäftigung mit der floralen Kunst hat überdies ihren Blickwinkel geändert. „Man schaut jetzt anders, wenn man in der Natur unterwegs ist. Da sieht man so viele herrliche Materialien, da formen sich dann schon während des Spaziergangs immer neue Ideen im Kopf.“ Kastanien, Eicheln, Hopfen, ja selbst Disteln und Beeren faszinieren sie nun auf eine ganz andere Weise. „Ich kann aus all diesen Dingen etwas formen und das ist wunderschön“. Logisch, dass sie da auf dem ein oder anderen Spaziergang viele Dinge aufliest, die besonders jetzt zur Herbstzeit gerade auf dem Boden liegen.

„Man muss nicht immer alles kaufen“, sagt sie, wobei die Strohrömer, die als Grundgerüst für ihre großen Kränze gelten, dann schon angeschafft werden müssen. „Das Gute jedoch ist, man kann sie immer wiederverwenden, wenn beispielsweise mal ein Kranz nicht mehr schön aussieht. Manches ist dann einfach auf, viele andere Dinge kann man jedoch wieder benutzen und daraus Neues entstehen lassen.“ Bis das allerdings soweit ist, dauert es.

Bei Alexandra Speemann hat Corona die kreative Seite zum Klingen gebracht. Foto: Tina Nitsche

„Hier,“ weist die Aschebergerin auf einen wunderschönen Kranz aus Naturmaterialien im Wohnzimmer, „der ist sogar schon drei Jahre alt und immer noch schön.“ Gerade hat sie wieder ein Prachtexemplar fertig gestellt, das nun den heimischen Flur ziert. Verwendet hat sie bis auf den Stacheldraht – die Pflanze musste sie kaufen – nur Naturmaterialien, die sie im Garten und draußen in der Natur gefunden hat. „Da habe ich viele kleine Sträuße gefertigt, die ich dann in zu einem großen Kranz zusammengesteckt habe.“ Die Ideen gehen ihr nicht aus. „Und selbst wenn ich mal kreativen Input brauche, da bietet das Internet viele Möglichkeiten.“

Ihr Stil besticht durch Schlichtheit. Und gerade das lässt ihre Werke zum echten Hingucker werden. Selbst kleine Schalen peppt sie auf diese Weise auf. „Kränze lassen sich ja in allen Größen fertigen, und nicht immer benötigt man dafür einen Strohrömer.“ Die Corona-Zeit hat bei Alexandra Speemann die kreative Seite zum Klingen gebracht. Statt sich von schlechten Nachrichten runterziehen zu lassen, hat sie den Blickwinkel geändert. Oder anders ausgedrückt: Sie hat einfach das Beste aus der Situation gemacht. Denn genau darauf kommt es an. Tina Nitsche

 

 

„Die Bürger mit einbeziehen“

Drei Fragen an Thomas Stohldreier

Am 13. September sind die hiesigen Kommunalwahlen. Dabei wird in der Gemeinde Ascheberg auch das Amt des Bürgermeisters neu besetzt. Mit Thomas Stohldreier und Monika Verspohl gehen für die Nachfolge von Dr. Bert Risthaus gleich zwei Kandidaten ins Rennen. Wir haben beiden Kandidaten unabhängig voneinander drei Fragen gestellt. Wie Thomas Stohldreier diese Fragen beantwortet, das lest Ihr hier:

 

DAHeim: „Wie können Sie sich eine Transparenz bei Verwaltungsabläufen für Bürger vorstellen?“

Thomas Stohldreier: „Ich glaube, es wird zukünftig immer wichtiger, dass wir über verschiedene Kanäle informieren. Da reicht die Zeitung alleine nicht aus. Wenn wir die Informationen über viele verschiedene Kanäle fließen lassen, dann können wir die Bevölkerung im Vorfeld mitnehmen. Damit erzielen wir die besten Ergebnisse, die dann auch von einem Großteil der Bürgerinnen und Bürger akzeptiert werden. Zudem können wir auf diese Weise dann auch immer mal wieder vorstellen, was wir vorhaben.

Weiterhin würde ich mich dafür einsetzen, die Sitzungen im Rathaus zu streamen. Denn auch da können wir die Bevölkerung mitnehmen und an unseren Planungen teilhalben lassen. Die Bürgerinnen und Bürger könnten dann die Sitzungen ganz bequem vom Sofa aus verfolgen und würden auf diese Weise ganz viel mitbekommen.“

 

DAHeim: „Wie möchten Sie zukünftig das Wohnen und Arbeiten in der Gemeinde gestalten?“

Thomas Stohldreier: „Beim Thema Wohnen steht für mich fest, dass wir in allen drei Ortsteilen Bauplätze und auch bezahlbaren Wohnraum schaffen müssen. Ebenso müssen wir uns um die Frage kümmern, wie wir erreichen können, dass ältere Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten ihr Haus gegen eine bezahlbare Wohnung zu tauschen, wenn sie sich verkleinern möchten. Das kann dann auch eine Riesenchance sein, um nicht nur auf die Erschließung neuer Baugebiete zu setzen. Vielmehr hätten wir da dann auch eine Nachnutzung im Blick.

Wichtig ist mir außerdem, dass es ein Wohngruppenangebot für pflegebedürftige Senioren in Davensberg gibt, damit auch sie in ihrer Heimat bleiben können. Wir müssen da auf diesem Sektor mehr tun, da unsere Gesellschaft älter wird.

Wenn es um das Stichwort Arbeit geht, haben wir glücklicherweise in der Gemeinde einen guten Branchemix. Der hat uns gut durch die Krise geführt und ich hoffe, dass das so bleibt. Deshalb ist es wichtig gute Rahmenbedingungen für Betriebe zu schaffen. Dazu zähle ich u.a. Erweiterungsmöglichkeiten, aber auch den Ausbau von Kooperationen wie sie derzeit bspw. mit der Profilschule bestehen. Ganz wichtig ist es ferner, eine Verlässlichkeit bei den Steuern zu haben.

Die Schaffung einer guten Infrastruktur ist ein weiterer Punkt. Da sind wir dabei, zum Beispiel bei der Profilschule. Zudem muss die Mobilität angepasst werden. Dazu planen wir im November eine Mobilitätsbefragung, um ein Mobilitätskonzept erstellen zu können, aber auch mehr Möglichkeiten für Bus- und Radverkehr zu schaffen. Das ist für alle Gesellschaftsschichten wichtig.

Weiterhin bin ich mir sicher, dass es künftig mehr Homeoffice-Arbeitsplätze geben wird, da können wir uns in der Gemeinde bereits über eine gute Struktur freuen. Denn hier liegt schon überall Glasfaser und wir müssen da vor allem schauen, dass wir auf dem neuesten Stand bleiben.

Als weiteren Punkt möchte ich noch auf die Einführung der E-Akte verweisen, um so Arbeit von zu Hause aus zu ermöglichen.“

 

DAHeim: „Welche Projekte könnten Sie sich zum Thema Umwelt-/Klimaschutz in der Gemeinde Ascheberg vorstellen?“

Thomas Stohldreier: „Da geht es um Mobilität aber auch um E-Bike- und Car-Sharing. Vielleicht kann dafür dann der Zweitwagen wegfallen. Dieser Sektor ist ein zartes Pflänzchen, damit müssen wir behutsam umgehen. Um die E-Mobilität weiter fördern zu können, benötigen wir vor allem eine andere Lade-Infrastruktur.

Eine wichtige Rolle spielen da weiterhin die Fahrrad-Poller, die für alle drei Ortskerne entwickelt werden. Es gibt schon einen Prototyp. Denn so können die Bürgerinnen und Bürger ihre Fahrräder sicher anketten, was auf der anderen Seite dann vielleicht auch viele animiert, den Weg in den Ortskern mit den Fahrrad zurückzulegen, wenn sie Besorgungen machen möchten.

Ein nachhaltiges DAH ist in meinen Augen die Keimzelle für gute Ideen. Damit die dann umgesetzt werden können, benötigen wir einen gewissen Haushaltsansatz.  Gute Rahmenbedingungen führen zu guten Ergebnissen. Ebenso wenn man Projekte gemeinsam anpackt. Will heißen, wenn wir die Menschen an Projekten beteiligen, anstatt sie von oben vorzugeben.

Wenn ich Bürgermeister werde, möchte ich ferner den papierlosen Rat vorschlagen und auch schauen in welchen Bereichen wir noch auf Papier verzichten können. Da gibt es sicherlich noch so einiges an Potential.“

Foto / Interview: Tina Nitsche