Und tschüss…..

… Sylt bis zum nächsten Mal

Der Urlaub ist zu Ende und damit auch zunächst die Geschichten in meiner Sylt Kolumne.  Ich hoffe, ich habe euch nicht zu sehr mit meinen Camping Geschichten genervt. Vielleicht habe ich den DAHeim-Gebliebenen ja ein bisschen Inselflair in die heimischen vier Wände gezaubert. Ansonsten ein kleiner Tipp: Ab auf diese Insel!

Familie Camper habe ich nicht verabschiedet. Beim Auschecken haben wir auf jeden Fall gesagt, dass wir uns im nächsten Jahr andere Nachbarn wünschen. Manchmal passt es und manchmal eben nicht. Ist ja wie im normalen Alltag auch.

Etwas Wehmut ist beim Abschied natürlich dabei, aber ich freue mich auch auf zu Hause. Danke an meine Schwester, die in den 21 Tagen unsern Hamster versorgt hat. Ein großes Dankeschön geht auch an meine Tina, die jeden Tag brav meine Beiträge hochgeladen hat. Ich sag Tschüss, wir sehen uns. Isabel Schütte

Einhorn gesichtet!

Der Urlaub neigt sich dem Ende zu und das Wetter wird immer besser. Wir bleiben jetzt auch noch einen Tag länger😂. Zu Hause ist ja auch nix los.  Familie Camper hat Besuch aus Garmisch-Partenkirchen bekommen.  Hannes heißt der nette Herr und musste sich vier Minuten lang desinfizieren, bevor er den Nachbarplatz betreten durfte. Wie immer stand deren Frühstückstisch fast unter unserer Markise.  Frau Camper war ganz aufgeregt und hat voll auf Corona Hygiene Maßnahmen gemacht, dass sie aber ihre Plastik-Hundekotbeutel täglich auswaschen und an der Wäscheleine trocknen, dass weiß Hannes sicherlich nicht. Wenn ich eins nach dem Urlaub nicht vermisse dann diese Familie!

Heute morgen um fünf  Uhr war der zweite Termin mit Inselfotograf Ralf Meyer. Wir sind dieses Mal zum Ellenbogen nach List gefahren und haben  dort beim Sonnenaufgang freie Sicht auf den Sylter Leuchtturm gehabt. Die Speicherkarte hatte dieses Mal dann auch  mit im Gepäck.

Beim anschließende Strandtag in Hörnum haben wir uns die Sandvorspülungen angeschaut, die zur Zeit dort vorgenommen werden. Sturmfluten und Brandung tragen jedes Jahr bis zu vier Meter Strand an der Westseite der Insel ab. Die Insel verliert dadurch jedes Jahr rund eine Million Kubikmeter Sand.

Ein Verlust, der durch diese Küstenschutzmaßnahme wieder ausgeglichen wird. Etwa acht Kilometer vor der Inselküste wird der Sand durch ein Spülschiff, auch Hopperbagger genannt, an Bord gesaugt. Anschließend fährt das Schiff fast bis auf einen Kilometer an die Küste heran, wo es das schwimmende Ende der Spülleitung aufnimmt und das Sand-Wasser-Gemisch an den Sylter Strand pumpt, wo er mit Planierraupen verteilt wird.

Insgesamt rund sechs Monate im Jahr fährt das Schiff rund um die Uhr hin und her, um etwa sechs Mal am Tag Sand an den Strand zu spülen. Von 1972 bis 2018 wurden so bereits rund 50,7 Mio. Kubikmeter Sand aufgespült. Das Spektakel könnt ihr euch mal in dem kleinen Video anschauen.

Als ich dann am späten Nachmittag ein Einhorn und einen  Pfau am Strand gesehen habe, wurde es Zeit zu gehen.  Der Abend wird heute mit leckeren Cocktails ausklingen. Ich trinke einen für euch mit, versprochen!  Isabel Schütte

Zu kleine Luke und ein pingeliger Platzwart

Besuch aus Hamburg

Die heiß ersehnte und nigelnagelneue Dachluke hat unser Freund Knuth uns gestern vorbei gebracht. Gemeinsam mit seinem Sohn Jorrit wurde erst die alte Luke entfernt und dann sollte das neue Dachfenster eingesetzt werden.  Das Vorhaben scheiterte an acht Zentimetern, denn die Luke ist zu klein.  Also Kommando wieder zurück und die alte Luke wieder rein. Ordentlich verklebt muss sie jetzt bis nach Hause durchhalten.  Wäre auch zu schön gewesen, aber ärgern tun wir uns darüber nicht. Ist halt eben so.

Schade nur für den ganzen Stress und dass Knuth das alles von Hamburg mitgebracht hat.  Beim kleinen Absacker wurde es dann wie immer etwas lauter. Wir hatten Knuth und Anne soviel zu erzählen und ich musste die beiden ja auch über unsere merkwürdigen Campingnachbarn aufklären. Der Nachtwächter kam um kurz vor Mitternacht und mahnte etwas leiser zu sein. Waren wir dann natürlich auch. Aber ein kleiner Spielverderber ist er ja doch.

Gleich geht es noch zackig zum Gartencenter Harms und anschließend zum Strand noch ein bisschen die Sonne genießen. Wenigstens etwas, was heute wieder klappt. Isabel Schütte

 

 

 

 

Das große Jammern

Das große Jammern macht sich nach über zwei Wochen beim Nachwuchs breit. Die ersten Dinge wie Lenis Zelt werden wieder ordentlich verstaut und eingeräumt, denn Freitag geht es nach Hause.  Mia hat ihr Datenvolumen fast aufgebraucht und braucht dringend WLAN. Das ist natürlich ein trifftiger Grund für die Abreise. Ich weiß gar nicht, wie wir  damals ohne Handy und ohne WLAN die Urlaubszeit überlebt haben. Aber das interessiert ja eh keinen, damals ist ja nicht heute.

Mr. Camper hat heute einen Tagesausflug mit der Familie gemacht. Nein, und ich hatte nicht im mindesten das Bedürfnis mitzufahren. Da genieße ich doch lieber die Zeit ohne Störungen. Es hat mir heute morgen schon gereicht, dass er mir mit seinem Zahnpasta verschmiertem Mund einen Guten Morgen zugerufen hat.

Ansonsten war es heute ein wettertechnisch, wie erwartet, durchwachsener Tag.  Mit Regen sind wir aufgewacht und im Laufe des Tages hat es sich aufgeklärt. War auch nicht so dramatisch, einige Familienmitglieder mussten eh ihren Sonnenbrand auskurieren. Morgen gibt es Neues aus der Campingwerkstatt. Isabel Schütte

Der Sommer ist zurück

Licht am Ende des Tunnels

Blauer Himmel, Sonne pur und eine Insel, die wieder strahlt. So ist es heute auf Sylt.  Ein Traum, das ist es worauf wir zwei Wochen lang gewartet haben.

Eigentlich wollten wir heute traditionell für Kaffee und Kuchen in die Kupferkanne, mit Blick auf die nicht endende Menschenschlange haben wir uns dann spontan anders entschieden. Also auf Richtung Rantum in die Kaffeerösterei. Hier haben wir einen Platz gefunden. Entspannung sieht aber leider anders aus, unser Sohnemann hat minütlich auf die Uhr geschaut, damit er bloß pünktlich zu seinem Date kam. Also auch hier wieder alles zack zack, man will ja auf nichts verzichten. Passte natürlich auch alles.

Edlich sind unsere Freunde aus Hamburg angereist. Während wir bisher nur die extravagante Nachbarschaft ertragen mussten, ist jetzt Licht am Ende des Tunnels.  Endlich normale Menschen…… So langsam kommen wir auf Sylt an. Leider  ist fast schon wieder Entspurt angesagt. Ist ja eigentlich immer so. Man fährt, wenn es am Schönsten ist, jedes Jahr dasselbe. Isabel Schütte

 

 

 

 

 

Zwei Herberner auf Sylt

Klatsch und Tratsch auf dem Campingplatz

Zwei Wochen Sylt liegen heute bereits hinter uns. Fazit: Viel Regen und Sturm aber auf engem Raum nochmehr Familienfreizeit.  Wir schauen mal, ob das Wetter besser wird. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich nie.

Nachdem die Heckluke vom Wohnwagen auf dem Auto Zug abgeflogen ist haben wir zusätzlich noch ein Blech hier liegen , was irgendwie komisch unterm Auto hang und von Thomas entfernt wurde. Aber alles kein Problem, morgen reisen unsere Freunde aus Hamburg an und KFZ Meister Knuth repariert dann alles. Die Ersatzteile bringt er ebenfalls vom Festland mit.

Unser Nachbar Mr. Camper musste übrigens seine Dusche abbauen. Der Platzwart hat sein Konstrukt kontrolliert und es für nicht gut befunden.  Jetzt läuft er anstatt 20 mal sogar 30 mal um den Wohnwagen herum. Ich glaub ehrlich, der hat irgendwelche Zwangsstörungen. Aber das liebe ich ja beim Camping. Alle wissen über alles Bescheid. Viel anders als unser Dorfleben ist das nicht. Herrlich.

Auf Sylt zu Hause: Barbara Lohmann und Stefan Riedl

In Kampen, wo die Reichen und Schönen zu Hause sind hab ich auch zwei Herberner Namensvettern ausfindig machen können. Stefan Riedel hat hier ein Architektbüro und Barbara Lohmann ein Modegeschäft.

Ansonsten läuft alles ganz gut.  Wenn das Wetter nicht so gut ist, hat man Zeit für lange Spaziergänge oder Stippvisiten in der Meersalz Manufraktur, der Kaffeerösterei, der Bonscherei oder der Sylter Meeresgärtnerei. Langweilig wird es uns nicht, dafür sind wir ja auf Sylt.  Isabel Schütte

 

 

 

Maskenschutz und die Kunst des Kochens

‎Morgendliche Rush Hour

Dieses Masken tragen nervt ja fast jeden.  Auch Sylt ist geprägt hiervon. Der einzige Ort, wo Masken wirklich Sinn machen ist beim Betreten der sanitären Anlagen hier auf dem Campingplatz.  Die sind hier super sauber, dass will ich nicht sagen. Aber zur sogenannten “Rush Hour“ um 9 Uhr, wenn gefühlt jeder zu Toilette muss, geht  hier täglich die Kloparty ab. Eigentlich muss man  Kopfhörer aufsetzen, damit man diese Geräusche nicht mitbekommt.  Das ist wirklich der Punkt beim Camping, den ich manchmal ausradieren möchte.

Thema Wetter: Es gab jetzt wirklich zwei Tage keinen Regen, bombastisch. Als ich mich  gerade noch hierüber gefreut habe, habe ich das Regengeräusch vernommen. Ach, dass wird wieder ein unvergesslicher Tag. Ich weiß es jetzt schon.

Wahrscheinlich sind aufgrund des wechselhaften Wetters und natürlich wegen Corona in der Strandkorbhalle in Westerland  noch mehr als die Hälfte der Strandkörbe verfügbar. Wo sonst in den Sommermonaten alles ausgebucht ist, sieht es in diesem Jahr anders aus.  

Auch auf dem Campingplatz in Wenningstedt sieht man viele freie Plätze. Restaurants spontan aufsuchen kann man vergessen, es ist alles komplett ausgebucht.  Die Stimmung  auf der Insel ist eine andere in Corona Zeiten, dass kann man auf jeden Fall sagen. 

Im übrigen haben sich unsere Kinder gestern im Nudeln kochen versucht.  Die Zubereitung war gut,  Probleme gab es beim Abschütten des Nudelwassers. Die Nudeln landeten alle auf dem Abfluss. Kann passieren, wir hatten ja noch ein Paket Nudeln.  Das hat dann auch alles unfallfrei geklappt.  In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende. Isabel Schütte

 

 

 

Badetag am Strand und auf dem Campingplatz

Bunter Urlaubsmix

Gestern konnten wir  nach endlosen Regen-und Sturmtagen mal wieder mit Sonne zum Strand. Es war toll…. Kreischende Möwen, Kinder die Muscheln sammeln, wir haben Wickinger Kubb gespielt. Es war schön, bis zu dem Zeitpunkt, als der Boden vibrierte.  Ein Bagger fuhr  über den Strand, um zu seiner Baustelle zu gelangen. Die war auch nicht weit von uns entfernt, dass durften wir dann auch hören.  Egal, wir sind ja nicht anspruchsvoll, wenigstens gab es Sonne.

Als wir am Nachmittag unsern Strandtag beendet hatten, fuhr doch tatsächlich das Shopping Queen Auto vor uns her. Diesmal waren wir ganz nah dran. Der Wagen stoppte direkt an der Wenningstedter Promenade. Da ich da rein zufällig auch gerade hin musste, bin ich hin zum pinken Auto. Zwei Damen erzählten mir von ihrer Shopping Tour auf Sylt. Natürlich hab ich auch ein Foto gemacht, dieses darf ich aus vertragsrechtlichen Gründen aber nicht im Blog hochladen.  Das Motto war auf jeden Fall: “Keine Krise bei der steifen Brise“. Damit wäre das Kapitel jetzt auch geschlossen.

Zurück auf dem Campingplatz ging es weiter.  Unser Nachbar hatte endlich seine Outdoor Dusche ausprobiert —nach einer Woche war es soweit. Die eigens angebrachte Konstruktion mit seinen Wasserschläuchen und Anschlüssen am gemeinsamen Wasserhahn hat irgendwie gehalten.

Erst stand er drunter, dann seine Frau und dann wurde der Hund abgebraust.  Alles schön und gut. Was ich dann nicht verstanden habe war, dass alle anschließend mit dicker Winterjacke, Schal und Mütze rumgelaufen sind. Vielleicht funktionierte der Temperatur Regler nicht, ach ist auch wurscht. Jetzt sind ja alle erstmal wieder sauber.

Den Abend haben wir in der Tiroler Stuben ausklingen lassen.  Urlaub kann so schön sein. Isabel Schütte