Das etwas andere Straßenfest 2020

Die Nachbarschaft der „Geiststraße und Rulle“ ist begeistert

HERBERN. Da war doch noch etwas. Genau! Stichwort Kreativität. Die rückte ja am Wochenende bei den Nachbarschaften „Geiststraße und Rulle“ in den Focus. Ihr erinnert Euch? Der Ersatz für das jährliche Straßenfest, das in diesem Jahr, Ihr wisst schon, situationsbedingt ausfallen musste.

Ja, die Nachbarn, sie waren echt fleißig. Simone Menkhaus und ihre Nichte Julia Närdemann haben richtig viele Kunstwerke im Tausch gegen ein selbstgebackenes Törtchen eingesammelt. Und dann? Dann sind die beiden unter die Künstler gegangen und haben aus den vielen kleinen Kunstwerken ein großes gezaubert! Damit auch jeder etwas davon hat, hat das Duo die gefertigte Collage kurzerhand mehrfach kopiert und laminiert. Auf diese Weise, wird sich jeder Bewohner der „Geiststraße“ und „Rulle“ für immer an das etwas andere Straßenfest 2020 erinnern! Tina Nitsche

Der besondere Tausch: Kunstwerk gegen Mini-Torte

Straßenfest mal ganz anders

HERBERN. Feste können in Zeiten wie diesen nicht gefeiert werden, wie sie fallen. Das betrifft viele Veranstaltungen, aber auch zum Beispiel Straßenfeste.

Nun ja, manchmal erfordern ungewöhnliche Zeiten dann eben auch besondere Maßnahmen. Die Bewohner der Geiststraße und Rulle haben solche ergriffen. Das traditionelle Straßenfest kann aufgrund bestehender Vorschriften nicht wie sonst üblich gefeiert werden. Soweit so gut. Will heißen die Bewohner können sich nicht treffen. Also musste eine Idee her.

Gesagt, getan! Die Lösung: „Wenn wir nicht zum Straßenfest können, wie wäre es, wenn das Straßenfest zu uns kommt?“ Genau auf diesem Plan bauen die Bewohner auf. Wie? Mit einer XXL-Portion Kreativität.

„Wir hatten ja bereits die Ballonaktion“, erklärt Simone Menkhaus. Auf diese folgt nun eine kreative Bastelaktion. Deshalb haben die Anwohner kleine Zettel erhalten. Und diese dürfen nach Herzenslust verziert werden. Mit schönen Sprüchen, mit selbstgemalten Motiven, mit Wünschen, mit Mini-Collagen…. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Einzige Vorgabe: Nichts darf über den Rand des Zettels gehen und jeder Zettel sollte mit dem Namen des Künstlers versehen sein.

Morgen, also am Sonntag, 28. Juni, sammeln Simone Menkhaus und ihre Nichte Julia Närdemann die kleinen Kunstwerke dann ab 14.30 Uhr ein. Wer nicht zu Hause ist, hat die Möglichkeit, sein kleines Kunstwerk vorher bei Simone Menkhaus abzugeben oder in den Menkhauschen Briefkasten zu werfen.
Die Abgabe der kleinen Zettel, ist übrigens mit einer Besonderheit verknüpft. Denn die angehende Konditorin Julia Närdemann „versüßt“ bzw. belohnt jedes Werk mit einer Mini-Torte. „Da heißt es dann also, wir tauschen Zettel gegen Leckerei“, erklärt Simone Menkhaus.

Nun stellen sich viele von Euch sicherlich die Frage: Was passiert mit den ganzen kleinen Kunstwerken? Das wollen wir an dieser Stelle natürlich nicht verschweigen: Viele kleine Kunstwerke werden zu einem großen Kunstwerk formiert. Mehr wird noch nicht verraten, denn wie heißt es doch immer so schön: Das Beste kommt zum Schluss! Also, Fortsetzung folgt…. Tina Nitsche

Mit passendem Vorgeschmack in die großen Ferien

Countdown zum Hofverkauf läuft –  Speisekarte verspricht Abwechslung

ASCHEBERG. Der Countdown läuft. Nur noch wenige Stunden, dann geht es los an der Lüdinghauser Straße 17 in Ascheberg. Denn dann steigt der angekündigte Hofverkauf bei Schaustellerin Steffi Schulze-Wenning. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, denn ein solches Vorhaben lässt sich schließlich nicht mal eben so realisieren. Die Tischgarnituren lagern bereits auf dem Hof, einige Mitarbeiter sind mit den Gabelstaplern unterwegs, andere krempeln die Ärmel hoch, um mit den notwenigen Aufbauarbeiten zu beginnen.

Für Schaustellerin Steffi Schulze-Wenning der ganz normale Arbeitsalltag. Endlich! Denn bisher hat ihr dieser natürlich gefehlt. Ihre Branche ist diejenige, die mit am härtesten vom Corona-Ausmaß betroffen ist. Kirmes, Großveranstaltungen, all das fällt flach.

Untätig rum sitzen ist hingegen weniger ihr Ding. Deshalb hat sie den Hofverkauf (DAHeim die Dorfkolumne berichtete) initiiert. Eine Gelegenheit gemütlich beisammen zu sitzen – natürlich unter den vorgeschriebenen Abstandsregelungen – und wenigstens für einen Moment ein wenig Normalität spüren. „Versüßt“ wird der Aufenthalt mit Backfisch, Fischspezialitäten, „aber auch mit Gerichten vom Grill, wie Bratwurst und Co, sowie Kartoffelspezialitäten, Pommes und Salaten“, ergänzt die Aschebergerin. Dieses Angebot hat sie kurzerhand erweitert und setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit heimischen Anbietern. „Auf diese Weise können wir alle profitieren und unsere Speisekarte wird dadurch noch ein Stückchen attraktiver“, sagt sie. Die Gäste, die ab morgen, Donnerstag, 25. Juni, den Weg an die Lüdinghauser Straße finden, haben somit eine große kulinarische Auswahl, die von Scampi, über Meeresfrüchte, Backfisch und Fischbrötchen bis hin zu Bratwurst, Nackensteaks und weiteren Gerichten reicht.

Und schauen wir auf die Wetterkarte, so ist auch Petrus dieser Veranstaltung wohl gesonnen. Sonne pur verspricht der Wetterdienst zum Auftakt, aber auch an den darauffolgenden Tagen, an denen der Hofverkauf läuft. Somit dürfte einem etwas anderem Wochenende nichts mehr im Wege stehen. Oder, um es anders auszudrücken: Die großen Ferien starten in kulinarischer Hinsicht mit dem passenden Vorgeschmack. Tina Nitsche

Info:

Der Hofverkauf findet vom 25. Juni (Donnerstag) bis 28. Juni (Sonntag) jeweils von 12 Uhr bis 20 Uhr an der Lüdinghauser Straße 17 in 59387 Ascheberg statt.

Foto: Tina Nitsche

Insel mit Suchtfaktor

„Sylt wir kommen!“

Ha, bald ist sie weg unsere Isabel! Wohin? Na, wohin wohl?! Ab auf ihre Insel. Wie jedes Jahr!

Sylt macht eben süchtig! Und gebangt wurde innerhalb der fünfköpfigen Familie ja auch bereits genug. Dieses Corona-Virus drohte schließlich schon die Urlaubspläne platzen zu lassen. Zumindest zeitweilig. Logisch, dass man(n) vor allem, den Corona-Ticker genauestens im Visier hatte. Während frau sich  schon mit möglichen anderen Zielen befasste. Sicher ist schließlich sicher! Und jetzt mal ehrlich: wer gibt schon freiwillig der Enge der Wohnwagendusche den Vorzug, und dann noch mit der gesamten Familie? Aber zeitweise hat es so ausgesehen, das campen nur mit dem nötigen Abstand versteht sich, und ganz ohne Duschgemeinschaftsräume etc. auskommen müsse. Die einzige Option neben der Wohnwagendusche wäre allenfalls die Outdoor-Solardusche gewesen. Nur wer will das schon? Frau auf jeden Fall nicht.

Aber der werte Gatte unserer Isabel blieb standhaft. Wartete treu und brav jede Corona-Lockerung ab und endlich: Er wurde belohnt! Campen auf Sylt ist – wenngleich mit besagten Abstandsregeln – aber ohne Duschprobleme möglich. „Juchhu“!

Und jetzt? Jetzt hat unsere Isabel alle Hände voll zu tun. Wohnwagen putzen, Kisten packen, Einkaufen – kurzum, das volle Programm Urlaubsvorbereitungen. Am Wochenende geht’s los:

„Sylt wir kommen“. Und mit dem Urlaub füllt sich dann – kleine „Androhung“ an dieser Stelle – auch die Kolumne „Sylt meine Insel“.

Na, da sind wir doch mal gespannt. Mal sehen wie es sich dann mit dem Insel-Suchtfaktor verhält…. Vielleicht werden wir ja alle infiziert. Tina Nitsche

Foto: Isabel Schütte

Leseratten kommen wieder auf ihre Kosten

Die öffentliche Pfarrbücherei St. Lambertus Ascheberg öffnet wieder

ASCHEBERG. Endlich ist es wieder soweit: Ab Morgen (21. Juni,) öffnet sie wieder, die öffentliche Bücherei KöB St. Lambertus Ascheberg. Und das wird vor allem all die großen und kleinen Leseratten freuen. Denn was kann es Schöneres geben, als mal für einen kurzen oder längeren Moment in andere Welten abzutauchen?

Wer sich nun fragt zu welcher Zeit es losgeht, dem sei gesagt: Ab 10 Uhr. Die Pfarrbücherei hat dann nach langer (Corona-) Pause wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Das allerdings, mit den nötigen Schutzmaßnahmen.

Darauf müsst Ihr Euch beim Besuch einstellen:

  • Es gibt ein Einbahnstraßensystem (Die Bücherei wird über die Tür zum Pfarrheim vom Pfarrgarten aus betreten und wie gewohnt über die Ausgangstür (Kirchplatz) verlassen
  • Maximal 1-2 Personen pro Haushalt dürfen sich gleichzeitig in der Bücherei aufhalten.
  • Insgesamt dürfen maximal 3 Personen gleichzeitig im Raum sein.
  • Die Kontaktdaten der Leser werden erfasst (Uhrzeit, Name, Adresse, Telefonnummer)
  • Es gelten die Abstandsregeln von 1,5 bis 2 Metern
  • Für die Rückgabe der Medien muss der bereitgestellte Korb genutzt werden, da diese Medien 72 Stunden gelagert werden müssen, bevor sie wieder in den Verleih gehen dürfen.

Es gibt einiges zu beachten. Regeln, die vorgegeben sind. Und da bittet das Büchereiteam um Verständnis. Viel schöner ist jedoch vielmehr: Das es endlich wieder losgeht! Tina Nitsche

Ferien Ahoi!

Moin, moin…. Urlaubsfeeling beim Hofverkauf!

Eines steht fest: Diese Zeiten sind alles andere als gewöhnlich! Vieles ist durch dieses kleine Virus zum Erliegen gekommen. Was fehlt? Ganz einfach: Die Leichtigkeit des Seins! Einfach mit Freunden treffen, Essen gehen, ungezwungen sein…. Das war einmal! Aber Schritt für Schritt kehren wir ja allmählich ein wenig zu dem Punkt zurück, an dem wir standen, bevor Corona ausbrach.

Und wie gut, wenn da dann einfach auch mal andere Wege beschritten werden. Schließlich muss es ja weitergehen. Steffi Schulze-Wenning plant genau das!

Wann? Ab 25. Juni. Dann heißt es ab 12 Uhr: Startschuss für den etwas anderen Hofverkauf! Und irgendwie kommt bei dem ein bisschen Urlaubsstimmung auf. Nicht nur deshalb, weil der Startschuss passend zum Beginn der Sommerferien fällt. „Moin, moin…“, um es mal in der Sprache der Küstenbewohner auszudrücken. Nein, auch wegen der Speisekarte. Denn die „wird natürlich von Fisch in allen Variationen dominiert“, verrät die Ascheberger Schaustellerin lachend.

Fisch ist schließlich ihr Metier. Schulze-Wennings Fischpfanne hierzulande auf jeden Fall legendär! Besonders zur Kirmessaison. Na ja, die ist in diesem Jahr gestrichen. Aber den Backfisch, ebenso wie andere Fischspezialitäten, den gibt es trotzdem. Und das in einer ganz besonderen Atmosphäre. Mit viel Raum für besondere Momente. Denn Platz hat die Aschebergerin auf ihrem Grundstück ausreichend zur Verfügung. „Da passen viele Tischgarnituren hin und dabei können wir ganz problemlos die vorgeschriebenen Abstandsregelungen einhalten“, unterstreicht Steffi Schulze-Wenning.

Ihre Idee will sie zunächst einmal an drei Tagen umsetzen. Vom 25. Juni bis zum 28. Juni von jeweils 12 Uhr bis 20 Uhr. Sollte die Idee von den Bürgern angenommen werden, dann ist eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen. „Wir würden uns auf jeden Fall freuen“, so die Aschebergerin.

Momentan sind sie und ihr Team mit viel Freude bei den Vorbereitungen. Ab 25. Juni heißt es dann einfach: Willkommen beim Hofverkauf! Ob zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto – ganz egal. Platz ist ausreichend vorhanden. Und eines ist garantiert: Mit dieser Idee geht es auf jeden Fall urlaubsmäßig in die Sommerferien. Oder sollten wir besser sagen Ferien Ahoi?! Tina Nitsche

 

Info:
Der Hofverkauf findet vom 25. Juni (Donnerstag) bis 28. Juni (Sonntag) jeweils von 12 Uhr bis 20 Uhr an der Lüdinghauser Straße 17 in 59387 Ascheberg statt.