Auf der Autobahn 1 gibt es eine Vollsperrung. Bei Ascheberg ist die Autobahn in Richtung Dortmund durch einen Unfall blockiert.

Ascheberg – Auf der A1 sind drei Lkw miteinander kollidiert. Die Autobahn ist derzeit in Fahrtrichtung Dortmund voll gesperrt. Die drei Fahrzeuge krachten auf dem rechten Fahrstreifen ineinander.

Warum die drei Sattelzüge ineinander fuhren, wird derzeit von der Polizei ermittelt. Die Fahrer wurden zum Teil schwer verletzt und mussten in  die umliegenden Krankenhäuser gebracht werden.

Die Fahrbahn wird wohl noch länger gesperrt werden. Die Polizei warnt, dass die Autobahn in Richtung Dortmund für die Zeit der Unfallaufnahme und die Räumung noch bis in die Nachmittagsstunden gesperrt sein wird.

Wir berichten weiter.

 

Oma Gertrud und die Nachrichtenzentrale

Meine Oma Gertrud (92) hat sich nach einem halben Jahr im Seniorenheim eingelebt. Eigentlich ist sie  auch nicht im „Heim“. Sie ist, wie sie selbst immer betont, nur zur Kurzzeitpflege und kommt bald wieder zurück nach Hause. Wir bestätigen das so, tut ja keinem weh. Ich denke schon, dass es nicht einfach ist, sein altes unabhängiges Leben mit einem Platz im Pflegeheim einzutauschen.

Auf jeden Fall mischt sie nach alter Manier alles auf und bringt frischen Wind in die Senioren-WG. Einen männlichen Bewohner möchte sie am liebsten um stylen. „Der hat immer das gleiche an, das geht doch nicht“, weiß sie genauestens zu berichten. Doch der Herr ist unbeeindruckt. „Hauptsache es ist warm“, hat er ihr wohl mit auf den Weg gegeben. Pläuschchen halten ist mit den Masken etwas schwierig, aber das Telefon ist Oma Gertruds stetiger Begleiter. In ihrem Zimmer ist definitiv die Nachrichtenzentrale. Von hier aus geht alles was man wissen und auch nicht wissen will in den Dorf Funk über.

Ein besonderes Highlight ist auf jeden Fall immer der Besuch vom Hausarzt. Dieser bestätigt Oma Gertrud an den meisten Tagen, dass sie fit ist und es besser nicht geht. Also wenn dieser Satz gefallen ist, fühlt sie sich auch besonders gut.

Doch das ist noch lange nicht alles. Oma Gertrud hat seit über zehn Jahren einen Telefonfreund. Hans ist auch über 90 und lebt im Pflegeheim in Bergisch-Gladbach. Mindestens 5-mal täglich telefonieren die beiden zusammen. Was sie sich dann erzählen, ich glaub ihr wollt es gar nicht alles wissen. Da werden manchmal Witze erzählt, da stimmt der Spruch „Je öller desto döller“. Wenn man zufällig im Zimmer ist wird auch gerne der Hörer weitergereicht. Ich weiß nie, was ich Hans sagen soll. Wir beschränken uns meistens auf das Wetter.

Das wars erstmal. Und wenn dein Tag nicht so toll ist, macht es wie Oma Gertrud,… einfach mal eine Runde tanzen. Dann sieht die Welt schon wieder etwas bunter aus. In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Woche. Isabel Schütte

„Das Virus ist der Spielverderber“

Gesundheitsminister Jens Spahn zu Gast in Herbern

HERBERN. Schon in der Abi-Zeitung stand geschrieben, das Jens Spahn mal Politiker werden will. Heute ist er Gesundheitsminister und als solcher war er auf Einladung des CDU-Gemeindeverbands Ascheberg und Nordkirchen am Montag in Herbern zu Gast.

Als Minister ist Spahn derzeit ein gefragter Mann. Nicht nur in Deutschland, sondern auch bei den Kollegen aus aller Welt. Denn sie interessiert vor allem eines: „Wie habt ihr das wieder gemacht?“ verriet Jens Spahn. Gemeint ist damit die Krisenbewältigung. Warum die Bewältigung in Deutschland besser klappt, verheimlichte der Gesundheitsminister nicht. „Wir haben hier eine starke Wirtschaft  und ein leistungsstarkes Gesundheitswesen, deshalb sind wir bislang ganz gut durch die Krise gekommen.“ An dieser Stelle bedankte sich Jens Spahn bei den deutschen Bürgern. „Das funktioniert, weil Sie gut aufpassen und weil wir zusammengehalten haben.“

Gesundheitsminister Jens Spahn (r.) war zu Gast in Herbern und dankte da auch den Bürgern. Foto: Tina Nitsche
Eine schwere Entscheidung

Doch momentan steigen die Zahlen wieder und das warf natürlich Fragen auf. Vor allem weil das auch, so der Minister, eine schwere Entscheidung mit sich brachte. Gemeint ist die erneute Reisewarnung für ganz Spanien. „Ich weiß was das für die Reise- und Touristikbranche, aber auch für Spanien selber bedeutet. Aber das ist kein Grund für Endzeitstimmung, mit den Zahlen kommen wir hin“, machte Spahn deutlich.

Ja, diese Zahlen. Gerade sie jedoch werfen Unsicherheiten auf. Und mit ihnen natürlich auch die Tests. Für Auslandsurlauber sind diese kostenlos, was längst nicht bei jedem auf Verständnis stößt. „Aber wir haben ein hohes Interesse daran, dass sich viele testen lassen.“ Denn, so der Minister: „Der Schutz aller ist unser Anliegen. Also fragen wir nicht nach dem Warum, sondern schützen uns.“  Einmal über die kostenlosen Tests, aber auch durch Abstands- und Maskenregelungen.

Die Prioritätenliste

Auch seine aktuelle Prioritätenliste legte Spahn am Montag offen. Schulen und Kitas müssten wieder zum Regelbetrieb zurückkehren. „Wirtschaft und Handel sind weitere Faktoren, die wichtig sind, denn sie sichern Arbeitsplätze und das Gesundheitswesen. Es gibt aber auch Dinge die warten können wie beispielsweise Feste und Feiern. Ich möchte, dass in den Bussen und Bahnen Pendler sitzen und nicht die, die in die Stadien wollen“, machte Spahn deutlich. Familienfeiern und andere gesellige Veranstaltungen jedoch stehen im Fokus Hotspots für die Verbreitung von Corona zu sein. „Nicht das Skifahren war Anfang des Jahres in Österreich das Problem, sondern die Party danach.“ Spahn unterstrich, dass die Zahlen gerade bei geselligen Veranstaltungen ansteigen und deshalb werde hier erst einmal Einhalt geboten. „Da ist das Virus der Spielverderber, nicht ich.“

Besagtes Virus könne milde Verläufe haben, „es kann aber auch hart zuschlagen. Und deshalb geht es um Wahrheiten und darum die Balance zu finden.“ Will heißen: Es muss abgewägt werden, wieviel Sicherheit und wieviel Alltag.

Bürger konnten dem Gesundheitsminister Fragen stellen. Foto; Tina Nitsche
Die Fragen der Bürger

Nachdem Spahn einen Überblick über die Gesamtsituation gegeben hatte, bot sich den Bürgern die Möglichkeit Fragen zu stellen. Allgemeinmedizinerin Sabine Lohmann interessierte vor allem eines: „Warum können sich Ärzte und Personal nicht kostenlos testen lassen?“

Nicole Fischer, Pflegeleitung des Maltesersitftes St. Benedikt in Herbern hingegen machte deutlich: „Wir haben uns von der Politik sehr alleine gelassen gefühlt. Der nächste Lockdown muss besser organisiert sein, nicht so, dass man sich zum Feind der Angehörigen macht.“ Auch die bezahlten Testungen bei Menschen in der Kurzzeitpflege prangerte die Pflegeleiterin an.

Gesundheitsminister Jens Spahn versprach, sich um die Anliegen der Bürger zu kümmern. Foto: Tina Nitsche
Freiheitsbeschränkungen

Spahn versprach, sich dieser Problematiken anzunehmen. „Wenn das Thema Reisegeschäft geschafft ist, dann werden wir den Blick wieder stärker auf das Thema Gesundheit legen.“  Ihm sei klar, dass die Situation vor allem für ältere Menschen sehr hart ist. Gerade was die Besuchsbeschränkungen auch in den Pflegeeinrichtungen angeht. „Das Ehepaar, das sich 50 Jahre jeden Tag gesehen hat, auf einmal ging das nicht mehr.“  Ihm sei bewusst, dass „wir in dieser Krise die größten Freiheitsbeschränkungen seit Bestehen der Bundesrepublik hatten, sie allerdings gelten dem Schutz der Bürger, damit wir das Infektionsgeschehen in den Griff bekommen.“ Eine weitere Frage betraf das Thema Impfstoff. Hieran werde gearbeitet und das schneller als eigentlich sonst üblich.

Der Mann, der schon beim Abi wusste, dass er mal Politiker werden wollte, notierte sich einige Fragen, um die er sich kümmern will. Was er jedoch nicht wusste, dass im Jahr 2001 schon einmal ein prominentes politisches Mitglied am Schloss Westerwinkel Station gemacht hat. Angela Merkel. „Und was aus ihr geworden ist, dass, wissen wir alle. Wer mal in Herbern war, aus dem wird was“, klärte Maximilian Sandhowe, CDU -Gemeindeverbandvorsitzender Ascheberg, auf. Na, dann…! Tina Nitsche

Leben mit dem Corona-Virus. Minikicker des SV Herbern klären auf

Die Minikicker Jonas, Reza, Kolja und Jonah (von links betrachtet) klären über Corona, Maskenpflicht und Co. auf.

Was ist eigentlich das Corona-Virus? Und wie habt ihr in den letzten Monaten eure Zeit zu Hause verbracht ? Die DAHeim Dorfkolumne hat vier der sechzehn Minikicker des SV Herbern beim ersten Training nach der viermonatigen Zwangspause gefragt – und erstaunliche Antworten erhalten.

Für Kinder ist es momentan eine verwirrende Zeit. Von jetzt auf gleich wurden alle sportlichen Aktivitäten und die Schule auf Null gestellt. Oma und Opa durften sie eine Weile ebenfalls nicht mehr sehen. DAHeim hat Kolja (5), Jonah (5), Jonas(6) und Reza (6) gefragt:

Was ist das Corona-Virus eigentlich?

Kolja: „Das ist ein Virus der krank macht.“

Jonah: „Deswegen müssen wir doch die Masken tragen.“

Jonas: „Das Virus kann die Menschen krank machen.“

Reza: „Ich glaube der Virus ist grün. Corona ist ansteckend.“

Nach vier Monaten dürft ihr wieder gemeinsam Fußball spielen. Habt ihr das vermisst?

Kolja: „Ich hab meine Kumpels nicht vermisst. Ich hab immer mit meinen Brüdern Fußball gespielt.“

Jonah: „Ein bisschen hab ich das vermisst, aber Papa hat immer mit mir Fußball gespielt.“

Reza: „Ich hab meine Kumpels vermisst. Aber Mama und Papa hatten ganz viel Zeit wo wir zu Hause waren. Das war schön.“

Jonas:“Ich hab meine Freunde vermisst und meine Trainer.“

Wie ist das denn mit den Masken?

Da war sich das Quartett einig: „Das mit den Masken ist nicht so toll aber es muss ja sein damit nicht noch mehr Leute krank werden.“Isabel Schütte

Stippvisite von Marie Ligges und Johanna Schulze Thier

    Auch die heimische Reiterprominenz tummelt sich auf der Insel. Foto: privat

Bevor ich wieder anfange mein Leid zu klagen, von wegen schlechtes Wetter und so: —Wir sind dankbar für jeden Tag auf Deutschlands schönster Insel. Es gibt doch nichts besseres als sich mit fünf Personen zehn Quadratmeter Wohnfläche zu teilen. Man  erfährt immer wieder neue Seiten bei seinen eigenen Kindern. Außerdem bin ich jetzt voll drin in der derzeitigen Jugendsprache. Ich soll „meinen Kopf hoch machen“, “meine Base chillen“ und manchmal wird vergessen das ich eigentlich nur ihre Mama bin. Ich werde des Öfteren von den Kids mit “Junge“ angesprochen. So sind sie, die lieben ‚Kleinen‘.

Wie gesagt, viel  ist in den letzten 24 Stunden nicht passiert. Dennoch gibt es auf Sylt  einiges, was mit unserem Dorf verbunden ist.  Im Lebensmittelgeschäft famila zum Beispiel habe ich  Produkte von der Davert Mühle gesichtet. Das gibt der Insel das besondere Etwas, das ist ja wohl klar.

Die Nachwuchsreiterinnen mit Marie Ligges und Johanna Schulze Thier haben ebenfalls etwas Sylter Luft getankt.  Auch wenn sie  heute schon wieder nach Hause gefahren sind, ein kleiner Gruß für die DAHeim Dorfkolumne war auf jeden Fall drin.

Und ein kleiner Nachtrag von unseren Nachbarn. Also Gießen mussten sie ihre tausend Kräuter heute nicht,  ihre Mahlzeiten wurden nach drinnen verlegt aber die Dusche wurde heute Mittag ausprobiert. Ob jemand drunter war oder ob es sich um einen Testlauf gehandelt hat, da bin ich nicht wirklich hintergestiegen. Aber ich bleibe natürlich dran. Man hat ja sonst auch nichts zu tun 😂.  Ich kann fast schon sagen, schöne Grüße aus der Anstalt. Isabel Schütte

Camperprofis im Anmarsch

Die etwas anderen neuen Nachbarn

Wir haben jetzt neue Nachbarn auf unserem Campingplatz. Die haben sich glaube ich seit dem Lockdown im März damit beschäftigt, wie man sich autark versorgt. Erste Anzeichen: zahlreiche Kräutertöpfe zieren nun den Nachbarplatz.  Auch Tomatenpflanzen wurden akkurat  vor dem Vorzelt  nebeneinander hingestellt. Die Gießkanne darf da natürlich nicht fehlen. Kurzum: Es gleicht einem kleinen Garten. Nun ja, dass war noch nicht alles.

Der echte Hingucker ist nämlich ganz klar die selbstbstgebaute Outdoor-Dusche mit Vorhang. Damit sie funktioniert, bemächtigten sich die Neuen kurzerhand unserer Wasserstelle. Irgendwo müssen ja die Wasserschläuche angeschlossen werden. Zum Frühstücken wird zusätzlich der robuste Holztissch neben die Dusche platziert. Sachen gibt’s!  Eigentlich kann ich die auch direkt fragen, ob wir ne WG aufmachen. Von wegen Abstand halten und so. Der ist ja nun  irgendwie nicht mehr gegeben. Wenn jetzt noch eine Camping Toilette aufgebaut wird, zieh ich um. 

Das werden bestimmt noch unvergessliche Ferien hier auf dem Campingplatz. Da hatten wir es im letzten  und vorletzten Jahr  richtig gut mit unseren Nachbarn aus Hamburg.  Wir hatten immer riesen Spaß zusammen, der Platzwart hat uns ein paarmal ermahnt, weil wir zu viel Freude hatten. Das wird hier sicherlich nicht passieren.

Im übrigen mussten wir heute einen Arzt aufsuchen. Bei Mia hatte sich ein  Bracket von der Zahnspange gelöst. Natürlich kann man nicht zwei Wochen so rumlaufen, deshalb war das heute ein Pflichttermin. Das hat auch alles perfekt geklappt. Ein wirklich netter und gutaussehender Kieferorthopäde in Westerland hat die Beißerchen  alle wieder befestigt.  Somit steht dem gemeinsamen Abendessen auch nichts mehr im Weg.

Zahnarztbesuch auf der Insel. Foto: Schütte

Schauen wir mal was das alles noch so passiert. In diesen Zeiten ist ja wirklich nichts normal.  Isabel Schütte

Fotoshooting zum heulen

Traum und Albtraum liegen nah beieinander

Um vier Uhr sind wir heute morgen aufgestanden, denn mit dem Sonnenaufgang wollten wir Fotos machen. Pünktlich um fünf Uhr haben wir Insel Fotograf Ralf Meyer vom Bahnhof in Westerland abgeholt.  Ralf hatte den Kurs nach Hörnum ins Visier genommen.

Tief hängende Wolken machten mir erst nicht soviel Mut, aber der Insel Profifotograf hatte alles fest im Griff und den absoluten Durchblick. Nach gefühlten 30 Minuten durch die Dünen (es waren nur maximal 10 Minuten) waren wir dann an den Tetrapoden. Diese liegen in Sichtweite der Hörnumer Odde.

Ich hole meine Kamera raus, will loslegen und merke, dass ich die Speicherkarte vergessen habe.  Ich war den Tränen nahe, so sehr hab ich mich darauf gefreut und dann dieses Drama.

Ralf hatte glaub ich etwas Mitleid und Gott sei Dank war mein Thomas auch mit. Mit seinem IPhone hat er traumhafte Fotos gemacht und ich auch so gut es geht mit dem Handy. Ralf hat mir für ein paar Shoots  seine Kamera geliehen und wir treffen uns in der nächsten oder übernächsten Woche nochmal wieder. Das ist so typisch für mich. Ich kann mich so darüber ärgern, aber nun ja.  Ein paar Impression habe ich in den Blog gesetzt. Das wars für heute von mir. Gerade hab ich mir dann den  Sylt Krimi „Sturmflut“ von Gisa Pauly gekauft. Den werde ich jetzt mal lesen.  Isabel Schütte

Wie gut, dass Handys eine Kamera besitzen. Foto: Schütte

 

 

 

Wetterchaos auf der Insel

Chillig durch die Sturmflut

Tag 3 auf Sylt. Es ist schon verrückt,  letzte Woche haben wir  zu Hause um die Wette geschwitzt und  jetzt…… Da sind wir schon am Meer und jetzt gibt’s von oben auch Wasser.  Die Sylter sagen,  spätestens wenn das Teewasser den Siedepunkt erreicht, pustet der Wind nämlich eine Himmelsecke frei. Darauf haben wir heute gewartet, aber nur kurzfristig, denn das wurd mal nix. Erst war es das schönste Wetter, dann tauchten zwei Wolken auf, ganz schnell wurden daraus vier und noch schneller 20 Wolken. Und zack war es mit dem Sommerfeeling vorbei. So schnell kann es gehen!

Ich chill  natürlich wie immer „meine Base“ (um es im modernen Slang auszudrücken), ganz so wie es meine Kinder mir aufgetragen haben.  Die ihrerseits  sind  ebenfalls tiefenentspannt. Woran es liegt? Das WLAN funktioniert  einwandfrei!  Grundvoraussetzung für einen stressfreien Urlaub aus jugendlicher Sicht somit erfüllt.  Morgen soll es mit Windstärke 8 auch nicht viel besser werden.  Optimale Bedingungen für einen Urlaub auf zehn Quadratmetern Wohnfläche.  Isabel Schütte

 

Der Syltfisch ist im Zwangsurlaub

Das Wetter auf Sylt: Unberechenbar

Tag 2 auf Deutschlands schönster Insel.  Der Tag gestaltete sich schon nach dem Aufstehen als sehr kompliziert. Der „RUN“ auf zwei Zahnpasta Tuben beim Nachwuchs ließ schon früh große Freude aufkommen.  Der Blick gen Himmel auch – dicke Regenwolken und kleine Windböen gab es heute gratis zum Frühstück dazu. Aber was stört es mich — wir sind auf Sylt und das Wetter ist hier so sprunghaft wie ein Chamäleon die Farbe wechselt.

Vieles auf der Insel ist mir im Laufe der Jahre ans Herz gewachsen, der Syltfisch ist einer davon.  Eine Version des Grätenstars steht sonst oft am Strand von Westerland. In diesem Sommer finden auch hier keine Events oder Veranstaltungen statt und der Syltfisch ist im Zwangsurlaub. Anke Kettler, Geschäftsführerin und Ideengeber des Fisches hat die Krise genutzt und wieder vieles in ihrer Ideenschmiede umgesetzt.

Auf ein Pläuschchen mit Anke Kettler.

Einiges hat sie mir erzählt aber es ist alles noch Top Secret und noch in der Umsetzungsphase. Im nächsten Jahr will sie ihre Kunden mit ihren Inspirationen begeistern. Eigentlich wollte Anke keine Masken mit dem Syltfisch Symbol produzieren, denn der Fisch steht für was Schönes und Gutes. Die Nachfrage war aber da und so entschied sie sich um. Mit fachlicher Unterstützung des Sylter WunderWerk wurden die ökologisch und nachhaltigen Masken  aus 100 Prozent Lyocell produziert. Meine Familie und ich haben sie getestet und waren uns einig, dass es wirklich ein sehr guter Tragekomfort ist. Und: Schwitzen Fehlanzeige!  Denn der Stoff ist ganz leicht. Die Zeiten ändern sich und auch wenn Masken tragen  immer noch ein befremdlich Gefühl ist,  dieses Syltfisch Produkt mutiert da schon zum echten Hit.

Wie ich schon erwähnte, das Sylt-Wetter ist mit keiner App zu bestimmen. Am Nachmittag kam die Sonne raus und ermöglichte noch eine Wassereinheit in der 19 Grad warmen Nordsee. Hier heißt es Augen zu und durch. Schnell rein ins Wasser und eine Minute im kalten Meer aushalten . Ich sag es euch, dann ist es nicht mehr schlimm.

Zurück im Wohnwagen wollte mein Mann übrigens den neuen Fernseher anschließen, damit wir auch im Urlaub den Tatort gucken können. Aber daraus wird vorerst mal wieder nichts, das Netzteil liegt zu Hause. Meine Schwester muss uns mal wieder retten und uns das besagte Teil zuschicken.  Aber es gibt bei weitem größere Probleme, dem sind wir uns hier alle bewusst. In diesem Sinne, euch noch einen schönen Abend. Isabel Schütte 

 

 

 

Es ist soweit

Wir starten…

Ihr Lieben,

gut Ding will Weile haben…. vor allem dann, wenn man sich wie wir ein Projekt auf die Fahnen schreibt, das neben Beruf, Familie und Co, sowie noch dazu in so ganz anderen Zeiten, gestemmt werden will.

Ihr wisst schon von welchen Zeiten wir hier sprechen: Ja, dieses kleine Virus, das alles lahmgelegt hat.

Nur unserer Kreativität, der konnte das Corona-Virus nichts anhaben. Die Köpfe qualmten…. viele Ideen formierten sich zu einem Vorhaben: „Wir kreieren eine Homepage“. Eine, die Euch Lesevergnügen und Informationsgehalt bieten und Euch die Möglichkeit geben soll, uns Eure Geschichten zu erzählen. Das war der Plan. Die Umsetzung, sie war schon eine echte Herausforderung. Schließlich baut man eine solche Seite – noch dazu, wenn man konkrete Vorstellungen hat und gleichzeitig Neuland betritt – nicht mal eben so. Wie gut, dass wir da Kai Ringelkamp ganz unbürokratisch um Unterstützung bitten durften. „Danke Kai, für Deine Hilfe!“

Jeder der uns kennt, der weiß, dass unsere Leidenschaft dem Schreiben und der Fotografie gilt. Aber wir sind ja lernfähig, und so haben wir unser Knowhow jetzt eben etwas erweitert und eine Plattform geschaffen! Sie hat natürlich einen Namen. Und genau dieser Name ist es gewesen, der alles andere entstehen lassen hat.

Wir leben in einer Gemeinde. (Ascheberg-Herbern-Davensberg, um es in die richtige Reihenfolge von DAH zu bringen: Davensberg-Ascheberg-Herbern). Anfang März kam der Shutdown, und wir alle mussten zu Hause bleiben. Und schon war unser Name geboren: DAHeim – Die Dorfkolumne!

Nun haben wir viele Wochen an unserem Projekt gearbeitet. Vielleicht ist noch nicht alles hundertprozentig, aber zumindest ist jetzt alles soweit, dass wir an den Start gehen können. Mehr noch, dieses Projekt bietet uns die Möglichkeit, dass wir endlich wieder unserer Profession nachgehen dürfen…. denn dieses kleine Virus hat uns zwar Gott sei Dank nicht gesundheitlich erwischt… allerdings durften wir z.B. nicht mehr auf Zeitungstermine gehen, konnten nicht mehr unsere Geschichten schreiben…

Aber das ändert sich ja jetzt. Also, willkommen DAHeim und viel Spaß beim Lesen unserer Dorfkolumne wünschen Euch   Isabel und Tina