Ascheberg erstrahlt in vorweihnachtlichem Glanz

80 Stechfichten zieren nun den Ortskern

ASCHEBERG. Wenn in diesem Jahr so manches nicht stattgefunden hat, so ist eines doch gewiss: Weihnachten kommt bestimmt. Auch in dem so denkwürdigen Jahr 2020.

Und da hat es sich die Kaufmannschaft Pro Ascheberg nicht nehmen lassen, einer mittlerweile liebgewonnen Tradition zu frönen. Am Samstag bewaffneten sich 15 Pro Ascheberg Mitglieder mit Kabelbindern, Handschuhen und selbstverständlich mit Masken. Dann machten sich die Damen und Herren an die Arbeit. Immerhin waren da insgesamt 80 Tannenbäume, die im Ort platziert werden wollten. Mit von der Partie war da selbstverständlich auch der Ascheberger Löschzug, der die beleuchteten Weinachtssterne aufhing,

„Allerdings“, so räumte Manfred Hölscher, zweiter Vorsitzender der Kaufmannschaft Pro Ascheberg ein, „haben sich die Arbeitsabläufe in diesem Jahr ein wenig anders gestaltet.“ Corona bedingt, damit auch die Abstände gewährt und die Regelungen eingehalten werden konnten, haben die Mitglieder und auch die Blauröcke in kleinen Gruppen sowie teilweise zeitversetzt gearbeitet.  „Was sein muss, muss sein“, so Hölscher. Dennoch hat die Gemeinschaft dafür gesorgt, dass der Ascheberger Ortskern pünktlich zum 1. Advent in weihnachtlichem Glanz erstrahlt.

Alles ist irgendwie anders in diesem Jahr. Auch das traditionelle weihnachtliche Schmücken des Ortes der Kaufmannschaft Pro Ascheberg verlief anders. Foto: tina Ntische

Wenn sonst schon nichts stattfinden darf, so bescheren wenigstens die geschmückten Tannenbäume und die beleuchteten Weihnachtssterne den Spaziergängern vorweihnachtliche Stimmung im Ortskern. Und dafür gebührt der Kaufmannschaft und den Blauröcken dann auch ein großes Dankeschön. Der arbeitsreiche Tag endete dann nicht wie gewohnt mit einem gemütlichen Ausklang im Jagdschlösschen. „Das geht in diesem Jahr aufgrund der Corona Regeln leider nicht“, so Alfons Grove. Dafür sorgte Ehefrau Gunhild dann dafür, dass die Arbeiter auf der Sandstraße mit einem Getränk verwöhnt wurden. Bleibt abschließend nur noch eines zu sagen: Wenn dieses Jahr auch alles anders ist,  die Vorweihnachtszeit in Ascheberg lässt sich so auf jeden Fall besinnlich genießen. Tina Nitsche

Es ist geschafft!

Letzte Umzugsschritte ins neue Feuerwehrgerätehaus dank großem ehrenamtlichen Engagement

ASCHEBERG. „Echt komisch, wenn alles so leer ist“, sagt ein Besucher der kurz angehalten hat, und lässt seinen Blick durch die nun fast leeren Hallen des Feuerwehrgerätehauses an der Lüdinghauser Straße wandern. Ein Großteil des Equipments ist schon drüben am neuen Standort am Hattrupweg. (Ihr erinnert Euch, vor dem Lockdown wurden ja bereits Kisten geschleppt)

Am Donnerstag haben die Blauröcke erneut die Ärmel hochgekrempelt, um die letzten Umzugsschritte zu vollziehen. Unterbrandmeister Nico Halstrick arbeitet in luftiger Höhe. Hoch oben auf der Leiter montiert er die Vorrichtungen für die Ladeerhaltung und die Drucklufterhaltung der Fahrzeuge ab. „Die bringen wir dann zum Hattrupweg, wo wir sie in der neuen Halle gleich wieder montieren“, erklärt Hauptbrandmeister Jörg Bußmann.

Die zweite Schicht…..

Hinter den Kameraden liegt bereits ein normaler Arbeitstag. Ausruhen, Feierabendbier genießen? Von wegen! Stattdessen Werkzeug schwingen, Kisten schleppen, handwerkliche Arbeiten ausführen…. die Liste ist lang. Schließlich passiert so ein Umzug nicht von allein. Da sind viele helfende Hände nötig. In diesem Falle von Männern und Frauen, die obwohl eigentlich freiwillige Feuerwehrleute, sich nun ehrenamtlich als Umzugsspezialisten verdingen.

Die letzten Handgriffe

In den vergangenen Monaten waren die Blauröcke quasi an beiden Standorten tätig, da bereits ein Teil der Ausstattung (wie z. B. Atemschutzwerkstatt) in den neuen Räumlichkeiten war, die Erreichbarkeit jedoch über den alten Standort gewährleistet worden ist. Im letzten Schritt „bringen wir heute Abend die Fahrzeuge rüber“, so Jörg Bußmann. Vorher allerdings sind am neuen Standort noch so einige Handgriffe nötig. Denn die abmontierten Vorrichtungen für die Lade – und Drucklufterhaltung muss dort ebenso wie der Kompressor erst wieder fachmännisch angebracht werden.

Gut gelaunt bei der Arbeit…. die Blauröcke krempelten nach Feierabend die Ärmel hoch, um den Umzug ins neue Feuerwehrgeräthaus zu vollenden. Foto: Tina Nitsche

Dorthin geht es dann auch erst einmal. Am neuen Feuerwehrgerätehaus bietet sich ebenfalls ein arbeitsreiches Bild. Hoch oben auf der Leiter ist Ingo Kabisch beschäftigt, andere Blauröcke besprechen am Boden die nächsten Schritte. „Ja, einiges gibt es noch zu tun“, bekräftigt Löschzugführer Sven Kahl und gibt zu, dass er froh ist, wenn alles geschafft ist. Geplant war alles ein wenig anders, viele Komponenten führten dazu, dass der Umzug letztendlich ein wenig länger gedauert hat.

Mal ebben so – so lief es nicht beim Umzug ins neue Feuerwehrgerätehaus. Da mussten Absprachen getroffen und bestimmte Arbeitsschritte genau festgelegt werden. Foto: Tina Nitsche

Während er einen Blick auf die Gerätewarte hat, die mit der Installierung der Technik für die Fahrzeuge beschäftigt sind, lässt er gedanklich das Umzugsprozedere kurz Revue passieren. Die Bilanz: „Alleine für den reinen Umzug ohne vorbereitende Arbeiten, Planungen und Vorbesprechungen sind bereits 250 Stunden Arbeit zusammengekommen.“ Eine Arbeit, die die Kameraden ehrenamtlich verrichtet haben. Der letzte Akt besteht dann darin, die Fahrzeuge komplett an die Raiffeisenstraße zu holen, „und die persönliche Schutzausrüstung der Kameraden, dann ist es geschafft“, so Kahl.

Und dann geht der Melder…

Die Unterbrechung, die wenig später in Form von zwei Einsätzen dazukommt, die war natürlich nicht geplant. Das ist Feuerwehralltag bei den Kameraden, die hier eine Arbeit leisten, für die gar nicht genug gedankt werden kann und die keinesfalls als selbstverständlich anzusehen ist. Denn da kommt einiges zusammen: 365 Tage im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit und nebenher noch das ehrenamtliche Umzugs-Engagement…  Aber dank dieser Arbeit starten die Blauröcke nun komplett vom neuen Standort durch. Am späten Abend ist das alte Feuerwehrgerätehaus dann leer. Fahrzeuge, die notwenige Technik und Schutzausrüstungen sind am neuen Standort, von dem aus nun auch alle Einsätze bestritten werden. Tina Nitsche

Es ist geschafft, ab sofort werden die Einsätze vom neuen Feuerwehrgerätehaus aus gefahren. Foto: Tina Nitsche

Info:
Am 06. September war eigentlich ein Tag der offenen Tür geplant.  Aufgrund der Corona-Situation steht jedoch noch nicht fest, ob dieser Termin eingehalten werden kann. Sobald ein Termin feststeht, wir dieser frühzeitig bekannt gegeben.

Viele Hände ….

Ascheberger Blauröcke ziehen um

ASCHEBERG. Wie sagt man doch immer so schön: Viele Hände rasches Ende! Die vielen Hände waren heute aber auch nötig, zumindest am Feuerwehrgerätehaus. Halt, falsch! An den beiden Feuerwehrgerätehäusern in Ascheberg. Denn heute stand der Umzug vom alten in das neue Feuerwehrgerätehaus an. Oder sagen wir besser so, der restliche Umzug. Immerhin ist ja ein Teil des Umzuges schon erfolgt. Was alles genau geschehen ist, und wieviel Zeit die Blauröcke für den gesamten Umzug benötigt haben, all lest Ihr in Kürze hier. Tina Nitsche